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Bundesliga

29.03.2013 - 12:35 Uhr


Saison der Superlative

Bastian Schweinsteiger und der FC Bayern München sind auf bestem Wege, die dominanteste Bundesliga-Saison aller Zeiten zu spielen

Nach dem 2:0-Sieg in Freiburg am 14. Spieltag stand der FCB um Thomas Müller (M., neben Anatoliy Tymoshchuk) bereits als Herbstmeister fest

Sechs Bestmarken haben die Bayern schon aufgestellt. Ganz scharf dürften Dante und Manuel Neuer (v.l.) auf den Defensiv-Rekord von nur 21 Gegentoren sein

München - Der FC Bayern hat schon jetzt 69 Punkte (die beste Bilanz aller Zeiten zu diesem Zeitpunkt) auf dem Konto und kann also im Idealfall noch auf 93 Zähler kommen. Das wäre nach den 81 Punkte von Borussia Dortmund in der letzten Saison erneut ein historischer Rekord in 50 Jahren Bundesliga.
Um die Bestmarke des BVB zu knacken müsste die Elf von Jupp Heynckes also zumindest noch 13 Punkte aus den letzten acht Partien holen. Das erscheint mehr als machbar (zum Restprogramm). Welche Bestmarken die Bayern bisher schon erreicht haben und welche auf der Zielgeraden noch greifbar sind, zeigt ein Blick in die bundesliga.de-Datenbank.

Beste Saison aller Zeiten!?

22 Spiele hat Bayern gewonnen (Rekord nach 26 Spieltagen). Bestwert in einer Saison sind 25 Saisonsiege von Bayern (1972/73) und Dortmund (2011/12). In der gesamten letzten Saison gelangen den Münchnern 23 Siege und 73 Punkte. Das war schon nicht schlecht, wird nun aber wohl "pulverisiert".

An allen Spieltagen war der FC Bayern München Tabellenführer, ein Durchmarsch gelang bisher schon viermal (1968/69, 1972/73, 1984/85, 2007/08).

Früheste Meisterschaft aller Zeiten?

Die Heynckes-Elf liegt aktuell 20 Punkte vor der "Konkurrenz". Rekord am Ende einer Saison sind im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel 16 Punkte Vorsprung auf Platz 2 (2002/03) bzw. umgerechnet 20 Punkte (1972/73).

Bayern könnte der früheste Meister aller Zeiten werden, sowohl nach Datum als auch nach Spieltagen: Schon am nächsten Spieltag (30. März) wäre Bayern Meister, wenn Dortmund nicht in Stuttgart gewinnt und der Rekordmeister drei Punkte gegen den HSV holt. Es wäre die erste Meisterentscheidung im März und die erste am 27. Spieltag. Nach Spieltagen sicherte sich Bayern zweimal den frühesten Titel: 1972/73 und 2002/03 war die Meisterschaft jeweils nach dem 30. Spieltag, also vier Runden vor Ende, vergeben.

Beste Offensive seit Gerd Müllers besten Zeiten

In den letzten 29 Bundesliga-Spielen hat Bayern immer mindestens ein Tor erzielt. Bundesliga-Rekord sind 36 Spiele in Serie mit Torerfolg (Bayern 1973 bis 1974). Erst einmal hat eine Mannschaft in allen Spielen einer Saison mindestens ein Tor erzielt: der 1. FC Köln 1963/64 (damals gab es aber nur 30 Spieltage).

69 Treffer wie aktuell hatten die Bayern nach 26 Spieltagen nur dreimal auf dem Konto, zuletzt vor fast 40 Jahren (in den Saisons 1971/72, 1972/73, 1973/74, als es am Fließband "müllerte").

Die beste Defensive der Bundesliga-Geschichte

Der FC Bayern kassierte erst elf Gegentore. Bundesliga-Rekord sind 21 Gegentreffer in einer Saison (Bayern 2007/08). In 17 der 26 Spiele wurden die Münchner gar nicht bezwungen. Bestmarke für eine Saison sind 19 Zu-Null-Spiele (zweimal Bremen, einmal Bayern).

