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18.04.2013 - 16:56 Uhr


Kruse: "Wir haben zu wenig getan"

Christian Streich suchte nach dem Schlusspfiff nicht nach Ausreden: "Der VfB war in allen Bereichen überlegen und hat verdient gewonnen"

Die Freiburger um Max Kruse (l., gegen Alexandru Maxim) schafften es nicht, dem VfB ihr Spiel aufzuzwängen. "Wir haben heute zu wenig getan", so Kruse

Auch SC-Kapitän Matthias Ginter schloss sich der Meinung seines Mannschaftskollegen an: "Wir konnten nie wirklich eine Druckphase entwickeln"

Stuttgart - Beim SC Freiburg hält die Enttäuschung über den verpassten Finaleinzug nicht lange an. Warum auch? Schließlich haben die Badner schon am Sonntag die nächste Gelegenheit, der Sensation ein Stück näher zu kommen - und das ausgerechnet in Stuttgart.
SC-Kapitän Julian Schuster wusste, woran es gelegen hatte, dass seine Elf nach dramatischen 90 Minuten mit leeren Händen dastand: "Wir konnten nie wirklich eine Druckphase entwickeln. Stuttgart hat das besser gemacht." Dabei nahm das Unglück aus Freiburger Sicht schon früh seinen Lauf. Nachdem alleine VfB-Offensivmann Martin Harnik mehrere gute Möglichkeiten ausgelassen hatte, traf Arthur Boka bereits in der neunten Minute. Und bei Lichte betrachtet hatte der SC dabei sogar Glück, dass er für sein unaufmerksames Defensivverhalten nicht noch früher bestraft worden war. Das fand wahrscheinlich auch SC-Angreifer Max Kruse, der nach dem Schlusspfiff die Versäumnisse allerdings im eigenen Beritt suchte. "Wir hatten heute die einmalige Chance, ins Pokalfinale zu kommen, aber dafür haben wir heute zu wenig getan. Es ist uns nicht gelungen, ordentliche Angriffe nach vorne zu tragen."

Nach dem Rückstand schnell reanimiert



Allerdings gab es auch an diesem eher traurigen Abend für die Freiburger den ein oder anderen Hoffnungsschimmer. Zum Beispiel, dass das Gegentor regelrecht reanimierend auf die Gäste wirkte, so dass sich in der Folgezeit eine ausgeglichene Begegnung zwischen zwei offensivfreudigen Mannschaften entwickelte. Kruse spielte nur fünf Minuten nach dem Gegentor einen Steilpass in den Lauf von Jan Rosenthal, der den von Natur aus eher schnellen Boka überlief und zum 1:1-Ausgleich traf (14.). In der eigenen Spielfeldhälfte schaffte es der SC allerdings auch in der Folgezeit nicht, Ruhe und Sicherheit in sein Spiel zu bekommen. Matthias Ginter und Julian Schuster bekamen vor dem zweiten VfB-Treffer den Ball nicht unter Kontrolle, Christian Gentner nutzte das zu einer klugen Flanke und Harnik köpfte den Ball zur 2:1-Führung ins Netz (29.). Im zweiten Durchgang hatte der SC dann nur noch eine Chance durch einen abgefälschten Schuss von Kruse (70.) - zu wenig, wie man im SC-Lager unumwunden zugab.

Zumal die Freiburger Defensive bei beiden Gegentoren nicht ganz sattelfest wirkte - sicher auch dem Umstand geschuldet, dass die zumeist blutjungen Freiburger Defensivspieler langsam aber sicher einer langen Saison Tribut zollen müssen. Torschütze Jan Rosenthal suchte dann auch gar nicht erst lange nach Alibis. "Viele unserer jüngeren Spieler waren ja bereits mit der A-Jugend im Berliner Pokalfinale. Schade, dass wir es jetzt nicht geschafft haben. Aber wir waren schlicht und einfach nicht gut genug."

Streich sieht keinen Grund Trübsal zu blasen



Der SC, der in der Liga sieben Plätze vor dem VfB auf Rang fünf rangiert, muss nun über die Liga die Qualifikation für die Europa League schaffen. Die Finalteilnahme im DFB-Pokal hätte nach dem Einzug der Bayern ebenfalls zur Qualifikation genügt. Schon am kommenden Sonntag hat der SC nun die Chance, abermals in Stuttgart den nächsten Schritt zu machen. "Der VfB war in allen Bereichen überlegen und hat verdient gewonnen", bilanzierte Christian Streich dann auch ehrlich. Der SC-Trainer weigerte sich dennoch, Trübsal zu blasen. "Ich wüsste jetzt nicht, warum wir wahnsinnig enttäuscht sein sollten. Im Januar vergangenen Jahres waren wir Letzter und jetzt stehen wir in der Tabelle in Bereichen, in die wir gar nicht gehören. Und meines Wissens waren wir grade im Halbfinale."
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