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28.02.2013 - 21:20 Uhr


Schalkes positiver Trend

Schalkes Verteidiger Joel Matip erzielt gegen Fortuna Düsseldorf seinen ersten Bundesliga-Doppelpack

In der Champions League sorgt Jermaine Jones für eine gute Ausgangsposition vor dem Rückspiel gegen Galatasaray...

...während Michel Bastos' (M.) zwei Tore einen Punkt in Mainz sichern

Gelsenkirchen - Die Kernfrage kann derzeit keiner beantworten auf Schalke: "Ob es die Wende war, weiß ich nicht", sagte Jens Keller im Anschluss an den 2:1-Erfolg über Fortuna Düsseldorf am vergangenen Wochenende. Nach der dritten Partie ohne Niederlage lässt sich aber festhalten: der Trend des Tabellenneunten zeigt nach oben.
Erstmals seit Oktober 2012 ist den Gelsenkirchenern eine solche Serie gelungen. "Wir sind auf dem Weg der Besserung", meint Sportdirektor Horst Heldt. Das 2:2 in Mainz am vorletzten Spieltag war der Anfang, die starke Leistung beim 1:1 bei Galatasaray Istanbul in der Champions League die Steigerung, die drei Punkte gegen Düsseldorf der zweite Sieg in den letzten elf Bundesliga-Partien. "Wichtige Schritte", nennt Keller die jüngsten Erfolge, wenngleich Heldt sagt: "Wir können noch eine Schippe drauflegen."

Mehr eigene, weniger gegnerische Torchancen



Nicht allein die nackten Ergebnisse belegen den Schalker Aufwind. Das offensive Spiel beispielsweise lief zuletzt viel flüssiger, am Samstag wurde Düsseldorf im ersten Durchgang zeitweise in die eigene Hälfte geschnürt. Auch haben sich die Schalker in den letzten drei Spielen deutlich mehr Großchancen erarbeitet, zwei pro Spiel - gegenüber insgesamt nur einer einzigen "Hundertprozentigen" zuvor gegen Augsburg, Greuther Fürth und Bayern München. Ganz vorne hapert es aber noch etwas, kritisiert Mittelfeldspieler Jermaine Jones: "Wir nutzen vorne unsere Chancen zu wenig."

Dabei war eher die Defensive im bisherigen Verlauf der größte Schwachunkt - nur vier Clubs haben mehr Gegentore kassiert. Während der ersten Amtszeit (1996-2002) von Kellers Vorgänger Huubs Stevens, den der 42-Jährige nach dem 17. Spieltag ablöste, galt noch die Maxime "die Null muss stehen". Keller hat zuletzt umgestellt, setzt auf offensives Pressing - Aktion statt Reaktion. "Wir wollten frühe Balleroberungen haben, nach vorne verteidigen", sagt der frühere Trainer des VfB Stuttgart. Die Mannschaft scheint den Ansatz mittlerweise verinnerlicht zu haben. "Ich denke, dass wir unsere Defensivarbeit gut machen", sagt Jones. Tatsächlich: Nur sechs Düsseldorfer Torschüsse ließ die Elf zu, weniger waren es in dieser Spielzeit nur gegen Wolfsburg am 7. Spieltag.

Heldt: "Schnell kleine Schritte"



Ganz rund läuft das Schalker Spiel aber weiterhin nicht, insbesondere scheint es noch an Konstanz und Stabilität zu fehlen - Düsseldorf gestaltete die zweite Halbzeit nach unterlegenen ersten 45 Minuten ausgeglichen und in zwei der letzten drei Partien gerieten die "Königsblauen" in Rückstand. Der Sportdirektor erwartet ohnehin keine Wunder. "Wir haben gesagt, dass wir schnell kleine Schritte nach vorne machen müssen", sagt Horst Heldt

Dass es moralisch im Team zu stimmen scheint, sollte für den restlichen Saisonverlauf aber Hoffnung geben. Zwei Mal glichen die "Königsblauen" zuletzt Rückstände aus, gegen Mainz sogar zwei Mal durch Treffer von Neuzugang Michel Bastos, jeweils retteten sie noch einen Punkt. "Der Erfolg hat uns natürlich Selbstvertrauen gegeben", sagte Keller nach dem Düsseldorf-Sieg.

Nicht nur die Tendenz scheint positiv, Hoffnung könnte derweil der Blick auf die Tabelle geben: Trotz der Bilanz von nur zwei Siegen unter Keller hat sich der Rückstand auf die internationalen Plätze (ein Punkt) und den Qualifikationsrang zur Champions League (fünf) nicht vergrößert - und auch der Einzug ins Viertelfinale der "Königsklasse" ist absolut drin.
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