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18.04.2013 - 09:23 Uhr


Werder-Schlafmützen und BVB-Frühstarter

Zum Verzweifeln: Gegen Fortuna Düsseldorf kassierte Werder Bremen wieder einmal ein frühes Gegentor

Einsame Spitze: Borussia Dortmund hat in der Anfangsviertelstunde schon 14 Mal getroffen. Auch gegen Fürth netzten Mario Götze und Ilkay Gündogan (r.) in den ersten 15 Minuten ein

Die Bayern drehen nach der Pause so richtig auf: 22 Buden erzielten die Münchner zwischen der 45. und der 60. Minute. Xherdan Shaqiri war gegen Nürnberg in der 56. Minute erfolgreich

München - Für Thomas Schaaf dürfte es langsam zum Verzweifeln sein. Immer wieder trichtert der Werder-Coach seiner Mannschaft ein, von der ersten Minute an hellwach zu sein. Doch in schöner Regelmäßigkeit fängt sich Bremen in den Anfangsminuten Gegentore ein. In dieser Saison waren es bereits acht, mehr als bei jedem anderen Bundesligisten.
Als jüngstes Beispiel dient die Partie bei Fortuna Düsseldorf: Noch nicht einmal 120 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball schon wieder im Netz der Norddeutschen.

Das genaue Gegenteil der Hanseaten ist Borussia Dortmund. Der BVB traf schon 14 Mal in der Anfangsviertelstunde. Auch beim 6:1-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth schlugen Mario Götze und Ilkay Gündogan in den ersten 15 Minuten zu. Welche Vereine noch in der Anfangsphase anfällig oder hellwach sind, zeigen die Daten aus der bundesliga.de-Datenbank.

Bayern nach Wiederanpfiff überragend



Nach den stürmischen Dortmundern, die in der Anfangsviertelstunde mindestens doppelt so viele Tore wie jedes andere Team erzielten, folgen Bayern München, Bayer Leverkusen, Hannover 96, Eintracht Frankfurt, 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart mit jeweils sieben Toren. Der 1. FC Nürnberg und Werder Bremen trafen dagegen nur zwei Mal.
In der Schlussviertelstunde schossen die Bayern und die Schalker die meisten Tore (jeweils 15). Das spricht für eine gute Kondition, Moral und den unbedingten Siegeswillen. Dortmund netzte immerhin zwölf Mal ein, Werder Bremen kommt auf zehn Tore.

Die größte Gefahr an Gegentoren besteht für die Gegner des FC Bayern nach dem Wiederanpfiff. Bis zur 60. Minute erzielten Mario Mandzukic, Thomas Müller und Co. überragende 22 Tore, mehr als die SpVgg Greuther Fürth in all ihren Spielen.

Schalke und Bremen: Kabinenpredigt wirkt



Schalke und Bremen markieren in der zweiten Spielhälfte deutlich mehr Treffer als vor dem Seitenwechsel. Schalke steigert sich von 16 Toren in den ersten 45 Minuten auf 34 Buden in der zweiten Halbzeit. Bremen ließ den 16 Treffern vor dem Pausenpfiff 29 folgen.

Bei den Gegentoren liefert das Schlusslicht die schlechtesten Werte ab. Die SpVgg Greuther Fürth kassierte von allen Teams die meisten Gegentore in den ersten 15 Minuten (elf), Bayern kein einziges. Die Münchner wurden frühestens in der 16. Minute bezwungen, am 25. Spieltag beim 3:2 gegen Düsseldorf durch Mathis Bolly.

Auch Werder Bremen zeigt anfangs Konzentrationsschwächen. Am 27. Spieltag in Mainz geriet Bremen nach 12,5 Sekunden in Rückstand, am letzten Spieltag in Düsseldorf in der zweiten Spielminute. Insgesamt hat Werder in dieser Saison schon acht Gegentore in den ersten zehn Spielminuten kassiert (sechs davon auswärts) - so viele wie kein anderes Team!

1899 schwächelt in der Schlussviertelstunde



Werder kassierte nicht nur die meisten Gegentore in den ersten zehn Minuten, sondern schoss in dieser Frühphase auch selbst erst zwei Treffer. Nur der Hamburger SV (eins) und Schalke (null) weniger. Aus der Halbzeitpause kommt Werder oft allerdings noch schläfriger und fing sich in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel sogar 14 Gegentore.

Die meisten Gegentore in der Schlussviertelstunde kassierte 1899 Hoffenheim (15). Fortuna Düsseldorf musste zwölf Gegentore in der Schlussphase hinnehmen, was häufig wichtige Punkte kostete. Die zehn Gegentore von Bayer Leverkusen kurz vor dem Abpfiff sind für ein Spitzenteam eher unüblich.
Tobias Gonscherowski
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