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28.06.2013 - 16:23 Uhr


Kein bisschen dröge

Über zwei Stunden nahm sich Schalkes Finanzvorstand Peter Peters für die Fragen der Fans Zeit (Foto: Karsten Rabas)

Über zwei Stunden nahm sich Schalkes Finanzvorstand Peter Peters für die Fragen der Fans Zeit (Foto: Karsten Rabas)

Köln - Während die Schalker Profis noch ihre letzten Urlaubstage genossen, traf sich Schalkes Finanzvorstand Peter Peters mit acht königsblauen Fans zu einem offenen Gespräch in der Umkleide der Stars. Über zwei Stunden wurde bei Bier und Currywurst angeregt und kontrovers über alle Themen diskutiert, die den Fans unter den Nägeln brannten.
Drei bis vier Mal pro Jahr trifft sich ein Mitglied der dreiköpfigen Geschäftsführung der Knappen mit bis zu zehn Anhängern zu einer Gesprächsrunde. Für Peter Peters war es in der vergangenen Woche bereits das dritte "Kabinengespräch". Seine Vorstandskollegen Horst Heldt (Sport und Kommunikation) und Alexander Jobst (Marketing) standen den Fans bisher jeweils zwei Mal Rede und Antwort.

Auch kritische Fragen waren erwünscht



Über die Schalker Facebook-Seite oder per Email können Schalke-Fans ihre Fragen an das jeweilige Vorstandsmitglied einsenden. Aus mehreren hundert Einsendungen werden dann die zehn spannendsten herausgesucht. Dabei werden kritische Anfragen keineswegs herausgefiltert: "Kritik gehört dazu. Aber genauso gehört dazu, seine Entscheidungen zu erläutern und vernünftig zu begründen", erklärt Peter Peters.

Gerade zu Themen wie der Kooperation mit dem Internetportal Viagogo, dem Lizenzierungsverfahren oder den Eintrittspreisen wurde Schalkes Meister der Zahlen von den Fans befragt. Anschließend zeigten die Teilnehmer Verständnis für die Entscheidungen des Clubs: "Vieles, was ich vorher kritisch gesehen habe, kann ich nun besser nachvollziehen", beschreibt S04-Fan Florian Hoppe.

Neben den aktuellen Herausforderungen blickte Peters auch auf seine Arbeit der letzten 20 Jahre zurück. Er erzählte, wie er 1993 den Anruf von Rudi Assauer bekam und sich sofort ins Auto setzte, um von Kaiserslautern nach Schalke zu fahren. Damals kämpfte der Gelsenkirchener Traditionsclub ums wirtschaftliche Überleben. Das Königsblau letztendlich die Lizenz erhielt, war Peters erster Erfolg für seinen neuen Arbeitgeber. "Wir haben viel erreicht", konstatiert Peters, wenn er auf seine zwei Jahrzehnte bei Schalke zurückblickt.

Anekdoten der letzten 20 Schalker Jahre



Gebannt lauschten die Anhänger, als der Finanzvorstand vom Bau der Arena berichtet, oder erzählt, wie Andreas Möller in einer Nacht und Nebel Aktion aus Dortmund geholt wurde. Peters lockere Art kam dabei sehr gut an: "Ich habe die Erwartung gehabt, dass zwei Stunden mit einem Finanzexperten vielleicht etwas dröge werden, aber genau das Gegenteil war der Fall", äußert sich Teilnehmer Gordon Ebert begeistert. "Es war sehr interessant und er hat sich sehr viel Zeit genommen", führt der junge Schalke-Fan weiter aus.

Fast eine Stunde dauerte die Nachspielzeit des auf 90 Minuten angesetzten Termins. Zu lang fand es keiner der Anwesenden, denn nicht nur die Anhänger hatten ihren Spaß: "Ich liebe diese Abende!", freut Peters sich schon auf sein nächstes Kabinengespräch mit den Fans. Auch dann wird er wieder eine Menge Schalker Anekdoten im Gepäck haben.

Florian Reinecke
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