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15.03.2013 - 14:05 Uhr


VfL und Fortuna: Endlich raus aus dem Keller

Der Mann des Hinspiels: Bas Dost (l.) traf beim 4:1 seiner "Wölfe" in Düsseldorf gleich doppelt

Ivica Olic (M.) steuerte damals den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 bei. Auch zuletzt präsentierte sich der Kroate in Topform, traf in drei Pflichtspielen in Folge

Auf VfL-Spielmacher Diego (l.) wird Düsseldorfs Robbie Kruse dieses Mal nicht treffen. Der Brasilianer fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte

Aber auch die Fortuna muss eine zentrale Figur ersetzen: Kapitän Andreas Lambertz fällt mit einem Einriss der Muskelhülle im linken Oberschenkel aus

München - Sowohl der VfL Wolfsburg als auch Fortuna Düsseldorf ernteten für ihre Auftritte am vergangenen Wochenende viel Lob. Während die Fortuna trotzdem eine unglückliche 2:3-Niederlage bei Tabellenführer Bayern München hinnehmen musste, konnten sich die "Wölfe" beim 5:2 in Freiburg auch über drei Punkte freuen. Wenn am Freitagabend der Ball in der Volkswagen Arena rollt, gilt es für beide Mannschaften, die guten Eindrücke zu bestätigen (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Vor allem den ambitionierten Wolfsburgern fehlt schon über die gesamte Spielzeit die nötige Konstanz, um den Blick in der Tabelle weiter nach oben richten zu können. Erst ein Mal gelang es den Niedersachsen, einem siegreichen Spiel einen weiteren Dreier folgen zu lassen. "Es ist wichtig, mal wieder zwei, drei, vier Partien hintereinander unser Potenzial abzurufen und am Ende auch die nötigen Ergebnisse einzufahren", hat auch VfL-Spieler Christian Träsch die Problematik erkannt.

Noch kein Fortuna-Sieg gegen die "Wölfe"



Da kommt die Fortuna als eine Art Lieblingsgegner der Wolfsburger gerade recht. In fünf Pflichtspielen zwischen den beiden Mannschaften reichte es für die Rheinländer gerade einmal zu zwei Remis, drei Mal behielt der VfL die Oberhand. Im Hinspiel in Düsseldorf siegten die "Wölfe" gar mit 4:1 und verließen dadurch im ersten Spiel nach der Entlassung von Felix Magath den letzten Tabellenplatz.

Auf einen Selbstläufer macht sich Dieter Hecking aber dennoch keine Hoffnungen. "Vor der Arbeit von Wolf Werner und Norbert Meier kann man nur den Hut ziehen", sagt der VfL-Coach. "Die Fortuna ist eine Mannschaft, die defensiv sehr gut arbeitet, Räume eng macht und hinten lange gut steht." Ausgerechnet gegen diese Defensivkünstler muss Hecking auf die Ideen seines Spielmachers Diego verzichten, der Brasilianer fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte. Auch Ivan Perisic (Innenbandanriss im Knie) sowie die Innenverteidiger Naldo (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) und Sotirios Kyrgiakos (Grippe) fallen bei den "Wölfen" aus.

Düsseldorf ohne Kapitän Lambertz



Die Qualitäten der Düsseldorfer bekam am vergangenen Wochenende auch der FC Bayern zu spüren, der sich den 3:2-Heimsieg hart erarbeiten musste. Dementsprechend zufrieden äußerte sich im Rückblick trotz der Niederlage auch Fortuna-Coach Meier. "Wir haben das gebracht, was wir leisten können. Und darauf können wir auch stolz sein."

Punkte gab es dafür aber keine - und so haben die Düsseldorfer auf Rang 15 nur sieben Zähler Vorsprung auf den FC Augsburg auf dem Relegationsplatz. Ausruhen sollte sich die Fortuna auf ihren 28 Punkten also keinesfalls, zumal in den letzten beiden Jahren insgesamt drei Mannschaften mit der gleichen Punktausbeute nach 25 Spieltagen am Saisonende noch abstiegen.

In der Autostadt muss Meier auf seinen Kapitän Andreas Lambertz (Einriss der Muskelhülle im linken Oberschenkel), Juanan (Bauchmuskelzerrung) und Oliver Fink (Magen-Darm-Grippe) verzichten. Anlass zur Hoffnung gibt dagegen die Rückkehr von Stefan Reisinger ins Mannschaftstraining. "Er ist ein Spielertyp, der bei uns sehr gefragt ist. Ob es für ihn schon reicht, werden wir sehen", sagt Meier.

Duell der Allofs-Brüder



Aber auch der VfL hat sich mit 30 Zählern noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt. Der Ansetzung nach ist die Partie ohnehin ein echtes Kellerduell. Die Fortuna holte in der Fremde erst acht Zähler und steht damit in der Auswärtstabelle auf dem 16. Platz, die gastgebenden "Wölfe" rangieren in der Heimtabelle mit zehn Punkten gar nur auf Rang 17.

Und so sieht sich VfL-Geschäftsführer Sport Klaus Allofs nicht ganz ohne Grund genötigt, klarzustellen, dass "wir keine Angst haben, sondern uns natürlich darauf freuen, jetzt zwei Mal nacheinander zuhause antreten zu dürfen." Für Allofs selbst ist die Begegnung mit der Fortuna übrigens etwas ganz Besonderes. Auf seiner ersten Profistation erzielte er für die Rheinländer zwischen 1975 und 1981 in 169 Bundesligaspielen 71 Tore, gewann zwei Mal den DFB-Pokal und erreichte das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger. Außerdem gibt es ein Treffen mit seinem Bruder Thomas, der bei der Fortuna als Vorstandsmitglied tätig ist.

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