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15.01.2013 - 13:02 Uhr


Robben: "Werde mich nicht hinten anstellen"

Arjen Robben möchte sich in Zukunft noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellen

Beim Testspiel in Unterhaching läuft der Niederländer zum wiederholten Mal in der Vorbereitung als Kapitän des Rekordmeisters auf

Spaß in der Vorbereitung: Arjen Robben (l.) und seine Kollegen vergnügen sich trotz der schweißtreibenden Vorbereitung auf die Rückrunde

München - Rekordverdächtig ist die Hinrunde, die der FC Bayern München in 17 Spielen gezaubert hat: Der Rekordmeister führt die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung an, liegt zwölf Zähler vor Meister Dortmund und stellt mit 44 erzielten und nur sieben kassierten Toren sowohl den besten Angriff als auch die stabilste Defensive der Liga.
Bei den Gala-Vorstellungen der Münchner ist gar nicht aufgefallen, dass einer der Leistungsträger der vergangenen Jahre gefehlt hat. Arjen Robben erlebte die meiste Zeit der ersten Saison-Hälfte nur auf der Tribüne.

Weiter auf der Bank?



Von Verletzungen geplagt absolvierte der Niederländer nur fünf Liga-Spiele, vier von Beginn an, zwei Mal wurde er ausgewechselt, ein Mal kam er als Joker ins Spiel. Ein Schicksal, das ihm wahrscheinlich auch zum Start der Rückrunde blühen dürfte, denn der FCB hat auch ohne den Ausnahmekönner die Liga dominiert.

"Die Mannschaft hat das in der Hinrunde hervorragend gemacht", gab der 28-Jährige nach dem erfolgreichen Test gegen die SpVgg Unterhaching zu, schob aber sogleich eine Kampfansage an die Kollegen hinterher: "Jetzt bin ich aber wieder dabei. Natürlich wird es nicht so sein, dass ich mich einfach hinten anstelle."

Müller hat sich festgespielt



Dabei deutet nach den abschließenden Testspielen alles darauf hin, dass genau das der Fall sein wird und der Linksfuß sich vorerst in Geduld üben müssen wird. Während Robben beim 2:0-Sieg gegen Unterhaching zwar durchspielte und betonte, dass es ihm dabei "gut" ging, kam er am Abend zuvor gegen den FC Basel nur als Ergänzungsspieler zum Einsatz über knapp 20 Minuten zum Einsatz.

"Ich möchte nicht zu viel über dieses Thema reden. Ich glaube, man weiß hier, was ich kann. Deswegen habe ich überhaupt keine Angst", so Robben nach dem Test in der Nachbarschaft.

Doch auch sein Platzhalter Thomas Müller hat gezeigt, was in ihm steckt. Nachdem der 23-Jährige in der vergangenen Saison einen leichten Durchhänger erlebt hatte, trumpfte er in der Hinrunde groß auf und avancierte neben Mario Mandzukic mit neun Treffern zum erfolgreichsten Torjäger des Tabellenführers. Kein Wunder, dass der Chef-Trainer voll des Lobes ist. "Er ist ein Super-Junge, ein Klasse-Spieler. Für mich kann er eine Epoche prägen", sagte Jupp Heynckes.

"Ego etwas zurückstellen"



Müller selbst sieht die ganze Situation um Robbens Rückkehr gelassen: "Klar ist: Jeder, der bei uns nicht spielt, ist sauer." Nun müssten die anderen Spieler in der offensiven Dreierkette eben ihr "Ego etwas zurückstellen", denn "wir müssen einfach kapieren, dass der Mannschaftserfolg über allem steht".

Das sieht auch Arjen Robben ein, der sagt, dass es das Wichtigste sei, "dass wir weitergehen und dass wir Erfolg haben mit unserer Mannschaft". Und den gab es in der Hinrunde auch ohne Robben in der Startelf.

Gregor Nentwig
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