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Bundesliga

17.01.2013 - 17:20 Uhr


Top-Duelle zum Auftakt

Stefan Aigner (r.) traf im Hinspiel gegen Bayer Leverkusen zum Ausgleich, am Ende gewann Frankfurt mit 2:1

Thomas Müller (vorne) war der Türöffner bei Bayerns 3:0-Erfolg in Fürth am 1. Spieltag

Max Kruse (r.) traf gleich in seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Verein Freiburg, Mainz glich später jedoch aus

Nächstes Zauberstück? Juan Arangos Freistoß zum 2:1 besiegelte Hoffenheims Niederlage im Mönchengladbach zum Saisonauftakt

Bas Dost bescherte dem VfL Wolfsburg am ersten Spieltag einen Last-Minute-Sieg gegen den VfB Stuttgart

München - Zweiter gegen Vierter und Siebter gegen Sechster - mit den Partien Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05 gegen SC Freiburg hat der Rückrundenauftakt am Samstag gleich zwei Schmankerl zu bieten. Tabellenführer Bayern München will im Duell der Gegensätze gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth an die grandiose Hinrunde anknüpfen .
Bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim VfL Wolfsburg feiern mit Marco Kurz beziehungsweise Dieter Hecking zwei Trainer ihren Bundesligaeinstand bei ihren neuen Clubs. Hoffenheim empfängt zuhause Borussia Mönchengladbach, die "Wölfe" bekommen es mit dem VfB Stuttgart zu tun (alle Spiele ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Mit dem 2:1-Sieg im Hinspiel überraschte der Aufsteiger aus Frankfurt zum Saisonstart die ambitionierte "Werkself". "Seitdem haben wir uns als Mannschaft weiterentwickelt und die richtige Balance in unserem Spiel gefunden", sagt Andre Schürrle. "Die Zeit ist reif für eine Revanche." Dem Trainergespann Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä stehen bei diesem Vorhaben bis auf die Rekonvaleszenten Karim Bellarabi und Michal Kadlec alle Mann zur Verfügung.

Bayer-Kapitän Simon Rolfes betonte, der Gegner aus Frankfurt spiele "technisch einen sehr guten Fußball, der schön anzusehen ist. Aber wir werden alles daran setzen, dass ihr Fußball am Samstag nicht so schön anzuschauen sein wird."

Ob schön oder nicht, die Statistik verspricht in jedem Fall Tore: 55 Mal trafen beide Clubs in der Bundesliga-Geschichte aufeinander - nie endete die Partie 0:0. Mit Leverkusens Stefan Kießling (zwölf Tore) und Frankfurts Alexander Meier (elf Tore) stehen immerhin zwei Toptorjäger der Bundesliga auf dem Platz.


Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Pep Guardiola ist Zukunftsmusik - bevor der künftige Trainer des FC Bayern sein Amt zur kommenden Saison antritt, schickt sich Amtsinhaber Jupp Heynckes an, einen Abgang hinzulegen, der seinem Nachfolger kein leichtes Erbe hinterlassen würde. "Die deutsche Meisterschaft erringen", möchte Heynckes. Dafür soll für den mit neun Punkten Vorsprung gegenüber Bayer Leverkusen in die Rückrunde startenden Spitzenreiter gegen den Tabellenletzten ein Sieg her. "Es ist wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen, dass wir ein Zeichen an die Konkurrenz setzen," betonte auch Clubchef Karl-Heinz Rummenigge.

Arjen Robben dürfte für die Anfangself nach seiner längeren Verletzungspause noch nicht infrage kommen, wenngleich Heynckes betonte, ihn "auf einem sehr guten Weg" zu sehen. Mit der Ausnahme des Langzeitverletzten Holger Badstuber sind aber alle potenziellen Stammspieler verfügbar.

Fürth plagen derweil erhebliche Personalprobleme. Der in der Winterpause verpflichtete Stürmer Nikola Djurdjic fällt wegen einer Angina aus, zudem müssen die Franken beim deutschen Rekordmeister auf Heinrich Schmidtgal (Patellasehnen-Probleme), Edgar Prib (Muskelfaserriss), Kapitän Mergim Mavraj (gesperrt) und Michael Hefele (Mittelfuß-Anbruch) verzichten.

Das Schlusslicht will in München in einer "sehr kompakten Grundordnung" antreten, "wir werden aber nicht nur defensiv agieren, das wird nicht funktionieren", meinte Trainer Mike Büskens, der noch nicht entschieden hat, ob Max Grün oder Wolfgang Hesl im Tor stehen wird. Büskens hofft auf einen Überraschungscoup: "Wir müssen unsere Chance suchen. Die werden wir auch bekommen - aber fragen sie mich nicht, wie hoch die ist."

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Den Mainzer Trainer Thomas Tuchel plagen vor dem Rückrunden-Auftakt gegen den SC Freiburg große Personalsorgen. Definitiv nicht auflaufen werden in dem "Spiel auf Augenhöhe" (Tuchel) der gesperrte Jan Kirchhoff sowie die angeschlagenen Radoslav Zabavnik, Eric Maxim Choupo-Moting, Niko Bungert (alle Aufbautraining) und Elkin Soto (Oberschenkelzerrung). Immerhin meldete sich Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger nach überstandenem grippalen Infekt einsatzbereit.

