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16.01.2013 - 21:43 Uhr


Pep Guardiola: Ein Philosoph des Erfolgs

Pep Guardiola kehrt im kommenden Sommer nach einem Jahr Auszeit auf die große Fußballbühne zurück - und zwar beim FC Bayern München

Mit dem FC Barcelona hat der 41-Jährige in den vergangenen Jahren nicht nur alle Titel abgeräumt, sondern...

...auch Weltstars wie Lionel Messi (l.) geformt

München - Josep Guardiola genoss seine Auszeit in vollen Zügen und schaute sich aus dem fernen New York in Ruhe an, wie sich Europas Spitzenvereine im Wettlauf um sein "Ja" gegenseitig überboten. Der begehrteste Fußball-Trainer des Planeten hatte seinen Marktwert durch sein Sabbat-Jahr in exorbitante Höhen getrieben. Letztlich aber entschied sich der 41-Jährige gegen das Geld in England oder Italien und wählte den FC Bayern München als neuen Arbeitgeber.
Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic nannte Guardiola einst einen "Philosophen" - und meinte es als Beleidigung. In seinen vier Jahren auf der Trainerbank des FC Barcelona prägte der Ex-Profi nicht nur die Mannschaft und den Verein maßgeblich, sondern auch ein neues Trainerbild. Als totaler Gegenentwurf zu seinem großen Konkurrenten Jose Mourinho beim Erzrivalen Real Madrid gab sich Guardiola ruhig, gelassen, versöhnend, setzte auf die leisen Töne.

Titelsammler Guardiola



Der Erfolg gab ihm dabei immer recht. Guardiola, als Spieler 1992 unter Johan Cruyff selbst Sieger im Europapokal der Landesmeister mit Barca, räumte gleich in seinem ersten Jahr auf der Bank alle Trophäen ab. Meister, Pokalsieger, Champions-League-Sieger, anschließend auch spanischer Supercup-Gewinner, europäischer Supercup-Gewinner und Weltpokal-Gewinner.

Unter Guardiolas Regie reiften Stars wie Lionel Messi, Xavi und Andres Iniesta zu absoluten Weltstars, der Fußball der Katalanen war stilgebend für ganz Europa. Barca spielte schön, erfolgreich - und trug die Handschrift Guardiolas.

Comeback nach einem Jahr Pause



So ungewöhnlich seine Arbeit als Trainer war, so ungewöhnlich war auch sein Schritt in die Auszeit. Nach vier Jahren mit 14 Titeln trat er im Sommer 2012 als Trainer zurück und zog mit seiner Familie nach New York.

Der Philosoph wollte seinen Horizont erweitern und neue Energie tanken. Ohne finanzielle Sorgen gönnte er sich ein luxuriöses Apartment und Kurse an der renommierten Columbia-Universität. Nun kehrt der einstige Mittelfeldstratege vom "Big Apple" auf die große Fußball-Bühne zurück. In der Bundesliga.
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