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15.06.2013 - 20:32 Uhr


VfB-Neuzugang Rojas: "Es wird eine große Herausforderung"

Marco Rodrigo Rojas wechselt vom australischen Club Melbourne Victory an den Neckar. Neben dem VfB buhlten auch zahlreiche europäische Topclubs um das Talent

In der abgelaufenen Saison erzielte der 21 Jahre alte Offensivspieler 15 Tore und bereitete acht weitere vor

Aufgrund seiner starken Leistungen wurde Rojas mit der "Johnny Warren Medal" ausgezeichnet, die an den besten Spieler der Saison verliehen wird

Auch für die neuseeländische Nationalmannschaft ist Rojas aktiv. Bisher absolvierte er 14 Partien im Trikot der "All Whites"

München - Schnell, ballsicher, abschlussstark - mit diesen drei Attributen könnte man Neuseelands derzeit vielleicht hoffnungsvollstes Nachwuchstalent Marco Rojas beschreiben. Zahlreiche europäische Topclubs, wie zum Beispiel der FC Liverpool und Juventus Turin, waren an der Verpflichtung des 21 Jahre alten Offensivspielers interessiert - entschieden hat er sich jedoch für den VfB Stuttgart und die Bundesliga, die er in der Saison 2013/2014 aufmischen will. bundesliga.de stellt den Neuzugang der Schwaben vor.
Marco Rodrigo Rojas erblickte am 5. November 1991 in Hamilton, das in etwa 130 Kilometer südlich von Auckland liegt, das Licht der Welt. Im Jahr 2003 kam Rojas an die dort von Wynton Rufer gegründete "Wynton Rufer Soccer School of Excellence" und genoss dort schon in frühen Jahren eine hervorragende fußballerische Ausbildung.

Über Wellington nach Down Under



Nach einem Jahr in der Northern League, der höchsten regionalen Spielklasse der neuseeländischen Nordinsel, wechselte das Talent zur Saison 2008/2009 zum Lokalrivalen Waikato Football Club in die höchste Liga des gesamten Inselstaats, die New Zealand Football Championship. Gleich in der ersten Spielzeit bei seinem neuen Club erkämpfte sich der damals 16 Jahre junge Rojas einen Stammplatz und kam in 13 der 14 Ligaspiele zum Einsatz.

Aufgrund seiner starken Leistungen wurde er bei Wellington Phoenix, dem derzeit einzigen neuseeländischen Verein, der in der australischen A-League aktiv ist, zum Probetraining eingeladen. Auf Anhieb überzeugte der damals 18-Jährige den Trainerstab und unterschrieb daraufhin seinen ersten Profivertrag.

Die erste Saison in Wellington lief für das Talent, das mittlerweile 14 Spiele für die "All Whites", die Nationalmannschaft seines Heimatlandes absolviert hat, sehr durchwachsen: Er kam in lediglich vier Spielen zum Einsatz. Zur Spielzeit 2011/2012 wurde Rojas dann zum Ligakonkurrenten Melbourne Victory abgegeben, wo er richtig durchstartete. Gleich in seinem ersten Jahr absolvierte er 24 Partien, 15 von Beginn an. Ein Torerfolg blieb ihm zunächst aber noch verwehrt.

Bobic: "Er besticht durch seine Schnelligkeit"



Der ganz große Durchbruch gelang dem "Kiwi" dann in der abgelaufenen Saison, als er bei seinen 27 Einsätzen 15 Tore erzielte und acht weitere vorbereitete. Aufgrund der herausragenden Leistungen wurde Rojas am Ende der Saison mit der "Johnny Warren Medal" als bester Spieler der A-League ausgezeichnet. Somit ist er Nachfolger des ehemaligen Bundesligaprofis Thomas Broich als Australiens Fußballer des Jahres.

Die Auszeichnung war für den VfB aber nicht der einzige Grund, seine Fühler nach dem Talent auszustrecken. "Marco wurde gerade erst zum Spieler des Jahres in Australien gewählt. Aber nicht nur deshalb ist er uns aufgefallen. Er ist ein Spieler, der auf den offensiven Außenpositionen gut einsetzbar ist und durch seine Schnelligkeit besticht. In der Vorbereitung wird es spannend sein zu sehen, wie schnell er sich unter anderem an das Tempo in Deutschland gewöhnen kann", kommentierte Sportvorstand Fredi Bobic den Transfer.

Rojas: "Es ist eine tolle Sache"



Marco Rojas freut sich auf jeden Fall auf die Bundesliga und die damit verbundene Herausforderung: "Mein Vater und ich haben mit den Verantwortlichen des VfB gesprochen, und sie haben zum Ausdruck gebracht, dass sie sich freuen würden, mich hier zu haben. Für einen Spieler ist es eine tolle Sache, wenn ein Club dir vermittelt, dass er dich unbedingt haben möchte. Es wird sicher eine große Herausforderung."

Sebastian Dirschl
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