Ein Topspiel ist die Partie der Tabellennachbarn für Tuchel, der mit Mainz auf Rang 6 steht, nicht. "Wir bilden uns auf den Tabellenplatz nichts ein", sagte er. "Die Motivation liegt nicht in der Tabelle, sondern im Gelingen." Auf der Gegenseite stellt sich SC-Trainer Christian Streich auf einen intensiven Vergleich ein. "Mainz ist eine erfahrene Mannschaft, die gut in die Zweikämpfe kommt und auf Spielkontrolle aus ist."

Die Vorbereitung auf die Rückrunde sei bei den Freiburgern insgesamt zufriedenstellend verlaufen, sagte Streich. Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte fehlen jedoch einige Spieler: Jan Rosenthal muss in Mainz wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem letzten Hinrundenspiel aussetzen, Cedrick Makiadi, der in der Hinserie nur ein Mal verletzungsbedingt nicht in der Startelf stand, nimmt mit der DR Kongo beim Afrika-Cup teil. Noch Trainingsrückstand haben Sebastian Freis, Matthias Ginter, Ezequiel Calvente, Marco Terrazzino und Ivan Santini.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Die erste Saisonhälfte ist für den Drittletzten Hoffenheim nicht nach Wunsch verlaufen, der Rückrundenauftakt gegen Mönchengladbach soll den Startschuss für eine Aufholjagd bedeuten. "Wir freuen uns, dass es endlich losgeht", sagte Cheftrainer Marco Kurz, der nach seiner Verpflichtung in der Winterpause erstmals in einem Pflichtspiel auf der 1899-Bank sitzen wird.

Vor seinem Debüt verkündete der frühere Coach des 1. FC Kaiserslautern gewichtige Personalentscheidungen: Andreas Beck und Sejad Salihovic werden sich fortan das Kapitänsamt teilen, Beck "die Binde auf dem Platz tragen." Der bisherige Mannschaftsführer Tim Wiese hat seinen Platz zwischen den Pfosten zurückerlangt, nachdem zuletzt Koen Casteels im Hoffenheimer Tor gestanden hatte. Verzichten muss Kurz gegen Mönchengladbach auf die verletzten Sven Schipplock, Stephan Schröck, Sebastian Rudy und Stefan Thesker.

"Fohlen"-Trainer Lucien Favre gibt sich optimistisch: "Unsere Vorbereitung war sehr gut." Hoffenheim habe "aber ein sehr interessantes Potenzial, gerade offensiv sind sie sehr gefährlich." Das letzte Hinrundenspiel der Kraichgauer gegen Borussia Dortmund (1:3) studierte Favre, der angedeutet hat, seine Elf in einem 4-4-2-System auflaufen zu lassen, noch einmal intensiv: "Der BVB hatte es sehr schwer, den Sieg zu holen. Es wird auch für uns nicht leicht, dennoch wollen wir natürlich erfolgreich in die Rückrunde starten."

Für diese Unternehmung stehen Gladbachs Coach mit Ausnahme von Alexander Ring voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung, wenngleich hinter dem Einsatz von Patrick Herrmann (Knieprobleme) noch ein kleines Fragezeichen steht.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Dieter Hecking fiebert seiner Bundesliga-Premiere auf der Bank des VfL Wolfsburg entgegen. "Wir hatten eine gute Vorbereitung, aber die Pflichtspiele sind immer etwas anderes. Das Adrenalin wird hoch sein", sagte Hecking vor der Partie gegen Stuttgart.

Der 48-Jährige kann auf die zuletzt angeschlagenen Offensivspieler Diego, Bas Dost und Neuzugang Ivan Perisic zurückgreifen. Das unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner gespielte 4-3-2-1-System wird Hecking zunächst beibehalten, "aber auch ein System mit zwei Stürmern ist in Zukunft ein Thema."

"Die Geschlossenheit, die Begeisterung, die Bereitschaft" der VfB-Profis machten Bruno Labbadia zuletzt zuversichtlich. Als Ziel für die Rückrunde hat der Stuttgarter Coach ausgegeben, "sich zwischen Platz 5 und 10 festzubeißen."

Für Tore soll in ungewohnter Position Shinji Okazaki sorgen, der den gesperrten Vedad Ibisevic im Sturm ersetzen wird. Im Trainingslager hat der Japaner alle drei Stuttgarter Treffer erzielt. Neben dem ebenfalls gesperrten Gotoku Sakai fehlen Arthur Boka (Afrika-Cup), Cacau (Aufbautraining), Tunay Torun (Muskelfaserriss), Tim Hoogland (Rückstand) und Johan Audel (Magen- und Darminfekt).

Die Nachwuchsspieler Milos Degenek, Rani Khedira und Benedikt Röcker werden den Kader komplettieren. Auch die nach Verletzungen noch nicht vollkommen regenerierten Daniel Didavi und William Kvist zählen zum Aufgebot.

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