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12.01.2013 - 12:11 Uhr


Wachsam bei Kontern, dann klappt's mit Europa

Kevin Trapp spielte in der Hinrunde nur zwei Mal zu Null. Dennoch steht die Eintracht auf Rang 4 der Bundesliga

Freiburgs Erfolgs-Coach Christian Streich muss seiner Elf Konzentration bis zum Schlusspfiff lehren

Mainz-Angreifer Adam Szalai (v.) würde sich in der Rückrunde über mehr Flanken freuen

München - Mehr Flanken, weniger Gegentore und Elfmeter zulassen: Die Bundesligisten haben zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde noch großes Verbesserungspotenzial. bundesliga.de zeigt, wo es in der Hinrunde haperte.
Der fünfte Teil der Serie beschäftigt sich mit den Problemstellen von Frankfurt, Freiburg und Mainz.
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Eintracht Frankfurt - Platz 4, 30 Punkte

Der hessische Aufsteiger hat trotz der überragenden Hinrunde gleich mehrere Schwachpunkte in der Defensive. So spielte Keeper Kevin Trapp (Foto) nur zwei Mal zu Null, so selten wie kein anderer Schlussmann der Liga. Besonders anfällig präsentiert sich die Eintracht-Abwehr bei Kontern. Acht Mal schlug es nach einem Ballverlust im Spielaufbau hinter Trapp ein. Doch auch wenn die Defensivspieler Zeit hatten, sich zum Gegner zu orientieren, setzte es Gegentreffer. Nach Ecken musste die Elf von Armin Veh drei Tore hinnehmen. Das Thema Konzentration sollte der Trainer in der Winterpause ebenfalls thematisieren. Denn: In der Viertelstunde vor der Halbzeit schlug es beim Aufsteiger schon sieben Mal ein - ligaweiter Höchstwert.

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SC Freiburg - Platz 5, 26 Punkte

Der SC überraschte in der Hinrunde mit erfrischendem Fußball, der an die Generation der "Breisgau-Brasilianer" erinnerte. Doch bei aller Euphorie offenbarte die Mannschaft von Christian Streich die eine oder andere Schwäche. So verloren die Freiburger zwei Mal nach eigener Führung, nur Lokalrivale Stuttgart öfter (drei Mal). Im eigenen Strafraum agierte das Überraschungsteam um Verteidiger Pavel Krmas (Foto) bisweilen zu hektisch und verursachte drei Elfmeter, die zu Gegentoren führten. Das laufaufwändige Spiel des Streich-Ensembles hinterlässt ebenfalls Spuren: Die Breisgauer kassierten in der zweiten Halbzeit zwölf von 18 Gegentore - da reicht anscheinend die Kraft noch nicht ganz für die gesamte Spielzeit.

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FSV Mainz 05 - Platz 6, 26 Punkte

Die Mainzer haben sich still und leise an die Spitzengruppe herangearbeitet. Auf dem Platz geht die Elf von Thomas Tuchel (Foto) allerdings alles andere als ruhig zu Werke, wie 41 Karten in der Hinrunde belegen - nur die Fürther "sammelten" mehr (45). Wie die Frankfurter, sind auch die Nullfünfer anfällig bei Kontern. Nach Ballverlusten kamen die Mainzer Gegner zu 29 Torabschlüssen. Andererseits hat Mainz Probleme bei Großchancen, nutzte nur 40 Prozent. Bei ruhenden Bällen ist die Mannschaft relativ harmlos (nur 41 Torschüsse - ligaweiter Minuswert). Die Spielausrichtung könnte in der Rückrunde durch mehr Flanken besser auf Stürmer Adam Szalai zugeschnitten werden. In der Hinrunde schlugen die Mainzer nur 151 Flanken.


Christoph Gailer

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