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06.06.2013 - 12:45 Uhr


Herrmann: "Wir haben die Klasse für den EM-Titel"

Patrick Herrmann kam in der Saison 2012/13 auf 32 Bundesliga-Spiele und sechs Tore für die "Fohlen"

Trotz der Niederlage und dem damit verbundenen Ausscheiden aus der Europa League, war die Auswärtspartie bei Lazio Rom das Saisonhighlight für Herrmann (M., mit Alvaro Dominguez und Martin Stranzl)

Bei der U21-EM in Israel trifft der Flügelflitzer auf seinen Teamkollegen Luuk de Jong. "Am besten wäre es, nicht auf ihn sondern gegen ihn zu treffen", sagt Herrmann

München - Patrick Herrmann gehörte in der vergangenen Saison zu den unumstrittenen Stammspielern von Borussia Mönchengladbach. Nur in zwei Partien fehlte der offensive Mittelfeldspieler, der mit gerade einmal 22 Jahren bereits auf 96 Bundesliga-Einsätze und 16 Tore kommt. Im Interview zieht der gebürtige Saarländer eine Saisonbilanz und blickt auch voraus auf die U21-Europameisterschaft in Israel.
bundesliga.de: Herr Herrmann, was können Sie mit Platz 8 in der Bundesliga unterm Strich anfangen?

Patrick Herrmann: Wir haben unser Saisonziel erreicht. Trotzdem wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen. Wir hatten an Europa geschnuppert und waren ganz knapp dran. Es war schade, dass wir es nicht geschafft haben. Es war eine schwierige Saison für uns, mit der wir aber zufrieden sein können.

bundesliga.de: War Europa das Highlight und die Bundesliga so einigermaßen in Ordnung?

Herrmann: Nein. Ich denke, dass wir auch eine gute Bundesliga-Saison gespielt haben. Wir hatten als Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben. Den haben wir erreicht. Europa war sicher ein Highlight in dieser Saison. Wenn ich da an das Auswärtsspiel bei Lazio Rom denke, wo uns 10.000 Gladbacher Fans begleitet und unterstützt haben. Das war für mich unbeschreiblich.

bundesliga.de: Im Herbst der Saison musste man nach den Klatschen in Dortmund und Bremen ein bisschen Angst um die Borussia haben. Da hätte der Schuss auch nach hinten losgehen können. Wie ernst war damals die Lage?

Herrmann: Es war keine einfache Gesamtsituation in dieser Saison. Wir hatten drei ganz wichtige Spieler verloren. Am Anfang der Saison hatten wir schon unsere Schwierigkeiten, diese Abgänge zu kompensieren. Wenn man uns damals gesagt hätte, dass wir so viele Punkte holen und Achter werden, dann hätten einige sicher daran gezweifelt, weil wir da gerade eine schlechte Phase durchgemacht haben. Wichtig war, dass wir uns als Mannschaft gefangen und Moral bewiesen haben. Danach haben wir dann auch die Punkte geholt.

bundesliga.de: Was für eine Mannschaft ist die Borussia? Eine, die dominant spielen kann oder eine, die kontert?

Herrmann: Wir sind eine spielerische Mannschaft. In den guten Spielen in dieser Saison hatten wir eindeutig mehr Ballbesitz und das Spiel gemacht. Als Fußballer will man immer dominant spielen. Es ist einfacher zu spielen, wenn man viel Ballbesitz hat. Wir haben in der Saison oft gezeigt, dass wir das können.

bundesliga.de: Sie haben in den letzten zweieinhalb Jahren neben Mike Hanke gespielt, der die Borussia nun verlässt. Wie haben Sie ihn gesehen?

Herrmann: Er war bei uns ein Führungsspieler, von dem man etwas abgucken konnte. Er ist zwar nicht der gleiche, schnelle Spielertyp wie ich, aber vor dem Tor war er eiskalt.

bundesliga.de: Wie sind Sie mit der neuen Mehrfachbelastung umgegangen?

Herrmann: Wir haben uns da teilweise auch schwer getan. Bei mir kamen ja noch die Spiele mit der U21 dazu. Wenn man so viele Spiele macht, ist es auch normal, dass man nicht immer auf höchsten Niveau spielen kann,

bundesliga.de: Jetzt beginnt die U21-Europameisterschaft in Israel. Im ersten Spiel treffen Sie gleich auch auf Ihren Gladbacher Teamkollegen Luuk de Jong.

Herrmann: Stimmt, am besten wäre es aber noch, nicht ihn sondern gegen ihn zu treffen.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie die Gruppe mit Holland, Russland und Spanien ein? Was ist für Deutschland bei der EM drin?

Herrmann: Wir wollen uns erst einmal in der schweren Gruppe durchsetzen und bei der EM viel erreichen, am besten den Titel holen. Wir haben die Klasse dafür.

Tobias Gonscherowski
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