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09.01.2013 - 11:03 Uhr


Fürths neuer Stürmer Djurdjic: "Er hat etwas Besonderes"

Erstes Spiel, erster Torjubel: Fürths Neuzugang Nikola Djurdjic (Nr. 40) im Testspiel gegen BB Istanbul

Den zweiten Treffer der Fürther bereitete der Neuzugang vor. Ein perfekter Einstand

Zuvor hatte der Kroate (v.) bei Helsingborgs IF und Haugesund FK in Norwegen gespielt

31 Tore in 39 Einsätzen sprechen eine deutliche Sprache. Der Mann weiß, wo das Tor steht!

Belek - Seine Freundin, sagt Nikola Djurdjic, sei begeistert gewesen von seinem neuen Club. Begeistert? Von der SpVgg Greuther Fürth? Dem Tabellenletzten der Bundesliga? Sicher, bekräftigte Djurdjic - die Freundin fand die goldenen Rückennummern auf den grün-weißen Trikots klasse. Dafür, dass die SpVgg über die optischen Reize ihres Shirts hinaus attraktiv wird, soll Djurdjic in der Rückrunde selbst sorgen.
"Ich weiß genau, was man von mir erwartet. Mein Job ist es, Tore zu schießen - möglichst sofort", sagte der 26 Jahre alte Serbe, in den Fürth große Hoffnungen setzt. Und Djurdjic weiß, wie es geht: 31 Mal hat er 2012 für seine Clubs Haugesund FK und Helsingborgs IF bei 39 Einsätzen getroffen. In der Europa League erzielte er für HIF vier Treffer (einen gegen Hannover 96), in der Allsvenskan glückten ihm bei elf Einsätzen zehn. Fürth kam im gleichen Zeitraum in der Bundesliga auf elf Tore.

Debüt mit Tor und Vorlage



Die Angst vor dem Abstieg ist groß beim "Kleeblatt", Djurdjic aber teilt sie nicht. "Das ist schließlich eine der besten zweiten Ligen der Welt", sagt er über das deutsche Unterhaus. Spielen will er dort trotzdem nicht unbedingt. "Ich möchte so viele Tore schießen, dass es für den Klassenerhalt reicht", sagt er. Begonnen hat der 1, 83 m große Angreifer mit dem Toreschießen gleich beim Debüt. In Belek im Trainingslager drosch er am Dreikönigstag den Ball aus 25 Metern in den Winkel. Das Tor zum 2:0-Endstand gegen BB Istanbul legte er auf.

"Nikola hat sofort seine Qualitäten unter Beweis gestellt", lobte Trainer Mike Büskens. Er warnte zwar davor, Djurdjic "alleine in die Rolle des Hoffnungsträgers zu bringen". Doch nach den ersten Tagen mit dem Neuen weiß er nur Positives zu berichten. "Er sucht sofort den Abschluss und ist ein sehr offener Typ, der mit anpacken will." Djurdjic, der bis 2016 unterschrieb, eilt ein guter Ruf voraus. "Er hat etwas Besonderes, etwas, das vielen fehlt. Er arbeitet sehr viel, ist ein echter Torjäger, aber auch ein guter Vorlagengeber", sagt Age Hareide, der ihn in Helsingborg trainierte.

Fürth statt Milan



Die norwegische Tageszeitung Dagbladet beschrieb den beidfüßigen Stürmer in seiner Zeit bei Haugesund einmal als "technisch brillant und taktisch clever". Einige Bundesligisten und der FC Fulham waren ebenfalls an Djurdjic interessiert, schwedischen Medien zufolge hat ihn neben Alkmaar und Udinese auch der große AC Mailand beobachten lassen. "Es war immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen", sagt Djurdjic. Fürth habe das Rennen gemacht, weil er dort sofort gesetzt sei. Seinen Einstand gegen Istanbul nannte er "perfekt".

Wobei: Am Tag darauf musste er wegen blutiger Blasen mit dem Training aussetzen. "Ich hatte neue Schuhe an", sagte er zur Entschuldigung.
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