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Bundesliga

01.01.1970 - 01:00 Uhr


Ungeschickt, ungefährlich und ungenau

Robbie Kruse hofft auf mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Bislang traf der Australier zwei Mal

Michael Wiesinger (l.) und Armin Reutershahn sollen die Nürnberger zum Klassenerhalt führen

Neu in Wolfsburg: Trainer Dieter Hecking (l.) begrüßt Neuzugang Ivan Perisic, der die Torgefährlichkeit im Mittelfeld erhöhen soll

München - Zu wenige Großchancen, zu großes Nervenflattern vor dem Tor oder zu harmlos im Mittelfeld und nach Ecken. Die Bundesliga-Clubs haben zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde noch großes Verbesserungspotenzial.
Im zweiten Teil der Serie beschäftigt sich bundesliga.de mit den Problemstellen von Düsseldorf, Nürnberg und Wolfsburg.
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Fortuna Düsseldorf - Platz 13, 21 Punkte

Trotz solider Hinrunde des Aufsteigers und komfortablem Punkte-Polster auf die Abstiegsränge gibt es für Coach Norbert Meier noch Optimierungsansätze. Vor allem die Offensiv-Abteilung muss er auf Vordermann bringen. Mit lediglich 142 Torschüssen ist keine andere Offensivabteilung der Liga so selten zum Abschluss gekommen wie Robbie Kruse (Bild) und Co. Durch die defensive Grundordnung erspielte sich die Fortuna ligaweit die wenigsten Großchancen (zwölf) und Ecken (54). Der Spielaufbau wird zumeist dem Gegner überlassen, demzufolge hatte die Mannschaft über die gesamte Hinrunde gerechnet nur 44 Prozent Ballbesitz - kein anderes Bundesliga-Team hatte weniger. In der Defensive macht der relativ schwache Zweikampfwert von 53 Prozent Sorgen - ebenfalls Liga-Minuswert.

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1. FC Nürnberg - Platz 14, 20 Punkte

Das neue Trainerduo des "Clubs", Michael Wiesinger und Armin Reutershahn, muss in der Rückrundenvorbereitung nicht nur die Mannschaft kennenlernen, sondern auch gleich noch einige Baustellen schließen. Im Aufbauspiel besteht großer Verbesserungsbedarf. Mit einer Fehlpassquote von 23 Prozent (Liga-Höchstwert) ist es kein Wunder, dass der Ball nur selten gepflegt bis ins Sturmzentrum gespielt wird. Demzufolge haben die Offensiven der Franken rund um Hiroshi Kiyotake (Bild) nur 34 Mal auf des Gegners Tor geschossen haben. Besonders in der Anfangs-Viertelstunde tun sich die FCN-Akteure schwer, haben erst ein Mal getroffen. Kommen die "Clubberer" dann doch mal zu Großchancen, versagen die Nerven. Nur aus 29 Prozent der Topmöglichkeiten resultierte auch ein Treffer.

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VfL Wolfsburg - Platz 15, 19 Punkte

Als Europacup-Aspirant gestartet, hat Wolfsburg natürlich noch viel Luft nach oben. Vor allem im Mittelfeld hapert es: Mit nur sechs Toren traf keine andere Mittelfeldreihe der Bundesliga seltener. Deshalb reagierten die Verantwortlichen in der Winterpause und lotsten den torgefährlichen Ivan Perisic (Bild) vom BVB zum VfL. Vielleicht kann der Kroate auch dabei helfen, die Schwäche nach Eckbällen (noch kein Tor) zu beheben. Bei Großchancen sollten sich die Niedersachsen auch steigern, gleich 19 blieben in der Hinrunde ungenutzt. Im eigenen Strafraum stellten sich die Wolfsburger auch nicht immer souverän an, verursachten bereits vier Strafstöße (ligaweiter Höchstwert). VfL-Trainer Dieter Hecking hat also noch viel Arbeit vor sich und hofft auf ein glücklicheres Händchen als seine Vorgänger. In der Hinrunde gab es kein Jokertor.


Christoph Gailer

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