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05.05.2013 - 22:40 Uhr


Schuster: "Ausgangssituation ist nicht schlecht"

Kapitän Julian Schuster rechnet seinem SC Freiburg gute Chancen auf Europa aus

Die Breisgauer liegen mit 48 Zählern auf Rang 6 - der Tabellensiebte Hamburg hat drei Punkte weniger auf dem Konto

Schuster (r., gegen Dong-Won Ji) ist in Freiburg mittlerweile eine Instanz im defensiven Mittelfeld - der 28-Jährige spielt seit 2008 für den Sport-Club

Freiburg - Nach dem letztlich verdienten Sieg über den FC Augsburg bewertet Julian Schuster die Chancen des SC Freiburg auf einen internationalen Wettbewerb als gut.
Allerdings gelte es nun, an die zweite Halbzeit des Augsburg-Spiels anzuknüpfen. Die ersten 30 Minuten waren hingegen nicht nach dem Geschmack des SC-Kapitäns.

bundesliga.de: Herr Schuster, spüren Sie schon die Fahrkarte nach Europa in Ihrer Hosentasche?

Julian Schuster: Eine Fahrkarte? Nein. Nur den Muskelkater, das war heute wirklich ein intensives und anstrengendes Spiel. Zumal bei den Temperaturen.

bundesliga.de: Hätten Sie denn erwartet, dass Augsburg so stark spielen würde? Die erste halbe Stunde war der FCA feldüberlegen.

Schuster: Absolut, das haben wir erwartet. Wir wusste ja, was Augsburg die ganze Rückrunde über schon ausgezeichnet hat.

bundesliga.de: Was denn?

Schuster: Die investieren sehr viel, hängen alles rein. Mit etwas Glück und einem überragenden Torwart Oliver Baumann haben wir es dann aber hinbekommen, das Spiel zu drehen und am Schluss verdient zu gewinnen. Allerdings müssen wir uns natürlich ankreiden lassen, dass wir doch die ein oder andere Chance zu viel zugelassen haben. Vor allem im ersten Durchgang.

bundesliga.de: Nach dem 1:0-Führungstreffer war der SC dann besser im Spiel, spätestens nach dem Seitenwechsel war das Spiel gekippt.

Schuster: Genau. Mit zunehmender Spieldauer haben wir das Spiel immer besser in den Griff bekommen. Wobei es in der zweiten Halbzeit eine Phase gab, in der wir die Ordnung kurz verloren haben, aber dann gab uns das 2:0 dann wieder die nötige Sicherheit. Danach hatte Augsburg dann keine echte Torchance mehr.

bundesliga.de: Eine Klippe haben Sie jedenfalls umschifft: Einen vermeintlich unterlegenen Gegner hat schon mancher Favorit unterschätzt.

Schuster: Da können Sie sicher sein, dass keiner von uns Augsburg in irgendeiner Form unterschätzt hat.

bundesliga.de: Sie sprechen von einem schnellen, intensiven Spiel. Genau das haben die Zuschauer am vergangenen Samstag beim FC Bayern nicht gesehen. Hat der SC in München zu spät gemerkt, dass mehr drin war?

Schuster: Das war ein ganz anderes Spiel. Heute war klar, dass Augsburg die Zweikämpfe sucht, wir machen das auch. Deshalb war klar, dass das auch ein Abnutzungskampf werden würde.

bundesliga.de: Und das Bayern-Spiel?

Schuster: Im Vergleich zu den ganzen anderen Ergebnissen, die die Bayern zu Hause erzielt haben, war das eigentlich ein gewonnener Punkt. So wie Bayern gerade spielt, kann doch jeder da auflaufen, da ist eine knappe Niederlage schon etwas wert, wenn die Konkurrenz deutlicher verloren hat.

bundesliga.de: Heute haben einige Spieler eine gute Leistung gezeigt, deren Abschied am Saisonende bereits feststeht...

Schuster: Das ist auch selbstverständlich. Jeder von uns hat dem Verein unheimlich viel zu verdanken, da will keiner das Team im Stich lassen. Wir wissen ja alle, dass wir in dieser Saison noch etwas Gutes erreichen können.

bundesliga.de: Und jetzt winkt Europa..

Schuster: Ich denke, die Ausgangssituation ist nicht so schlecht zwei Spieltage vor Schluss. Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, wieder als Mannschaft so zu spielen, wie uns das lange Zeit stark gemacht hat. Das hat heute auch geklappt, wenn wir das die nächsten beiden Spiele auch schaffen, sieht es gut aus.

Aus Freiburg berichtet Christoph Ruf
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