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09.02.2013 - 10:22 Uhr


Schalkes Plan: Beim FC Bayern aus dem Tief

Jens Keller weist den Weg: Der Coach will die Talfahrt mit einem Sieg beim FCB beenden

M&M: Mario Mandzukic und Thomas Müller überragen derzeit beim FC Bayern

Jupp Heynckes warnt vor Leichtsinn: Er habe Schalke auch gegen Fürth "nicht so schlecht gesehen"

München - Bayern München auf Rekord-Jagd, Schalke 04 auf Talfahrt: Wohl noch nie in den vergangenen Jahren war die Distanz zwischen den beiden Topclubs so groß wie im Moment. Während der Rekordmeister an der Tabellenspitze einsam seine Kreise zieht, ist die Lage bei Schalke unverändert kritisch und die Stimmung am Tiefpunkt. Ausgerechnet jetzt kommt es zum Duell (Samstag, ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Nur ein Sieg aus den vergangenen neun Spielen unterstreicht die ernüchternde Bilanz, Horst Heldt ist trotzdem optimistisch: Wir sind in der Lage, alles zum Positiven zu drehen." Derzeit liegt Schalke als Sechster bereits sieben Punkte hinter Frankfurt auf dem vierten Rang, der zu Qualifikationsspielen für die Champions League berechtigen würde. Man spiele jetzt gegen den FC Bayern, meinte Heldt, "deswegen ist es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, über Saisonziele, sprich die Champions League, zu sprechen. Wir müssen sehen, dass wir kurzfristig wieder in die Erfolgsspur kommen".

Schweinsteiger wohl fit



Dort befindet sich München schon seit Saisonbeginn. Daran soll sich auch gegen Schalke nichts ändern. Doch Trainer Jupp Heynckes warnt vor Leichtsinn. Er habe Schalke auch gegen Fürth "nicht so schlecht gesehen", sagte der 67-Jährige. Zwar sei der Gegner "verunsichert", werde aber "extrem motiviert" auftreten, "um eine Überraschung zu schaffen".

Auch gegen die "Königsblauen" wird der Bayern-Trainer nach drei Zu-Null-Siegen zum Rückrundenstart an seiner Startformation nichts ändern, zumal Bastian Schweinsteiger trotz seiner Knöchelprobleme, wegen der er auch das Länderspiel in Frankreich (2:1) abgesagt hatte, wohl zur Verfügung steht. Dies bedeutet für die Stars Arjen Robben, Mario Gomez, Jerome Boateng oder Claudio Pizzarro wieder nur einen Platz auf der Ersatzbank.

"Es gibt keinen Spieler, der Zirkus macht und stänkert"



Robben sprach deshalb von einer "unbefriedigenden Situation". Er hoffe nun, dass ihm Heynckes "genauso vertraut" wie der niederländische Bondscoach Louis van Gaal, der den 28-Jährigen beim 1:1 gegen Italien 45 Minuten einsetzte.

Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat für seine Reservisten Verständnis. "Unsere hochkarätige Bank sorgt angeblich für Spengstoff. Dazu nur so viel: Spieler, die auf der Bank sitzen, MÜSSEN unzufrieden sein", schrieb er im Vorwort des Stadion-Magazins. Und er habe den Eindruck, dass die Spieler damit "diszipliniert und seriös" umgehen: "Es gibt keinen Spieler, der Zirkus macht und stänkert." Wenn der FC Bayern sonst keine Probleme habe, so Rummenigge, "ist mir um unsere Zukunft nicht bange".

Mit Draxler - ohne Huntelaar



Der FC Schalke hätte die Münchner Probleme derzeit sicher gerne. Trainer Keller kann immerhin auf Julian Draxler zurückgreifen. Der Nationalspieler verzichtete zwar nach einer Grippe auf das Abschlusstraining am Freitag in Gelsenkirchen, trat aber die Reise nach München zusammen mit der Mannschaft an. Dort wird Außenstürmer Jefferson Farfan am Samstagmittag erwartet, nachdem der Peruaner seine Rückreise von einem Länderspiel in Trinidad nach einem Zwischenstopp in Venezuelas Hauptstadt Caracas nicht fortsetzen konnte.

Keller muss allerdings gegen den souveränen Tabellenführer definitiv auf Klaas-Jan Huntelaar (geplatzte Ader im linken Auge), Christian Fuchs (Gelbsperre), Ibrahim Afellay (Muskeleinriss), Kyriakos Papadopoulos (Knie-OP), Ciprian Marica (Meniskus-OP) und Christoph Moritz (Außenbandandriss im Sprunggelenk) verzichten.


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