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20.06.2013 - 13:00 Uhr


Kirchhoff: "Ich wollte die Komfortzone verlassen"

Nach sechs Jahren beim 1. FSV Mainz 05 wollte Jan Kirchhoff die nächste Etappe in Angriff nehmen: "Es war für mich an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich wollte die Komfortzone Mainz verlassen."

Aufgrund einiger Verletzungen kam der gebürtige Frankfurter (r., gegen Tomas Pekhart) in der Saison 2012/2013 nur auf 18 Einsätze für die Rheinhessen

67 Prozent gewonnene Duelle belegen, dass sich Kirchhoff (l., gegen Sascha Mölders) im Zweikampf durchzusetzen weiß

München - Wenn Pep Guardiola am 26. Juni Bastian Schweinsteiger und Co. in der Allianz Arena zur ersten Trainingseinheit bittet, beginnt nicht nur für den FC Bayern eine neue Ära, sondern auch für Neuzugang Jan Kirchhoff, der vom 1. FSV Mainz 05 zum Triple-Sieger wechselt. Aufgrund einer erst kürzlich durchgeführten Operation an der Leiste, wegen der er auch den Saisonendspurt mit dem FSV und die U21-Europameisterschaft in Israel verpasste, ist der 22-Jährige schon jetzt an der Säbener Straße zugange, um topfit in die Vorbereitung zu starten.
"Der Leiste geht es sehr gut. Ich bin jetzt seit drei Wochen im intensiven Aufbautraining. Alles ist top verheilt, ich kann wieder voll belasten. Es gibt nichts mehr, was ich nicht machen kann. Jetzt versuche ich, langsam Rhythmus aufzunehmen", erklärt Kirchhoff im Interview mit "fcbayern.de". Zuletzt hat der gebürtige Frankfurter im Training "schwerpunktmäßig an Ausdauer und Stabilität gearbeitet", in den kommenden Tagen "stehen dann Schnelligkeitsübungen auf dem Programm".

"Habe mich schon jetzt in München verliebt"



Bereits im Januar unterschrieb der 22 Jahre alte Kirchhoff, der in der Defensive sehr flexibel einsetzbar ist, einen bis 2016 datierten Vertrag beim deutschen Rekordmeister. Daher fiel ihm der Abschied aus seiner vorherigen Wahlheimat auch nicht ganz so schwer: "Natürlich kostet es Überwindung, sein gewohntes Umfeld, die besten Freunde zu verlassen. Es war schwer, aber es war eine Entscheidung, die lange in mir gereift ist. Ich konnte mich auf den Abschied aus Mainz einstellen."

Absolut angetan ist Kirchhoff, der Zinedine Zidane als sein fußballerisches Vorbild nennt, vom Flair Münchens und hat sich bereits gut in der bayerischen Landeshauptstadt eingelebt: "Der englische Garten, das bayerische Essen, die Leute, das Traumwetter. Eine Wohnung habe ich auch schon bezogen. Alles passt! Ganz ehrlich: Ich bin schon jetzt total verliebt in diese Stadt."

"Ich kann nur positiv überraschen"



Angst, dass er beim Triple-Sieger aufgrund der starken Konkurrenz über die Reservistenrolle nicht hinauskommen könnte, hat der 22-Jährige, der sich selbst auf der Position des Innenverteidigers am besten aufgehoben fühlt, nicht, sondern freut sich auf die Herausforderung beim FCB: "Ich bin total entspannt, weil im Grunde wenig von mir erwartet wird und ich nur positiv überraschen kann. Ich werde versuchen, so schnell wie möglich meine Rolle im Team zu finden und mich an die Qualität beziehungsweise das Tempo anzupassen. Ich bin überzeugt, dass ich hier mithalten kann. Es war für mich an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich wollte die Komfortzone Mainz verlassen."

Nach verletzungsbedingt nur 18 Einsätzen und dem verpassten Saisonendspurt in der abgelaufenen Saison, freut sich Kirchhoff jetzt auf den Trainingsstart - und auf seinen neuen Trainer: "Ich bin wahnsinnig gespannt. Es ist allein schon eine Ehre, Pep Guardiola kennenzulernen und eine noch größere, unter ihm zu arbeiten. Das Training wird sicherlich überragend."
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