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10.12.2012 - 13:16 Uhr


SCF will bis Weihnachten "nichts wegschenken"

Daniel Caligiuiri (l.) erzielte gegen Fürth sein viertes Saisontor - nach drei Elfmetern traf er erstmals aus dem Spiel heraus

Oliver Sorg musste wegen der zahlreichen Ausfälle beim SC auf der Sechserposition aushelfen

Oliver Baumann (r.) blieb zwar weitestgehend beschäftigungslos, hätte trotzdem fast noch den Ausgleich kassiert

Freiburg - Der SC Freiburg hat schon 23 Punkte auf dem Konto. Und offenbar mächtig Lust, weitere zu sammeln. Und dann wäre da noch das Pokalspiel beim Karlsruher SC.
Oliver Baumann stand warm angezogen vor den Reportern und zog nach dem 1:0-Erfolg über Greuther Fürth ein stimmiges Fazit der Partie: "Es war wichtig, dass wir heute kämpferisch so aufgetreten sind und so wenige Chancen für Fürth zugelassen haben. Vielleicht hätten wir selbst den Sack früher zumachen können." Er spielte damit nicht zuletzt auf Chancen von Max Kruse (87./90.) und Karim Guede (88.) an, die kurz vor Schluss noch auf 2:0 hätten erhöhen können.

SCF trotz durchwachsener Leistung zufrieden



Der U-21-Keeper wusste selbstredend, dass das Spiel auch gegen seinen SC Freiburg hätte laufen können, denn besonders im zweiten Durchgang zeigte der Aufsteiger aus dem Fränkischen gut mit. Über ein Remis hätte man sich aus Freiburger Sicht wohl nicht beschweren dürfen.

Daniel Caligiuri, Schütze des einzigen Freiburger Tores, gab zu, dass "das heute sicher kein gutes Spiel von uns" war. Zufrieden sei er aber dennoch. "Aber auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen."

Das fand auch Oliver Sorg, der "in der zweiten Halbzeit ein reines Kampfspiel" gesehen hatte. "Fürth ist in der zweiten Hälfte früh draufgegangen, da sind wir nicht so ins Spiel gekommen."

Europapokal? Nur auf der Couch



Mit den taktischen Umstellungen, er selbst musste für den gesperrten Julian Schuster auf der Sechserposition aushelfen, sei man hingegen gut zurechtgekommen. "Klar dauert das ein paar Minuten, für mich selbst war es aber nicht so schwer, weil ich in der Jugend schon auf der Position gespielt habe", sagte Sorg.

Der Youngster war natürlich nicht der einzige SC-Spieler, der sich über die Punkte 21, 22, und 23 freute. Dass einige Beobachter schon von der Europa League sprachen, nahm er aber eher amüsiert zur Kenntnis. Trainer Streich verlegte sich hingegen eher aufs Ironische. Er denke wirklich gerne ans internationale Geschäft, "da mache ich mit meiner Freundin immer den Fernseher an, und wir schauen zusammen Fußball."

Fürths magere Punktausbeute für Streich unverständlich



Dass gegen Fürth eine eher durchschnittliche Leistung zum Sieg reichte, nahm Streich gerne hin. Ganz gentlemanlike und offenbar aus tiefstem Herzen fiel hingegen sein Lob des Gegners aus. "Wenn du siehst, wie die Fürther spielen - taktisch und spielerisch mit den Mitteln, dann muss es dir als Sportler echt leidtun, dass ihnen so viele Punkte fehlen."

Was das eigene Punktekonto angeht, zeigte sich Defensivspieler Sorg optimistisch: "Wir sind eine ehrgeizige Mannschaft und werden in den kommenden beiden Spielen nichts wegschenken." Am Samstag tritt der SC bei Schalke 04 an, danach wartet der Karlsruher SC im Achtelfinale des DFB-Pokals. Erst dann können die Spieler in den Weihnachtsurlaub entfleuchen.

Aus Freiburg berichtet Christoph Ruf
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