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17.06.2013 - 20:56 Uhr


Transferkarussell in Stuttgart

In der nächsten Saison im selben Team: Moritz Leitner (r.) kommt auf Leihbasis für zwei Jahre von Borussia Dortmund und wird in der Spielzeit 2013/2014 zusammen mit Ibrahima Traore für den VfB auflaufen

Nach zwei Jahren beim FC St. Pauli kehrt Patrick Funk zu den Schwaben zurück

Zwei Neue aus Hannover: Mohammed Abdellaoue (l.) und Konstantin Rausch (r.) tragen in der kommenden Saison das Trikot mit dem roten Brustring

Aus Down Under stößt das neuseeländische Talent Marco Rojas zum VfB. In der australischen A-League wurde der Offensivspieler zuletzt als bester Spieler geehrt

Thorsten Kirschbaum soll Stammtorwart Sven Ulreich unter Druck setzen und ihn so zu Höchstleistungen anstacheln

München - Während sich die meisten Bundesligaspieler nach Saisonende derzeit in südlicheren Regionen aufhalten, treibt Fredi Bobic im Schwabenland die Kaderplanungen des VfB Stuttgart für die Spielzeit 2013/2014 eifrig voran. Acht Spieler haben die Stuttgarter in der laufenden Transferperiode bereits verpflichtet - acht Spieler, die der Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia eine Frischzellenkur verpassen und im nächsten Jahr in einer höheren Tabellenregion etablieren sollen.
In allen Mannschaftsteilen - vom Torwart bis zum Stürmer - haben sich die Schwaben bisher verstärkt. bundesliga.de zeigt, welche Spieler 2013/2014 für den VfB auflaufen und erklärt, wie sie ihm weiterhelfen können.
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Thorsten Kirschbaum

Nach dem Karriereende von Marc Ziegler und dem Abgang des Nachwuchskeepers Andre Weis zum FC Ingolstadt hatte der VfB Stuttgart auf der Position des Torwarts Handlungsbedarf. Mit Thorsten Kirschbaum haben sich die Schwaben einen der besten Keeper der 2. Bundesliga geangelt. Der ehemalige Schlussmann von Energie Cottbus spielte 2012/2013 eine fast fehlerfreie Saison mit lediglich 32 Gegentoren und erreichte sogar bessere Leistungswerte als Sven Ulreich (74 Prozent abgewehrte Torschüsse). An Stuttgarts Nummer 1 wird der 26-Jährige zwar vermutlich nicht vorbeikommen, doch falls Not am Mann ist, hat der VfB künftig einen sicheren Rückhalt auf der Bank sitzen.

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Daniel Schwaab

Daniel Schwaab ist ein junger, aber schon sehr erfahrener Spieler, der in der Defensive sehr variabel einsetzbar ist. Bei Bayer 04 Leverkusen spielte er in der letzten Saison jedoch meist in der Innenverteidigung. Und genau dort kann er dem VfB helfen: Mit über 70 Prozent gewonnener Kopfballduelle ist er in der Luft klar besser als die zentralen Abwehrspieler der Stuttgarter. Gerade im Vergleich mit Antonio Rüdiger und Georg Niedermeier hat der 24 Jahre alte Schwaab auch klare Vorteile im Aufbauspiel, was seine starke Fehlpassquote von lediglich 10,8 Prozent belegt.

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Patrick Funk

Nach zwei Jahren beim FC St. Pauli kehrt mit Patrick Funk ein echtes schwäbisches Eigengewächs an den Neckar zurück. Der gebürtige Aalener ist beim VfB in der Spielzeit 2013/2014 eine Alternative für das defensive Mittelfeld oder auch die rechte Abwehrseite. Der 23 Jahre alte Funk ist ein laufstarker Terriertyp, der sich jedoch angesichts etablierter Spieler wie Christian Gentner oder Arthur Boka wohl erst einmal hinten anstellen muss. Zudem verlief seine letzte Saison in der Hansestadt nicht gerade optimal: In seinen 32 Einsätzen für die "Kiezkicker" war Funk an keinem einzigen Tor beteiligt.

