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03.12.2012 - 17:15 Uhr


Im Sturm drückt der Schuh

Beim 1. FC Nürnberg hakt es momentan vor allem in der Offensive

Der "Club"-Angriff hat in der laufenden Saison erst drei Tore erzielt. Wolfsburg-Leihgabe Sebastian Polter war zwei Mal erfolgreich

Der Tscheche Tomas Pekhart (l.) nur ein Mal

"Es ist müßig darüber zu sprechen, ob uns ein Knipser fehlt. Gegen Hoffenheim haben wir vier Tore gemacht. Da gab es keine solche Diskussionen", findet Hanno Balitsch

Leverkusen - Nach drei Spielen ohne Niederlage hat es den 1. FC Nürnberg wieder erwischt. In Leverkusen verlor die Elf von Dieter Hecking trotz einer ansprechenden Leistung mit 0:1. Doch wie so oft in den vergangenen Auswärtsspielen war das Tor des Gegners wie vernagelt.
Die Saison begann für den "Club" verheißungsvoll mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen, darunter zwei Auswärtssiege. Seitdem haben die Nürnberger in der Fremde nur noch einen Punkt geholt und auch nur noch zwei Törchen zu Stande gebracht. Überhaupt ist die oftmals fehlende Durchschlagskraft das derzeit größte Manko der Franken. Lediglich 14 Tore gelangen in 15 Spielen, nur Fürth und Augsburg trafen seltener.

Alles im grünen Bereich



Dank der chronischen Schwäche der hinter Nürnberg platzierten Mannschaften steht der "Club" allerdings nach wie vor sehr komfortabel da. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den derzeit Hoffenheim mit zwölf Punkten belegt. Noch ist in Nürnberg alles im grünen Bereich.

"Die Leistung in Leverkusen war in Ordnung, darauf können wir aufbauen", meinte Hanno Balitsch. "Leider haben wir uns nicht belohnt." Das will Nürnberg am kommenden Samstag gegen den überraschend starken Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nachholen. Sonst könnte es in der Hinrunde doch noch einmal eng werden.

"Wir wissen, dass wir gegen den Abstieg spielen und es bis zum Schluss auch eng bleiben wird", schätzt Balitsch die Lage ein. "Gegen Hoffenheim haben wir letzte Woche einen ganz wichtigen Dreier eingefahren. Jetzt haben wir gegen den direkten Konkurrenten Düsseldorf ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust. Da müssen wir die Punkte einfahren."

Stark gegen direkte Konkurrenten



In den Duellen gegen die direkten Konkurrenten haben sich die Franken in dieser Saison noch keine Blöße gegeben. Hoffenheim (4:2) und Wolfsburg (1:0) wurden geschlagen, gegen Augsburg und Fürth gab es immerhin zwei Nullnummern. Macht unterm Strich acht Punkte in vier Spielen und damit die halbe Ausbeute der bislang geholten 16 Zähler.

Gelingt gegen Düsseldorf der nächste Erfolg, würde Nürnberg nicht nur die Rheinländer überholen. "Dann wäre es auch insgesamt eine ordentliche Hinrunde gewesen", orakelt Torhüter Raphael Schäfer. "Und wir hätten eine ruhige Weihnachtszeit."

Stürmer haben noch Ladehemmung



Damit das alles nicht beim Konjunktiv bleibt, muss der FCN allerdings das Tor treffen. Sechs Mal ging Nürnberg in dieser Spielzeit bereits leer aus, nur in zwei Spielen erzielte der neunmalige Deutsche Meister mehr als einen Treffer. Die gegen Leverkusen aufgestellten Stürmer Tomas Pekhart (eins) und Sebastian Polter (zwei) kommen zusammen nur auf drei Tore, Alternativen wie Alexander Esswein oder Robert Mak haben noch gar nicht eingenetzt.

"Es ist müßig darüber zu sprechen, ob uns ein Knipser fehlt. Gegen Hoffenheim haben wir vier Tore gemacht. Da gab es keine solche Diskussionen", verteidigt Hanno Balitsch die Abteilung Attacke. Der "Club" bereitet sich nun auf die kommende Aufgabe Düsseldorf vor und muss dabei etwas improvisieren. Denn Trainer Dieter Hecking musste am Montag unters Messer und sich einer Operation am Knie unterziehen. Spätestens am Donnerstag will er aber wieder auf dem Trainingsplatz das Kommando übernehmen.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski
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