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01.03.2013 - 15:54 Uhr


Keine Chance nutzen

Die Hoffenheimer Stürmer entwischten ihm im Hinspiel so gut wie nie: Dante (r.) gegen Hoffenheims Eren Derdiyok

Franck Ribery (l. mit Thomas Müller) war der gefeierte Held des Hinspiels: er erzielte beide Tore beim 2:0-Sieg

Arjen Robben (l.) entschied zuletzt das Pokal-Halbfinale gegen den BVB. Ein Platz auf der Bank wäre für ihn aber "kein Beinbruch"

München - Nur ein Sieg in den letzten 13 Spielen, abgerutscht auf den 17. Tabellenplatz, keine spielerische Linie erkennbar - und jetzt kommen auch noch die Bayern: 1899 Hoffenheim steht vor der Partie am Sonntag (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) gegen den Rekordmeister bereits mit Rücken zur Wand.

Manager Andreas Müller peilt ausgerechnet gegen den unangefochtenen Tabellenführer die Wende an, sieht die Spieler nach ihren desolaten Auftritten zuletzt gegen den VfB Stuttgart (0:1) und den FC Augsburg (1:2) in der Pflicht. "Die Mannschaft muss sich jetzt auch selbst helfen. Der Trainer und die Betreuer haben fast alle Möglichkeiten ausgeschöpft", sagte Müller: "Jeder Spieler muss zeigen, dass er bereit ist, das Abstiegs-Szenario für den Verein zu verhindern."

"Gibt Momente, bei denen man alles drehen kann"



Diese Einstellung verlangt Müller schon im Spiel gegen die Bayern - obwohl die meisten Beobachter von einer deftigen Pleite gegen den Spitzenreiter ausgehen.

"Es gibt Momente in einer Saison, bei denen man mit einem positiven Effekt alles drehen kann. Das ist der Moment, den wir jetzt brauchen. Vielleicht ist es für unsere Mannschaft zu diesem Zeitpunkt genau das richtige Spiel", sagte der gebürtige Stuttgarter: "Auch aus einem Spiel gegen die beste Mannschaft Europas kann man etwas ziehen. Wenn die Mannschaft da gut aussieht, kann es sie auch beflügeln."

Bayerns Rekordjagd geht weiter



Beim FC Bayern hingegen kann man über derlei Probleme nur müde lächeln. Die Münchener gewannen alle sechs Rückrundenspiele und können nun den historischen Rekord von Dortmund einstellen (sieben Siege in den ersten sieben Rückrundenspielen 2011/12).

Manuel Neuer ist zudem seit 494 Auswärtsminuten (fünf Spiele) ohne Gegentor - bei den Kraichgauern kann er ebenfalls einen neuen historischen Rekord aufgestellen.

Mit dem Pokalerfolg gegen Dortmund hat der FC Bayern seiner Ansicht nach die Vormachtstellung in Fußball-Deutschland wieder übernommen. Seine Mannschaft sei jedoch nach dem Pokal-Knaller längst wieder "zur Tagesordnung" übergegangen, sagte Heynckes: "Wir sind weiter hungrig auf Erfolg und werden in der Meisterschaft nicht nachlassen. Wir wissen, dass wir das Niveau halten, vielleicht noch verbessern müssen."

Robben: Bank "kein Weltuntergang"



Ob Arjen Robben , im Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund am Mittwoch mit seinem Tor Matchwinner, im Kraichgau erneut von Beginn an ran darf, wollte Heynckes nicht verraten. Robben selbst nannte die Aussicht, wieder auf die Bank zu müssen, am Donnerstag "keinen Weltuntergang".

Kapitän Philipp Lahm ergänzte: "Jeder bei uns akzeptiert, dass er mal nicht spielt. Wenn ich Arjen Robben und Mario Gomez anschaue, wie die Gas geben im Training, wie die Druck machen - wir haben im Moment einen perfekten Teamspirit."

Eine A- oder B-Elf, betonte Heynckes, gebe es bei den Bayern ohnehin nicht. "Das muss man sich mal abschminken, ich mache da persönlich überhaupt keine Unterschiede und finde das auch ein bisschen despektierlich." Spieler wie Robben, Gomez oder Xherdan Shaqiri, die derzeit in der zweiten Reihe stehen, seien "allererste Sahne, da würden sich andere die Finger nach lecken".

"Da geht es um Arbeitsplätze"



Vor Gegner Hoffenheim, zuletzt auf Tabellenplatz 17 abgerutscht, warnte Heynckes: "Da geht es um Arbeitsplätze im Club, darauf muss man sich einstellen. Man sollte nicht glauben, dass das ein Spaziergang wird, das wird von der Atmosphäre her von Beginn an schwierig."

Verzichten muss der Rekordmeister auf den langzeitverletzte Holger Badstuber und die an Grippe erkrankten Rafinha und Claudio Pizarro. Andreas Beck und Eugen Polanski stehen der TSG aufgrund von Gelb-Sperren nicht zur Verfügung. Außerdem fallen Mathieu Delpierre, Sebastian Rudy, Sejad Salihovic, Chris und Boris Vukcevic (Reha nach Autounfall) weiterhin verletzt aus.
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