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01.01.1970 - 01:00 Uhr


Unermüdlich - aber kaum Torgefahr

Zlatko Junuzovic (v., im Zweikampf mit Nürnbergs Timothy Chandler) läuft durchschnittlich 12,3 Kilometer pro Partie - absoluter Bestwert in der Bundesliga

Jan Moravek (l., im Zweikampf mit Nürnbergs Markus Feulner) ist Augsburgs Dauerläufer. Der defensive Mittelfeldspieler läuft im Schnitt 12,2 Kilometer pro Spiel

Über die gesamte Saison hinweg hat der Belgier Kevin De Bruyne von Werder Bremen die meisten Kilometer insgesamt abgerissen: Er legte bereits 308,2 Kilometer zurück

München - Es gibt die laufintensiven Spieler, die Fleißigen, die immer und überall zu finden sind auf dem Platz. Dann gibt es noch Spieler, die immer richtig stehen. Oftmals Tor um Tor erzielen und augenscheinlich glänzen. Ohne die Arbeit der Kollegen jedoch würde kein Stürmer der Welt Tore erzielen. Und so seien einmal die fleißigen Spieler mit Lob bedacht.
Zlatko Junuzovic von Werder Bremen ist mit durchschnittlich 12,3 Kilometern in einem Spiel die Arbeitsbiene schlechthin. Niemand schaffte es, durchschnittlich eine größere Distanz zurückzulegen. Dabei ist der Bremer, der auf der defensiven Mittelfeldposition beheimatet ist, jedoch nicht die Effizienz in Person. Gerade einmal ein Tor sowie eine Vorlage stehen auf seinem Konto. Da ist sicherlich noch Luft nach oben.

"Sechser-Position" sehr laufintensiv



Mit Jan Moravek vom FC Augsburg, Moritz Leitner von Borussia Dortmund und Robert Tesche von Fortuna Düsseldorf folgen auf dieser Rangliste ausnahmslos defensive Mittelfeldspieler auf den weiteren Plätzen. Mit einem Durchschnitt von 12,2 Kilometern pro Spiel folgen sie Bremens Junuzovic knapp.

Den Rekord für die weitesten Wege in einem Spiel hält der Gladbacher Tolga Cigerci mit 13,9 Kilometern. Auf den Plätzen folgen Stefan Reinartz mit 13,6 Kilometern (Bayer Leverkusen) und Martin Harnik mit 13,5 Kilometern (VfB Stuttgart).

Insgesamt in dieser Saison legten der Bremer Kevin de Bruyne und Christian Gentner vom VfB Stuttgart die größte Distanz zurück. De Bruyne lief 308,2 Kilometer. Das entspricht der Strecke vom Weserstadion in Bremen bis in die City der rheinländischen Metropole in Köln. Zusätzlich erzielte der Belgier bereits sechs Treffer und bereitete weitere acht vor. Gentner dagegen fehlt bei 307,8 Kilometern ein wenig die Effizienz, denn er traf erst drei Mal und konnte noch kein Tor auflegen.

Kaum Torgefahr von der "Sechs"



Auffällig dabei ist, dass niemand der laufstarken "Sechser" mehr als zwei Scorerpunkte in der aktuellen Saison sammeln konnte. Ein Grund ist sicherlich, dass viele Mannschaften mittlerweile im 4-2-3-1-System spielen. Darin hat die offensive Dreierreihe zumeist viele Freiheiten und die defensive Mittelfeldzentrale beschränkt ihre Hauptarbeit auf die Balleroberung und schnelles Umschalten in die Spitze.

Bei dieser offensiven Ausrichtung muss stets ein "Sechser" absichern und beim Gegenangriff den Aufbau des Gegners zerstören. So sieht man die laufstarken Spieler zwar überall auf dem Feld, jedoch zumeist beim Abfangen der Bälle und Einleiten der Angriffe sowie dem Verlagern von Spielsituationen. Im entscheidenden letzten Drittel, sprich dem Raum vor dem "Sechszehner" und darin, fehlen diese Spieler zumeist.
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