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24.08.2012 - 12:55 Uhr


NRW-Fanprojekte: wichtige Bausteine der Gewaltprävention

Das Kölner Fanprojekt bietet beispielsweise einen Bus als Anlauf- und Beratungsstelle für junge FC-Fans

Das Kölner Fanprojekt bietet beispielsweise einen Bus als Anlauf- und Beratungsstelle für junge FC-Fans

Köln - Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 13 Fanprojekte, die das Sport- und Jugendministerium des Bundeslandes in der Saison 2012/13 unterstützt. Auf Einladung der NRW-Sportministerin Ute Schäfer waren die 13 Fanprojekte am Mittwoch, 22. August zu einem Gespräch nach Düsseldorf ins Ministerium gekommen, um über die aktuelle Situation der Fanprojekte vor Ort zu sprechen und mögliche Handlungsansätze zu diskutieren.
Die Ministerin würdigte dabei die vielschichtige Arbeit der Fanprojekte im Rahmen der pädagogischen Jugendhilfe als einen wichtigen Baustein auch um Gewalt in den Stadien zu verhindern. Jeder Euro, der in die Fanprojekte investiert werde, sei gut angelegt. Fanprojekte leisteten wichtige Beiträge zur Jugendarbeit in den Kommunen.

"Bieten Hilfe und Beratung in schwierigen Lebensphasen"



"Die Fußballfanprojekte helfen, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stabilisieren, extremistische oder rassistische Einstellungen zu bekämpfen und damit letztlich Gewalt in den Stadien zu verhindern. Sie bieten Hilfe und Beratung in schwierigen Lebensphasen sowie Treffpunkte und Freizeitaktivitäten an. Sie binden Jugendliche über den Fußball ein, die sonst schwer erreicht werden könnten", so Schäfer.

Das Land NRW fördert die Arbeit der 13 Fanprojekte gemeinsam mit den beteiligten Kommunen, der DFL und dem DFB mit jährlich insgesamt 1,65 Millionen Euro. Davon stammen rund 550.000 Euro aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes. Der Deutsche Fußball und die betroffene Kommune zahlen jeweils dieselbe Summe.

Fanprojekte können jetzt langfristiger planen



Seit der Spielzeit 2010/2011 wird bei der Förderung der Fanprojekte kein Unterschied mehr zwischen den verschiedenen Ligen gemacht. "Wir haben damit die Rahmenbedingungen für die wichtige Arbeit der Fanprojekte verlässlich gestaltet", sagte Schäfer. Fanprojekte könnten langfristiger planen, auch im Fall eines sportlichen Abstiegs des Vereins.

Die Angebote der pädagogischen Fanarbeit sind vielfältig: Neben regelmäßigen Diskussionen zwischen Spielern, Präsidium, Trainern und Fans sowie Antigewalt- und Antirassismus-Kampagnen gibt es auch Ansprechpartner bei Heim- und Auswärtsspielen, Freizeitangebote sowie Diskussionsrunden zu den Themen Rassismus und Gewalt. Darüber hinaus bieten die Fanprojekte kulturelle Aktivitäten, wöchentliche Fußballtreffs sowie die Organisation von Fußballturnieren an.

Gefördert werden in NRW die Fanprojekte in Aachen, Bielefeld, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen, Oberhausen, Münster und Wuppertal.
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