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14.05.2013 - 10:38 Uhr


Holzhäuser hört auf, Schade wird Nachfolger

Der 60 Jahre alte Michael Schade (l., mit Wolfgang Holzhäuser) ist seit 1980 bei der Bayer AG tätig

Der 60 Jahre alte Michael Schade (l., mit Wolfgang Holzhäuser) ist seit 1980 bei der Bayer AG tätig

Leverkusen - Wechsel an der Spitze des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen: Wolfgang Holzhäuser (63), seit 1998 Mitglied und seit Juni 2004 Sprecher der Geschäftsführung der Bayer 04 Fußball GmbH, wird seinen Vertrag zum 30. September 2013 beenden.
Zu seinem Nachfolger hat der Gesellschafterausschuss des Vereins in seiner Sitzung am Montagabend Michael Schade (60) berufen, derzeit Leiter der weltweiten Konzern-Kommunikation der Bayer AG und seit März 2007 Mitglied des Gesellschafterausschusses. Schade wird zum 1. Juli 2013 vom Mutter-Konzern zur Fußball-Tochter wechseln.

"Idealer Zeitpunkt, um aufzuhören"



"Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich gehen", begründet Holzhäuser seinen Entschluss. "Bayer 04 steht glänzend für die Zukunft dar. Wir haben eine tolle Mannschaft - auf und abseits des Platzes. In der zu Ende gehenden Saison haben wir unsere sportlichen Ziele mehr als erfüllt und waren bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Spielzeit für die Champions League qualifiziert. Das ist ein idealer Zeitpunkt, um aufzuhören und sich aus der operativen Arbeit bei Bayer 04 nach 15 Jahren zurückzuziehen." Holzhäuser wird Bayer 04 allerdings auch weiterhin verbunden bleiben, denn er soll im Herbst in den Gesellschafterausschuss von Bayer 04 gewählt werden.

Dessen Vorsitzender, Werner Wenning, lobt die Erfolge des scheidenden Geschäftsführers: "Wolfgang Holzhäuser hat sich um Bayer 04 sehr verdient gemacht. Er war maßgeblich beteiligt an der Umwandlung der Fußballabteilung in eine GmbH und hat Bayer 04 zu einem der modernsten Clubs der Bundesliga gemacht. Er hat zudem den Verein auf eine solide Basis gestellt. Mit sieben Qualifikationen für internationale Wettbewerbe in den vergangenen zehn Jahren und vier Vizemeisterschaften während seiner Amtszeit ist auch die sportliche Bilanz ausgezeichnet. Nicht zu vergessen sein großes Engagement bei der Modernisierung der BayArena. Wir freuen uns, dass Wolfgang Holzhäuser uns mit seiner Erfahrung und Expertise im Gesellschafterausschuss von Bayer 04 erhalten bleiben wird."

"Schade ein international erfahrener Manager"



Mit Schade hat der Gesellschafterausschuss einen Kommunikationsexperten und ehemaligen Sportjournalisten an die Spitze berufen. Wenning: "Michael Schade ist ein international erfahrener Manager und hat große Erfahrungen im Sport-Management. Außerdem gehört er seit über sechs Jahren dem Aufsichtsgremium von Bayer 04 an und ist deshalb mit allen Details sehr gut vertraut."

Der zukünftige Geschäftsführer wurde am 22. Dezember 1952 in Solingen geboren. Nach Abitur und Sportstudium an der deutschen Sporthochschule in Köln begann er seinen Berufsweg als Sportjournalist mit unterschiedlichen Funktionen bei einer Tageszeitung, Rundfunk und einem Wochenmagazin.

Schade seit 1980 bei Bayer



Im Juli 1980 trat er als Leiter Publikationen in die Dienste der Bayer AG. In dieser Funktion war er Chefredakteur aller externen und ab 1986 auch der internen Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren des Konzerns. 1994 übernahm er die Leitung der Abteilung Unternehmenspolitik, drei Jahre später zusätzlich die Verantwortung für die Pressearbeit. Seit der Neuorganisation von Bayer im Jahr 2002 leitete er die Abteilung "Unternehmenspolitik und Presse" innerhalb der Konzern-Holding. Am 1. Mai 2008 wurde er zum Leiter des Konzernbereiches Communications ernannt und damit verantwortlich für die weltweite Kommunikation der Bayer AG.

Schade war in verschiedenen Fachgremien nationaler und internationaler Verbände tätig, beispielsweise mehrere Jahre im Vorstand des deutschen sowie Präsidiumsmitglied des europäischen Fachverbandes für interne Kommunikation. Er ist derzeit Mitglied in verschiedenen Gremien des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), in zwei amerikanischen PR-Organisationen sowie im Kuratorium von zwei Bayer-Stiftungen. In seiner Heimatstadt Solingen leitete er zwölf Jahre einen großen Sportverein.
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