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03.12.2012 - 15:04 Uhr


Schwächephase ohne Sorgenfalten

Der entscheidende Moment im Spiel: Die Gelb-Rote Karte für Karim Matmour

Anschließend liefen Takashi Inui (l.) und Co. der Fortuna meist nur hinterher

Für die Mannschaft von Trainer Armin Veh war es die zweite Niederlage in Folge

Düsseldorf - Das war keine gute Woche für die Eintracht. Nach den beiden Niederlagen in Düsseldorf (0:4) und zuvor im Derby gegen Mainz (1:3) muss Trainer Armin Veh seine über weite Strecken der Hinrunde überragend auftrumpfende Mannschaft wieder aufbauen und für die restlichen beiden Spiele im Jahr 2012 zurück in die Spur bringen.
Immerhin: Viel mehr als in Düsseldorf schief laufen konnte, kann eigentlich nicht noch einmal passieren. An diesem Abend kam alles zusammen. Die gelbgesperrten Pirmin Schwegler und Carlos Zambrano waren nicht zu ersetzen, Karim Matmour flog vom Platz, die Abwehr war instabil, fast die gesamte Mannschaft erwischte einen rabenschwarzen Tag.

"Solche Phasen gibt es immer"



Allerdings kam die Pleite bei der Fortuna auch nicht aus heiterem Himmel. Schon in den letzten Wochen sprach der Trend der Ergebnisse gegen die Hessen. Die Leistung stimmte fast immer, auch beispielsweise bei den Topspielen in München (0:2) und auf Schalke (1:1), nur spiegelte sie sich nicht immer in den Ergebnissen wider.

Von den letzten neun Spielen hat Frankfurt fünf verloren und nach dem Traumstart von 16 Punkten aus den ersten sechs Spielen "nur" noch acht weitere Zähler geholt. Mit 24 Punkten auf dem Konto steht die Eintracht aber immer noch auf Platz 5 und befindet sich damit nach wie vor auf Europa-League-Kurs.

"Solche Phasen gibt es immer", ordnet Eintracht-Coach Armin Veh die Gegenwart realistisch ein. "Die haben fast alle Mannschaften, wenn sie nicht gerade den höchsten Etat haben. Wenn dann das eine oder andere Problem anfällt, musst du das bewältigen und auch mal Glück haben. Dann laufen ein paar Dinge gegen dich. Das hat man immer in einer Saison. Wir haben es momentan."

Frankfurt zehrt von gutem Saisonstart



Damit fühlt sich der Trainer auch darin bestätigt, trotz aller Höhenflüge immer nur das Saisonziel Klassenerhalt ausgegeben zu haben, sich einfach über die unerwartet gute Punktausbeute und die immer noch 12 Punkte Vorsprung auf Platz 16 zu freuen. Von dieser hervorragenden Ausgangssituation zehrt die Eintracht nach einer Englischen Woche, in der für sie nur einen Punkt heraussprang: beim 1:1 beim ebenfalls kriselnden FC Schalke 04.

Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten. "Wir befinden uns in einer schweren Situation. Die Mannschaft hat sich in Düsseldorf gewehrt, aber es gab immer wieder Schwachstellen. Aber in der nächsten Woche werden wir sicherlich wieder mit Schwegler und Zambrano mehr Kompaktheit haben", hofft der Eintracht-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. "Dann bin ich optimistisch, dass wir diese schwächere Phase ausradieren können."

Die nächste Chance bietet sich dem Aufsteiger am kommenden Samstag im Abendspiel gegen Werder Bremen. Gegen die unberechenbaren Hanseaten "geht es wieder neu los", sagt Torjäger Alexander Meier, der die Niederlage als Ausrutscher wertet, "da wir vorher gegen Schalke und teilweise auch gegen Mainz gut gespielt haben". Zum Hinrundenabschluss steht dann noch die Reise nach Wolfsburg auf dem Programm. Sorgen machen muss sich in Frankfurt niemand.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski
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