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27.02.2013 - 16:39 Uhr


Wolfsburg schielt nach Berlin

Bas Dost (2.v.l.) und Ivica Olic (2.v.r.) sichern den Wolfsburger Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale

Diegos (M.) "Wölfe" müssen den Erfolg über Offenbach allerdings hart erarbeiten

Trainer Dieter Hecking (l.) und Manager Klaus Allofs machen sich Hoffnungen auf den Einzug ins internationale Geschäft über den DFB-Pokal

Offenbach - Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking hatte nach dem schmeichelhaften 2:1 im Viertelfinale des DFB-Pokals beim Drittligisten Kickers Offenbach gleich das Finale im Sinn: "Wenn wir nach Berlin kommen würden, wollen wir auch den Pokal gewinnen." Ein Sieg trennt den Bundesligisten noch von der "letzten Ausfahrt" Berlin und der Chance, eine durchwachsene Saison zu einer erfolgreichen zu machen.
"Sollen wir nach Berlin fahren und sagen, wir wollen uns mal die Stadt angucken und wünschen dem Gegner alles Gute", fragte Hecking: "Das ist unlogisch." Der zweite Einzug in ein Cup-Finale nach 1995 (0:3 gegen Borussia Mönchengladbach) gibt dem VfL auch die letzte Hoffnung auf den in der Autostadt so ersehnten europäischen Ruhm.

Allofs: "Pokal besonders wichtig"



"Der Pokal ist besonders wichtig, wenn man nicht international spielt", sagte Manager Klaus Allofs. Der potenzielle Finalgegner wäre ihm dabei egal: Auch gegen einen starken Gegner wie Bayern München oder Borussia Dortmund, die im direkten Duell noch um den Halbfinaleinzug kämpfen, müsse "der Sieger noch nicht eingraviert werden", sagte Allofs.

Um aber überhaupt das Halbfinale zu überstehen, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Kraft- und ideenlos hätten sich die Gäste am legendären Bieberer Berg über einen frühen Rückstand nicht beschweren dürfen. Gegen die aufopferungsvoll kämpfende doppelte Abwehrreihe des Favoritenschrecks fiel auch Künstlern wie dem Brasilianer Diego, 2009 mit Werder Bremen Pokalsieger, nicht viel ein. "Wir haben uns zu sehr aufgerieben und sind nie so richtig torgefährlich geworden", sagte Hecking über die erste Halbzeit.

Zittern bis zum Schluss



Selbst die Treffer von Ivica Olic (49.) und Bas Dost (71.) bewirkten nicht die Souveränität, die von einem Bundesligisten erwartet werden darf. Im Gegenteil: Nach dem Anschlusstreffer von Marcel Stadel (81.) bebte der Berg, da wurde "noch mal richtig Alarm gemacht", sagte Hecking: "Wir gehen sicherlich nicht als hochverdienter, aber als verdienter Sieger ins Halbfinale. Das haben wir uns hart erarbeiten müssen."

Nach dem laut Offenbachs Torjäger Mathias Fetsch "absoluten Highlight" muss sich das Team von Trainer Rico Schmitt wieder auf den Alltag der 3. Liga konzentrieren. "Wir haben an die tollen Pokalauftritte von 2012 angeknüpft", sagte Schmitt, der erst seit zwei Wochen im Amt ist. Für die Wolfsburger "hoffen wir, dass wir sagen können: Wir sind gegen den Pokalsieger ausgeschieden", fügte er noch an.
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