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03.11.2012 - 19:04 Uhr


Vorsicht vor Fortuna

Pokalschreck Fortuna: Unter der Woche setzen sich die Düsseldorfer mit 1:0 gegen Gladbach durch und wollen den Schwung nun nach Leverkusen mitnehmen

Bayer setzt sich im DFB-Pokal in Bielefeld nach Verlängerung durch. Zuhause ist die "Werkself" in dieser Spielzeit wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen

Michael Rensing (hier noch im Kölner Trikot) kommt am Sonntag zu seinem Bundesliga-Debüt für Bayer Leverkusen. Der Ex-Bayer ersetzt den verletzten Bernd Leno

München - Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem 27. rheinischen Bundesliga-Derby zwischen Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf kaum sein. Während die Gastgeber seit sechs Spielen ungeschlagen sind und zuletzt den Siegeszug der Bayern mit einem 2:1-Erfolg in München stoppten, verlor der Aufsteiger seine letzten drei Bundesliga-Spiele. Immerhin: Im Pokal zeigten sich die Düsseldorfer am Mittwoch beim 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Mönchengladbach gut erholt. Und auch die Bilanz in Leverkusen macht Hoffnung (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio)
An den letzten Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf können sich nur die eingefleischten und schon etwas älteren Fans der "Werkself" erinnern. Das liegt nicht nur daran, dass die Gäste 15 Jahre lang die Bundesliga nur aus der Ferne verfolgen konnten, sondern ist auch dadurch begründet, dass die Fortuna auch davor bei ihren letzten fünf Auftritten in der BayArena Punkte mitnahm.

1986 also siegte Leverkusen letztmals daheim, damals mit 2:1. Für den Erfolg gab es noch zwei Punkte, zwei Jahre sollten noch vergehen, ehe Bayer mit dem Gewinn des UEFA-Cups seinen ersten Titel einheimste und sich fortan als sportlich ernst zu nehmender Topverein der Bundesliga etablierte.

Auswärtsstarke Fortuna



Von 13 Heimspielen gegen Düsseldorf gewann Bayer fünf, die Fortuna eins, sieben Partien und damit mehr als die Hälfte endeten mit einem Unentschieden. In dieser Saison ist Leverkusen neben Eintracht Frankfurt die einzige zuhause noch unbesiegte Mannschaft, Düsseldorf holte sieben seiner zehn Punkte auswärts und kassierte dort in vier Spielen erst einen Gegentreffer.

"Wir spielen in Leverkusen gegen einen der Größten, den die Bundesliga zu bieten hat. Der Verein ist wieder mit großen Zielen in die Saison gestartet und hat bisher noch kein Heimspiel verloren", lobt Fortuna-Trainer Norbert Meier den kommenden Gegner. "Wir treffen auf eine fußballerisch sehr starke Mannschaft, gegen die wir wieder eine gute Organisation haben und die Räume ganz klein halten müssen."

LevIn den beiden Heimspielen gegen die Bayern (0:5) und Wolfsburg (1:4) gelang das nicht, dafür aber gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) im Pokal. Die Fortuna stoppte auch mit einer gehörigen Portion Glück den Negativtrend und will jetzt auch in der Bundesliga nachlegen.

Leverkusen mit Erfolgsserie



"Auf dieser Leistung können wir aufbauen", meint Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz. "Wir haben uns von den drei Niederlagen zuletzt nicht umwerfen lassen. Wenn wir unsere Ordnung haben, dann ist es gegen uns nicht einfach." In Leverkusen muss die Fortuna auf den gesperrten Oliver Fink und den verletzten Innenverteidiger Stelios Mazelas verzichten. Ob Andriy Voronin gegen seinen Ex-Club zum Einsatz kommen wird, ist noch offen.

Die seit zehn Pflichtspielen ungeschlagenen Werkskicker, die sich beim in der Verlängerung hart umkämpften 3:2-Pokalsieg in Bielefeld nicht mit Ruhm bekleckerten, müssen auf eine Reihe von verletzten Stammspielern (Bernd Leno, Michal Kadlec, Renato Augusto, Karim Bellarabi und wahrscheinlich auch auf Daniel Schwaab) verzichten. Ömer Toprak, der mit einer Carbon-Maske trainieren konnte, gab grünes Licht.

Leverkusen geht als klarer Favorit ins Nachbarschaftsduell. "Ich erwarte eine kämpferische, gut organisierte und tief stehende Düsseldorfer Mannschaft, die in den letzten Bundesliga-Spielen nicht so gut gespielt hat", blickt Bayer-Teamchef Sami Hyypiä auf den Sonntag. "Wir müssen konzentriert sein. Gut für uns war, dass auch die Fortuna im Pokal in die Verlängerung musste." Mit einem Sieg gegen die Flingerer könnte Leverkusen bis auf zwei Punkte an Eintracht Frankfurt und den Champions-League-Platz heranrücken.

Tobias Gonscherowski

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