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11.01.2013 - 10:50 Uhr


Omae: Kleiner Japaner mit großem Vorbild

Genki Omae stand in den Testspielen gegen Mainz eine Stunde und gegen RAEC Mons eine Halbzeit auf dem Feld

Der Japaner unterschrieb bei Fortuna Düsseldorf einen Vertrag bis zum Juni 2015

Für Shimizu S-Pulse schoss der 23-Jährige in 83 Ligaspielen 24 Tore in der J. League Division 1

München - Gleicher Jahrgang, dasselbe Herkunftsland und das offensive Mittelfeld als gemeinsame Leidenschaft - zugegeben, die Parallelen zwischen Düsseldorfs Neuzugang Genki Omae und seinem ehemaligen Teamkollegen in der U-19-Nationalmannschaft erscheinen auf den ersten Blick beliebig. Trotzdem ist Shinji Kagawa ein Vorbild für den Neu-Düsseldorfer, der nun auf der großen Bühne Bundesliga durchstarten will.
"Es ist ein großer Reiz, wenn man sieht, was für einen Weg er in Europa genommen hat", sagt Omae über Kagawa, der 2010 den Schritt von Japan nach Dortmund wagte und seit dieser Saison bei Manchester United in der Premier League kickt. Der 23-jährige Omae möchte sich nun erst einmal im rechten offensiven Mittelfeld bei der Fortuna behaupten. "Ich habe nun eine ähnliche Chance wie Kagawa bekommen und möchte mich natürlich durchsetzen."

Erst drei, dann acht, dann 13 Tore



An Selbstvertrauen mangelt es dem nur 1,66 Meter großen Omae offenbar nicht. Bei Shimizu S-Pulse war er in den zurückliegenden beiden Spielzeiten Stammspieler - er stand in jeder Begegnung der J. League Division 1, der höchsten japanischen Spielklasse, auf dem Platz. Seine Trefferquote konnte er in den vergangenen drei Jahren sukzessive steigern - erst drei, dann acht und schließlich 13 Tore.

"Ich denke schon, dass ich ein torgefährlicher Spieler bin", sagt Omae, dessen Stärken nach eigener Aussage auch im Spiel ohne Ball liegen. "Ich achte immer darauf, dass ich mich richtig gut bewege, wenn ich nicht in Ballbesitz bin."

"Qualitäten, die uns weiterhelfen können"



In den ersten beiden Testspielen gegen Mainz (0:3) und RAEC Mons (4:1) schickte Fortunen-Coach Norbert Meier den quirligen Japaner jeweils von Beginn an aufs Feld - zunächst als hängende Spitze, dann auf seiner angestammten Position als Rechtsaußen. Insgesamt sieht Meier Omae und den zweiten Winterneuzugang Mathis Bolly als Bereicherung. Die beiden hätten "Qualitäten, die uns sicher weiterhelfen können. Das haben sie sowohl im Training als auch in den Testspielen angedeutet."

Meier will den Japaner, der mit 18 Jahren bereits sein Erstliga-Debüt feierte, langsam an die höheren Belastungen in der Bundesliga heranführen. Omae selbst blickt dem Abenteuer Bundesliga mit großer Vorfreude entgegen. "Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Auf die spielerische Qualität hier bin ich sehr gespannt", sagt Omae. Und vielleicht werden die Parallelen zwischen ihm und seinem Vorbild Kagawa dann schon bald offensichtlicher.

Maximilian Lotz
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