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24.04.2013 - 20:05 Uhr


Integration durch Fußball - Steffi Jones unterstützt Freiburger Projekt "kick for girls"

Die Tagung in Freiburg mit Schirmherrin Steffi Jones (h.) war ein voller Erfolg

Dass die Mädchen Spaß am Fußball haben, stand für die Instruktorinnen im Vordergrund

Auch Werte wie Respekt, Fair Play und Toleranz wurden vermittelt

Freiburg - Als Steffi Jones den Hörsaal in Freiburg betritt, geht ein Raunen durchs Publikum, als Ausdruck der großen Wertschätzung und des Respekts gegenüber der 111-fachen Nationalspielerin, Organisationschefin der Frauen-WM 2011 und jetzigen DFB-Direktorin für Frauen- und Mädchenfußball, die trotz ihrer schwierigen Familiengeschichte den Weg nach oben schaffte.
"Ich bin überzeugt, dass ich diese Karriere gerade wegen der widrigen Umstände starten konnte" sagt Steffi Jones, deren Biographie "Der Kick des Lebens" für eine gelungene Integration sowie die gesellschaftliche Anerkennung des Frauenfußballs steht.

"Nicht vom Weg abbringen lassen"



Die Weltmeisterin von 2003 ermutigte auf der Tagung "Integration durch Fußball" - veranstaltet vom Projekt "kick for girls" und dem Integrationsbeauftragten des Südbadischen Fußballverbandes - sich nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen. "Kick for girls" ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg und der lokalen Stiftung "step" unter Leitung von Prof. Dr. Gieß-Stüber und Dr. Berndt Tausch.

Die rund 70 Vertreter von Fußballvereinen, Schulen, der Stadt Freiburg, karitativer Einrichtungen und Migrantenorganisationen formulierten das Ziel, sich auf der Veranstaltung gemeinsam über Fußballangebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Verhältnissen auszutauschen.

Teamgeist, Fair Play und Respekt



Den vielen fußballbegeisterten Mädchen, die vor ihr auf Turnmatten saßen, legte Steffi Jones ans Herz, beim Spiel stets die Prinzipien von Fair Play, Teamgeist, Toleranz und Respekt zu beherzigen. Sie warb zudem für die "Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus", die 2006 gegründet wurde und sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz richtet und für ein respektvolles Miteinander wirbt.

Nachdem sich Steffi Jones ausgiebig Zeit nahm, um Autogramme zu geben und ihr Buch zu signieren, wurde endlich Fußball gespielt. Im Training mit 25 Grundschülerinnen konnten die beiden Fußballpädagogen Johannes Restle und Jackson Agbonkhese vom DFB-Mobil mit motivierenden Spielformen die Mädchen begeistern.

Mädchenfußball-AGs



Danach stellten Juliane Baumgartner und Anja Hegewald eine Trainingseinheit aus der "kick-for-girls"-Praxis vor. Mit zwölf Hauptschülerinnen wurde das praktische Vorgehen der Integrationsarbeit in den Mädchenfußball-AGs präsentiert. Wichtiger Aspekt dabei: Erst in einer vertrauensvollen Atmosphäre können viele junge Mädchen mit Migrationshintergrund dauerhaft für Fußball begeistert werden. Nur mit besonderem pädagogischem Geschick, wird eine nachhaltige Integration erreicht. Dieser Aufgabe hat sich das Projekt "kick-for-girls" verschrieben.

"kick for girls" entwickelt Projekte zur Förderung des Mädchen-Fußballs. In Fußball-AGs wird das sportliche Miteinander von Mädchen mit unterschiedlichen ethnischen, sozialen, kulturellen und religiösen Biographien gefördert.

www.kick-for-girls.de
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