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01.01.1970 - 01:00 Uhr


Kampf um die Europapokallpätze - Plätze 8 bis 11

Wer schafft es nach Europa? Tony Janschke (h.) und seine Gladbacher oder Mame Diouf mit Hannover 96

Per Skjelbred (l.) und Rafael van der Vaart müssen die 2:9-Pleite bei den Bayern schnellstmöglich abhaken

Michael Wiesinger hat den 1. FC Nürnberg in der Rückrunde in die Erfolgsspur geführt. Im Kampf um Europa bleiben die Franken jedoch Außenseiter

München - Der FC Bayern hat den Titel so gut wie sicher und auch am Tabellenende kristallisiert sich allmählich heraus, wer in der Liga bleibt. Spannung bietet jedoch weiterhin der Kampf um die Europapokalplätze. Während Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen die Champions-League-Plätze 2 und 3 wohl unter sich ausmachen werden, haben acht Mannschaften noch gute Aussichten auf die Ränge 4 bis 6 - und somit auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb.
Seit Einführung der Drei-Punkte-Regelung zum Spieljahr 1995/1996 ist in der Bundesliga noch nie eine Mannschaft mit weniger als 52 Punkten in der Endabrechnung auf Platz 4 gelandet. Für Platz 6 waren bisher immerhin 47 Zähler nötig. bundesliga.de nimmt die Europacupanwärter unter die Lupe, in Teil zwei die Plätze 8 bis 11.
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Borussia Mönchengladbach, Platz 8, 38 Punkte

Nach dem 4. Platz in der vergangenen Saison gingen die Gladbacher mit dem Ziel in die neue Spielzeit, wieder im oberen Drittel zu landen. Die Hinrunde verlief mit Platz 8 nicht nach Vorstellung der "Fohlen", doch mittlerweile haben sie die Europapokalplätze wieder fest im Blick. Die Borussia verlor in diesem Jahr erst sieben Partien (Nur Bayern und Dortmund weniger) und nie zwei Spiele hintereinander, doch neben dem 1. FC Nürnberg spielt das Team von Trainer Lucien Favre am häufigsten unentschieden (elf Remis). Mit Fürth gastiert am 28. Spieltag das Schlusslicht in Gladbach. Doch Roel Brouwers warnt: "Die Tabellenkonstellation macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Fürth hat nichts zu verlieren und kommt unbeschwert hierhin."

Fazit: In den verbleibenden sieben Spielen darf das Team noch vier Mal auf eigenem Platz antreten, muss nur noch drei Mal in der Fremde ran. Ein Vorteil für die Gladbacher: Im heimischen Borussia-Park fuhen sie doppelt so viele Siege ein wie auf des Gegners Platz.

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Hamburger SV, Platz 9, 38 Punkte

Will der Bundesliga-Dino aus Hamburg noch ein Wörtchen um die Europapokalplätze mitreden, muss sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink schnell von der desolaten 2:9-Niederlage beim FC Bayern München erholen und zurück in die Erfolgsspur finden. In den anstehenden Partien trifft der HSV nämlich auf drei direkte Konkurrenten um das internationale Geschäft. Trainer Thorsten Fink ist zuversichtlich. "Wir haben Tacheles geredet und die Mannschaft hat es kapiert", sagte Fink. Wichtig ist für die Team in dieser Saison, schnell ins Spiel zu kommen: Lag die Mannschaft mit 1:0 in Führung, setzte es in dieser Saison noch keine Niederlage.

Fazit: Die kommenden Wochen mit den Duellen gegen Freiburg, Mainz und Schalke sind richtungsweisend für die Hanseaten. In der Hinrunde holten sie gegen diese drei Mannschaften sieben Punkte, können also zuversichtlich in die Begegnungen gehen.

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Hannover 96, Platz 10, 37 Punkte

Gegen den FC Augsburg hat Hannover 96 am Wochenende endlich seinen Auswärtsfluch von zuletzt acht Spielen ohne Sieg überwunden. Das war dringend nötig, denn ohne die Punkte aus der Fremde ist die erneute Teilnahme an der Europa League wohl auszuschließen. Zuhause sind die Niedersachsen dagegen eine Macht und holten aus 13 Partien starke 27 Punkte. Gut für Slomkas Mannen, dass von den ausstehenden sieben Spiele vier in der AWD-Arena stattfinden. Verlassen kann sich Mirko Slomka besonders auf seine Stürmer, die in dieser Spielzeit bereits 23 Tore erzielten. Außerdem haben die Hannoveraner die beste Trefferquote der Liga und erzielen im Schnitt mit jedem sechsten Schuss ein Tor.

Fazit: Kann Hannover 96 auswärts noch den einen oder anderen Punkt einfahren und seine Heimstärke beibehalten, ist das Team ein Topkandidat für die Europa-League-Plätze.

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1. FC Nürnberg, Platz 11, 35 Punkte

Die einstige Fahrstuhlmannschaft 1. FC Nürnberg hat gute Aussichten, sich nach fünf Jahren wieder für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Seit Michael Wiesinger den Verein zur Rückrunde übernommen hat, holten nur Bayern, Dortmund und Schalke mehr Punkte als die Franken. Im Jahr 2013 setzte es zudem erst eine einzige Niederlage (0:3 in Dortmund), die mittlerweile schon neun Spieltage zurückliegt. Wichtig ist für den "Club", dass er mit 1:0 in Führung geht. War das der Fall, gaben die Nürnberger kein Spiel mehr aus der Hand. Für den Gegner ist es - Fortuna sei Dank - aber auch unheimlich schwer, selbst in Führung zu gehen: Bereits 16 Mal rettete für Keeper Raphael Schäfer der Pfosten oder die Latte.

Fazit: Wenn es Michael Wiesinger schafft, die Mannschaft auf dem derzeit hohen Level zu halten, ist Nürnberg ein ernstzunehmender Kandidat für Europa. Ein Platz unter den ersten zehn wäre für die Franken allerdings auch schon ein Erfolg.

Wer schafft's am Ende nach Europa? Tippen Sie den Saisonendspurt mit dem Tabellenrechner!


Hier geht's zum ersten Teil




Sebastian Dirschl
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