17 der 22 Siege fuhr Bayern ohne Gegentreffer ein. Damit wurde der Bundesliga-Rekord an Zu-Null-Siegen in einer Saison eingestellt (Schalke gelangen 1971/72 auch 17 Zu-Null-Siege). Auswärts kassierten die Münchner sogar nur zwei Gegentore. Bundesliga-Rekord sind zehn Auswärtsgegentore (Bremen 87/88). Schon elfmal spielte der FC Bayern auswärts zu null. Das ist schon jetzt ein Rekord (bisher maximal neun Auswärtsspiele ohne Gegentor).

Rekorde, Rekorde, Rekorde

In der Hinrunde hat der FC Bayern die ersten acht Spiele gewonnen, jetzt in der Rückrunde sogar alle neun. Beides sind Bundesliga-Bestmarken. Zehn Siege in Folge innerhalb einer Saison gelangen den Bayern noch nie. Dieser Rekord kann nun gegen den HSV erreicht werden. Bisher schafften das nur Mönchengladbach (1986/87 unter Jupp Heynckes) und der VfL Wolfsburg (2008/09 unter Felix Magath).

Schon nach dem 14. Spieltag hatte der Rekordmeister die Herbstmeisterschaft sicher - so früh wie noch nie ein Team. 19 der 22 Siege feierten die Bayern mit mindestens zwei Toren Differenz (nur die letzten drei Siege nicht). Rekord sind 21 Saisonsiege mit mindestens zwei Toren Unterschied (FC Bayern 1972/73). Zuletzt bei Bayer Leverkusen feierte Bayern den zwölften Auswärtssieg dieser Saison - schon jetzt Bundesliga-Rekord.

Weitere Bestmarken in der Offensive

Bayern ging am häufigsten 1:0 in Führung (22 Mal; 20 Siege, zwei Remis). Die letzten 52 Bundesliga-Spiele mit einer 1:0-Führung hat der FCB nicht mehr verloren - im Gegenteil, es gab 49 Siege und nur drei Unentschieden.

Sowohl zuhause (39 Tore) als auch auswärts (30) erzielten die Münchner ligaweit die meisten Tore. Der FCB liegt auf Platz 1 der Heimtabelle (drei Punkte vor Leverkusen) und auf Platz 1 der Auswärtstabelle (14 Punkte vor Dortmund). 41 Tore nach der Pause, darunter alleine 14 Tore in der Schlussviertelstunde (wie zuletzt gegen Düsseldorf und in Leverkusen), sind absolute Bestmarken in der Liga.

13 Kopfballtore sind ebenfalls Ligaspitze und schon jetzt mehr als in den letzten drei Saisons (neun, zwölf und zwölf) - der FC Bayern kann im Falle des Falles auch die Brechstange heraus holen (wie zuletzt gegen Düsseldorf oder in Leverkusen).

Bestmarken in der Defensive

Sowohl zuhause als auch auswärts kassierte Bayern die wenigsten Gegentore (neun bzw. zwei). Fünf der elf Gegentreffer fielen nach Standards. Bayern kassierte also nur sechs Gegentore aus dem laufenden Spiel heraus, darunter waren auch noch einige eher zufällige Treffer (z.B. Kießling, Sam, Feulner).

Durch die Spielfeldmitte kassierte der FC Bayern nur ein einziges Gegentor (die anderen zehn wurden über die Flügel eingeleitet). Gegnerische Stürmer trafen ganze dreimal gegen Bayern, die Mittelfeldspieler nur achtmal, Abwehrspieler noch gar nicht. Bayern wurde nur einmal mit Torfolge ausgekontert (Tor durch "Lumpi" Lambertz von Fortuna Düsseldorf). Bayern kassierte nur ein Kopfball-Gegentor - und der Treffer von Sidney Sam war auch nur ein Zufallsprodukt; er köpfte Jerome Boateng an, der den Ball ins Tor lenkte.
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