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Bundesliga

13.02.2013 - 10:22 Uhr


Tendenz nach oben, Blick nach unten

Pavel Krmas erzielt gegen Fortuna Düsseldorf sein zweites Saisontor

In der Schlussphase köpft der 32 Jahre alte Tscheche den Siegtreffer gegen die Fortuna

Zuvor hatten Außenverteidiger Oliver Sorg (l.) und Co. allerdings einige Torchancen der Rheinländer zugelassen

Freiburg - Der SC Freiburg mischt weiterhin oben mit, liegt nach dem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf auf Rang 5 - von einer Qualifikation für den Europa-Pokal möchte im Breisgau vorerst aber niemand sprechen, vielmehr geben die Freiburger weiterhin den Klassenerhalt als Ziel aus. "Ein Unentschieden wäre denkbar gewesen", warnte SC-Coach Christian Streich entsprechend, "aber die Mannschaft hat sich das Ergebnis aufgrund ihres Einsatzes selbst erarbeitet."
Tatsächlich hatte bis zur 87. Minute vieles auf ein torloses Remis zwischen den Rheinländern und Freiburg hingedeutet. Erst kurz vor dem Abpfiff schaffte der SC-Innenverteidiger Pavel Krmas das Siegtor gegen keineswegs enttäuschende Düsseldorfer. Krmas war also zum Matchwinner geworden - einer, der bereits seit 2007 beim SC kickt, ohne dabei überregional größere Bekanntheitsgrade erreicht zu haben.

Streich lobt Krmas



Intern wird Krmas' Stellenwert anders gesehen; wie seine Vorgänger Marcus Sorg und Robin Dutt hält auch Streich viel von dem zuverlässigen Tschechen, der als intelligenter, fürsorglicher Spieler auch mannschaftsintern wichtig ist. "Der richtige Mann hat das Siegtor geschossen, denn wenn du einen hast wie Pavel, der auch für die jungen Spieler enorm wichtig ist, kannst du nur froh sein", sagte Streich, der sonst selten einzelne Spieler heraushebt.

Der SC-Coach fand den Sieg im Übrigen "verdient" und hatte für diese Einschätzung gute Argumente: Ein klares Chancenplus zum Beispiel. Oder einen Ballbesitz von 64 Prozent. Warum man in Freiburg dennoch weiter allein am Ziel Klassenerhalt festhält, erläuterte der Torschütze: "Im Fußball kann so viel passieren", warnte Krmas, "da sind wir gut beraten, erst einmal 40 Punkte zu sammeln."

Zweitwenigste Gegentore



Und dennoch: Der Ist-Zustand im Februar 2013 kann sich sehen lassen. Nach 21 Spielen hat der SC nun 31 Zähler und belegt einen Europa-League-Platz. Sollte es am Ende Platz zehn werden - es wäre wohl niemand enttäuscht. Aber muss es unbedingt abwärts gehen?

Die Freiburger Elf ist stabil und eingespielt, sie hat nur 20 Gegentore kassiert (hinter Bayern München der mit Abstand beste Wert) und hat in 19 der bislang 21 Spiele zahlreiche Torchancen herausgearbeitet. Anders gesagt: Es stimmt hinten und vorne. Und selbst bei manchen Niederlagen - wie vor Wochenfrist in Hoffenheim - war der SC die bessere Mannschaft.

Flum: "Hätten Chancen besser nutzen müssen"



Vielleicht sind sie aber in Freiburg ja auch gut beraten, weitergehende Ziele als den Klassenerhalt zu leugnen. Schließlich gab es auch gegen Düsseldorf einiges zu sehen, was Streich im kleinen Kreis ansprechen dürfte. Innenverteidiger Fallou Diagne, der ansonsten eine starke Partie bot, leistete sich beispielsweise gleich zwei riskante Abspiele in der Nähe des eigenen Tores und zeigte dabei den gleichen Leichtsinn wie vor einer Woche Linksverteidiger Oliver Sorg, der in Hoffenheim prompt zum Siegtreffer des Gegners geführt hatte.

Auch in der Offensive fehlte es zuweilen an der nötigen Konzentration. In der 31. Minute war Johannes Flum nach einem Pass von Rosenthal im Zentrum vollkommen frei, spielte zehn Meter vor dem Tor aber noch den schlechter postierten Cedrick Makiadi an. "Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen", ärgerte sich Flum nach der Partie, "das gilt ganz besonders für mich."

Christoph Ruf
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