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27.04.2013 - 13:09 Uhr


Mainz gegen Frankfurt: Derby mit Finalcharakter

Wer behält die Oberhand? Im Hinspiel siegte der 1. FSV Mainz 05 um Bo Svensson (r., gegen Sebastian Rode und Alex Meier) mit 3:1

Bei Adam Szalai lief es zuletzt nicht mehr rund: Am 27. Spieltag traf der Ungar das letzte Mal

Armin Veh stand mit Eintracht Frankfurt in dieser Saison immer unter den Top 6 der Tabelle

Mainz - Es gibt Spiele, für die ein Trainer keine großen Tricks auspacken muss, um bei seinen Spielern Spannung zu erzeugen. Bei Derbys zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FSV Mainz 05 beispielsweise sehnen sich die Fußballanhänger einer ganzen Region nach dem Anpfiff. Und FSV-Coach Thomas Tuchel weiß: "Ich empfinde es als Chance, dieses Spiel jetzt zu haben. Das ist ein Spiel, bei dem wir uns und unseren Fans viel zurückgeben können."
In den vergangenen Monaten haben die "05er" ihre großartige Ausgangsposition verspielt. Mainz gelang in den vergangenen elf Spielen nur ein Sieg und zuletzt gab es drei Niederlagen in Serie. Nun soll die Ergebniswende her. Im Derby. Am Sonntag, gegen Frankfurt. Im eigenen, ausverkauften Stadion (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Tuchel sagt: "Dieses Spiel ist der Schlüssel für unsere Saison. Wir wollen den Sieg und auch das zweite Derby gewinnen."

Das Hinspiel hatten die Mainzer mit 3:1 in Frankfurt gewonnen. Doch in der Rückrunde gab es bislang einfach zu viele Unentschieden. Trotz höchsten Aufwands konnten die Mainzer viele gute Spiele nicht gewinnen. Und zuletzt hatte man den Eindruck, dass neben dem Frust über die verpassten Siege auch ein wenig Müdigkeit und fehlende Spritzigkeit bei einigen Spielern zu erkennen waren.

Schlüsselspieler Szalai



Der dünne Kader und die vielen Verletzungen im Verlauf der Saison machten sich bemerkbar. Besonders auffällig war dies bei Adam Szalai zu beobachten. Der Angreifer lebt von seiner Fitness, ist als erster aggressiver Verteidiger für das Mainzer Pressing-Spiel eigentlich unersetzlich. Doch dem Ungarn fehlte zuletzt das Durchsetzungsvermögen, das ihn normalerweise auszeichnet. Vieles ist in der Offensive der Rheinhessen auf ihn zugeschnitten - hat er einen schlechten Tag, leidet die ganze Mannschaft.

Weil der Kader so dünn ist, machen sich gerade in der Offensive Verletzungsausfälle bemerkbar. Eric Maxim Choupo-Moting, der vor seiner Knieverletzung in hervorragender Verfassung war, fiel monatelang aus und fehlt nach einem Rückschlag noch bis zum Saisonende. Auch Jan Kirchhoff war lange außer Gefecht, ist jetzt mit einem Muskelfaserriss erneut nicht einsatzfähig und auch andere wichtige Profis wie Elkin Soto haben immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Am Sonntag stehen neben den genannten Spielern auch Heinz Müller (Oberschenkelzerrung), Niko Bungert (Trainingsrückstand), Chinedu Ede (Kapselriss) und Ivan Klasnic (muskuläre Probleme) nicht zur Verfügung.

Die Trendwende soll her



Dennoch soll in den verbleibenden vier Spielen die Wende gelingen, um sich selbst und die Fans mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu schicken. Und mit dann 42 Punkten nach einem Derby-Sieg wäre auch das Erreichen eines Tabellenranges, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde, wieder in Reichweite für Mainz. Die Eintracht auf Rang 6 hat derzeit 45 Zähler, Schalke 04 als Tabellenvierter nur einen mehr. Für die Hessen geht es mit einem Sieg in der Coface Arena sogar noch um diesen 4. Platz, der die Qualifikationsspiele für die Champions-League-Gruppenphase ermöglicht.

Tuchel spricht also auch für die Eintracht, wenn er sagt: "Dieses Spiel hat große Bedeutung für den Ausgang der Saison." Die nötige Spannung bei den Spielern ist vor so einem wichtigen Derby und bei so einer Ausgangslage also sowieso da. Jetzt müssen die Mainzer nur zeigen, was ihnen zuletzt abhanden gekommen war: Frische und Durchsetzungsvermögen.

"Kein Kuschelderby"



SGE-Coach Armin Veh erwartet darum "kein Kuschelderby", sondern einen heißen Tanz: "Mainz ist eine sehr robuste und erfahrene Mannschaft. In dieser Liga ist kein Spiel ein leichtes, deswegen wird auch dieses wieder ein schwieriges Spiel. Wir müssen uns klar sein, dass Mainz von Anfang an sehr aggressiv sein wird, da müssen wir dagegenhalten."

Keeper Kevin Trapp (Handbruch), der gesperrte Innenverteidiger Carlos Zambrano und Kapitän Pirmin Schwegler (Leistenprobleme) können dabei auf Frankfurter Seite allerdings nicht mithelfen. Dafür kehrt Sebastian Jung und aller Voraussicht nach auch Alex Meier in die Startelf zurück.

Tobias Schächter

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