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Bundesliga

29.11.2012 - 14:00 Uhr


Rekord-Bayern bereit für Dortmund

Der FC Bayern München ist in der Bundesliga-Geschichte der früheste Herbstmeister aller Zeiten

Ein verwandelter Elfmeter von Thomas Müller (r.) bringt den Rekordmeister in Freiburg am 14. Spieltag auf die Siegerstraße

Trotz der herausragenden Referenzen bleibt FCB-Trainer Jupp Heynckes bescheiden und will von "Rekorden nichts wissen"

Freiburg - Nach nur 14 Spieltagen steht der Herbstmeister fest: Der FC Bayern München ließ auch in Freiburg nichts liegen und freut sich vor dem wichtigen Duell gegen Borussia Dortmund über eine Zwischenbilanz, bei der nicht nur die Punktausbeute stimmt.
Nach Abpfiff hatten die Bayern es dann eilig. Gerade einmal eine Dreiviertelstunde war das Spiel vorüber, da rollte der Mannschaftsbus schon vom Stadionparkplatz Richtung Autobahn. Mit an Bord: Bastian Schweinsteiger.

Schweinsteiger für Dortmund geschont



Der Nationalspieler hatte die Reise in den Breisgau mit angetreten, wurde aber geschont. Einige Augenzeugen wollen den Mittelfeldmann sogar am frühen Abend beim Bummel über den Freiburger Weihnachtsmarkt gesehen haben. Auch Schweinsteiger dürfte zu diesem Zeitpunkt in Gedanken schon beim kommenden Samstag gewesen sein. Dann kommt bekanntlich Borussia Dortmund in die Allianz Arena.

In das Spiel gegen den Deutschen Meister gehen die Bayern mit der Empfehlung von 37 Punkten aus 14 Spielen - nach dem 2:0-Erfolg im Freiburger Dauerregen ist den Münchnern die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen.

"Spielen eine gute bis sehr gute Saison"



Eine Tatsache, die im Lager der Bayern allerdings eher routiniert zur Kenntnis genommen wurde. "Rekorde und diese Dinge interessieren mich überhaupt nicht, die Herbstmeisterschaft bedeutet mir nicht allzu viel", sagte Jupp Heynckes. Nur über die Leistung seiner Elf im bisherigen Saisonverlauf sei er dann doch glücklich, betonte der Trainer-Routinier: "Wir spielen bisher eine gute bis sehr gute Saison."

Das schlägt sich wiederum auch in Zahlen nieder. Die Tordifferenz steht bei 40 zu 5. Und auch in Freiburg wurde deutlich, woran das liegt: Die Bayern kamen nämlich gar nicht zu so vielen Torchancen, doch die nutzten sie eiskalt. Und die Art und Weise, wie Anatoliy Tymoshchuk nach glänzender Vorarbeit von Philipp Lahm traf (79.), war dann doch eines Herbstmeisters würdig.

Acht Punkte mehr als Dortmund in der Vorsaison



Hinten ließen die Bayern nicht viel zu. Und wenn dann doch einmal ein Freiburger Schuss aufs Tor kam, war Manuel Neuer zur Stelle. Zum Vergleich: Meister Borussia Dortmund thronte in der vergangenen Spielzeit ebenfalls am Ende des 14. Spieltages auf Platz 1, das allerdings mit acht Punkten weniger (29.) als heuer die Bayern. Zehn Punkte Vorsprung hat der Rekordmeister bereits auf den hartnäckigsten Verfolger Leverkusen. Und das Ende November.

"Wir sind zur Zeit gut drauf", fand dann auch Mittelfeldmotor Toni Kroos, "und wir haben in der Hinserie tolle Spiele gezeigt." Der Erfolg gegen dezimierte Freiburger - bereits nach 18 Minuten sah SC-Innenverteidiger Fallou Diagne die Rote Karte - sei eben ein "Arbeitssieg" gewesen. Den aber habe man souverän herausgespielt. An einem Spieltag, an dem die Tabellennachbarn aus Dortmund, Schalke und Frankfurt Federn lassen mussten und lediglich Bayer Leverkusen aufhorchen ließ, ist das nichts, was einem peinlich sein müsste.

Streich gratuliert dem Herbstmeister



SC-Trainer Christian Streich jedenfalls konnte es "fast nicht glauben, dass die Bayern jetzt schon Herbstmeister sind." Er gratulierte artig, wünschte dem Kollegen "alles Gute für die Champions League" und war ansonsten tief deprimiert. Zwei Mal war im Strafraum Hand gespielt worden - Bayern bekam einen Elfmeter, der SC nicht, Grund genug für Streich, nicht allzu intensiv zurückzublicken.

Es sei "extrem frustrierend und anstrengend, was uns wieder passiert ist", fand Streich, der dennoch zufrieden mit der Leistung seiner dezimierten Elf war. "Wir können nur sportlich antworten und alles reinlegen. Was die Mannschaft mit zehn Mann gespielt hat, war natürlich hocherfreulich."

Aus Freiburg berichtet Christoph Ruf
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