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29.10.2012 - 15:48 Uhr


Unzufriedenheit auf beiden Seiten

Max Grün (r.) rettet in der zweiten Halbzeit mit mehreren Glanzparaden den ersten Heimpunkt der Fürther

Nur Nils Petersen (l.) kann Grün beim 1:1 gegen Werder Bremen überwinden

Zoltan Stieber (v.) bereitet den Führungstreffer durch Edu vor

Fürth - Erstes Heim-Tor, erster Treffer durch einen Stürmer und erster Bundesliga-Punkt zuhause: Die SpVgg Greuther Fürth hatte am Tag der Premieren eigentlich genug Grund zur Freude. Doch weil es beim 1:1 gegen Werder Bremen auch im fünften Anlauf nicht mit dem ersten Sieg am Ronhof klappte und das Remis zu allem Überfluss auch noch den Sturz ans Tabellenende zur Folge hatte, gab es kaum zufriedene Gesichter.
"Wir sind sehr, sehr froh darüber, dass das Gerede und Geschreibe aufhört, dass wir zuhause nicht punkten können und kein Stürmer trifft", sagte Trainer Mike Büskens und lobte Angreifer Edu. "Er ist einer, der anpackt und uns helfen will", sagte Büskens über die Schalker Leihgabe, die nur noch bis Ende Dezember an Fürth gebunden ist. Edu selbst wollte sich nicht äußern - auch er wusste wohl nicht so recht, was er von diesem Tag halten sollte.

"Es wird ein Kampf - den nehmen wir an"



Denn beim Blick auf die Tabelle verging einigen Fürthern der Spaß am Unentschieden: Weil Wolfsburg gewann, rutschte die SpVgg auf den letzten Platz ab. Das rettende Ufer, auf dem der Lokalrivale 1. FC Nürnberg sitzt, ist zwei Punkte weg. "Gar nicht" interessiere ihn das, betonte Büskens: "Das ist doch kein Überraschungs-Ei, dass wir uns in Regionen bewegen, die nichts mit der Europa League zu tun haben. Es wird ein Kampf - und den nehmen wir an."

Gegen Bremen war das so. Auch als Werder durch das dritte Saisontor von Nils Petersen der Ausgleich glückte (44.), gab das "Kleeblatt" weiter Contra. "Wir haben eine super Leistung gezeigt, sehr couragiert", sagte Kapitän Mergim Mavraj. Mittelfeldspieler Stephan Fürstner meinte: "Dass wir einen so starken Gegner wie die Bremer unter Druck gesetzt haben, gibt uns Mut."

Schaaf bemängelt: "Zu viele Fehler"



Mutig - das war Bremen vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften Trolli Arena zu wenig, zumindest in der letzten halben Stunde. Noch immer nicht hat Werder in dieser Saison zwei Spiele hintereinander gewonnen - den Anschluss ans internationale Geschäft stellt man so kaum her.

"Leider machen wir immer noch Fehler", sagte Coach Thomas Schaaf. Wie beim Gegentor, als Sokratis erst das Abseits aufhob, dann durch den Strafraum irrte - und Edu so das 1:0 ermöglichte. Bei diesem geschichtsträchtigen Moment dabeigewesen zu sein, tröstete keinen Bremer.
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