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Konstantin Rausch

Mit 23 Gegentreffern war die linke Defensivseite in der Saison 2012/2013 die Achillesferse des VfB Stuttgart. Diesem Problem soll Konstantin Rausch entgegenwirken. Da Rausch ein sehr variabel einsetzbarer Spieler ist, könnte er aus dem Mittelfeld den Linksverteidiger defensiv unterstützen oder aber die Linksverteidigerposition direkt übernehmen. Offensiv ist "Kocka" Rausch zwar nicht ganz so stark wie Ibrahima Traore, doch aufgrund seiner kämpferischen Spielweise ist er für den VfB mit Sicherheit eine große Bereicherung - zumal er mit seinen erst 23 Jahren noch einiges an Entwicklungspotenzial verspricht.

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Moritz Leitner

Moritz Leitner ist vielleicht das beste Beispiel für einen polyvalenten Mittelfeldspieler: Der laufstarke, talentierte und technisch versierte 20-Jährige kann im Mittelfeld als offensiver Part der "Doppelsechs", zentral offensiv und auch auf dem Flügel eingesetzt werden. Da sich gegen Ende der vergangenen Saison jedoch Christian Gentner und Arthur Boka im defensiven Mittelfeld festgespielt haben, wird der vom BVB ausgeliehene Leitner in Stuttgart wohl eher eine offensivere Position bekleiden. Mit dem Winterneuzugang Alexandru Maxim könnte Leitner in der kommenden Saison beispielsweise ein gefährliches Offensivduo bilden.

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Marco Rojas

Eine äußerst spannende Personalie ist die von Marco Rojas. Der von Melbourne Victory verpflichtete neuseeländische Nationalspieler wird in Down Under aufgrund seiner technischen Fähigkeiten bereits als "Kiwi-Messi" bezeichnet und wurde in der vergangenen Saison als bester Spieler der australischen A-League ausgezeichnet. Aufgrund seiner Beidfüßigkeit kann das 21 Jahre alte Talent sowohl auf der rechten als auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden. In der abgelaufenen Spielzeit erzielte Rojas in 25 Spielen starke 15 Tore, wird sich aber wohl erstmal an die Bundesliga gewöhnen müssen.

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Sercan Sararer

Mit nur einem Tor und einem Assist in 23 Einsätzen spielte Sercan Sararer 2012/2013 eine eher enttäuschende Saison für den Bundesligaabsteiger SpVgg Greuther Fürth. Dass der Türke jedoch ein großartiger Fußballer ist, stellte er im Aufstiegsjahr des "Kleeblatts" unter Beweis: Neun Tore und 13 Torvorlagen in der Saison 2011/2012 sprechen eine deutliche Sprache. Besonders hervorzuheben ist die Dribblestärke des 23-Jährigen. 73 Mal umspielte er in der letzten Saison einen Gegner - hier kann beim VfB einzig Ibrahima Traore mithalten (76 erfolgreiche Dribblings, kein anderer mehr als 56).

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Mohammed Abdellaoue

Stuttgart war in der abgelaufenen Saison in der Offensive enorm abhängig von Vedad Ibisevic und hat nun mit einem weiteren treffsicheren Angreifer aufgerüstet. Mohammed Abdellaoue ist ein klassischer Strafraumstürmer, der immer für ein Tor gut ist und für Hannover in den vergangenen drei Spielzeiten gute 29 Tore erzielte. Verdrängen können wird der Linksfuß Ibisevic aller Voraussicht nach nicht, doch mit dem Norweger hat der VfB die Möglichkeit, mit zwei Stürmern zu agieren und so mehr Torgefahr als in der Vergangenheit auszustrahlen.

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