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15.04.2013 - 15:54 Uhr


Fürstner: "Als ob ich ein Fußballspiel im Fernsehen sehe"

Häufig einen Schritt zu spät gegen den BVB: Stephan Fürstners (r.) Fürther

Fürstner (l., gegen Mats Hummels) absolvierte gegen Dortmund seine 26. Bundesliga-Partie

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler hofft darauf, Fürths Fans in der antehenden Partie gegen Nürnberg "zu entschädigen"

Fürth - Nach der deutlichen 1:6-Niederlage gegen die brillant aufspielende Borussia aus Dortmund stellte sich Greuther Fürths Mittelfeldspieler Stephan Fürstner den Fragen der Journalisten. Der 25-Jährige suchte keine Ausreden für den schwachen Auftritt seiner Mannschaft insbesondere in der ersten Halbzeit.
Stattdessen forderte er Wiedergutmachung - im Franken-Derby beim 1. FC Nürnberg am kommenden Sonntag.

Frage: Stephan Fürstner, wie fällt Ihr Fazit nach dieser heftigen Niederlage aus?

Stephan Fürstner: So darf man nicht auftreten, die erste Halbzeit war absolut bodenlos von uns. So wie wir das gemacht haben, darf man sich einfach nicht präsentieren. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt.

Frage: Wie denn?

Fürstner: Eigentlich haben wir uns vorgenommen, Spaß zu haben, das Spiel bewusst anzugehen. Aber so war es für die Dortmunder viel zu einfach, gegen uns Tore zu machen. Wir haben in keiner Phase des Spiels selbst Druck ausgeübt.

Frage: Dass die Borussia ein Champions-League-Spiel in den Knochen hatte, hat man nicht gemerkt.

Fürstner: Ehrlich gesagt hatten wir genau darauf ein bisschen spekuliert. Wir hatten gehofft, dass sie den internationalen Fußball noch ein wenig im Kopf haben würden. Wir haben vielleicht gedacht, dass die mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache sind nach dieser Woche mit dem Spiel gegen Malaga und der Halbfinal-Auslosung.

Frage: Aber das war nicht der Fall. Es wirkte eher so, als ob Greuther Fürth nicht ganz bei der Sache wäre.

Fürstner: Das stimmt, aber das macht halt auch eine Spitzenmannschaft aus. Die Dortmunder haben fantastisch rochiert. Die hatten - ähnlich wie die Bayern - ständige Positionswechsel in ihrem Spiel. Ich kam mir manchmal vor, als ob ich ein Fußballspiel im Fernsehen sehe. Man schaut halt irgendwie zu. Jetzt ist uns das selbst passiert.

Frage: Wie soll diese Klatsche aufgearbeitet werden?

Fürstner: Jeder Einzelne von uns sollte sich hinterfragen, ob er in der ersten Halbzeit wirklich alles für den Erfolg der Mannschaft gegeben hat. Ob da auch wirklich alles in der Waagschale war. Wir haben als Mannschaft zu keiner Phase einen Weg gefunden, den BVB dauerhaft vor Probleme zu stellen.

Frage: Beim 0:3 gegen Hoffenheim am 25. Spieltag erntete die Mannschaft Spott vom eigenen Anhang, heute ist es hingegen ruhig geblieben.

Fürstner: Wir müssen uns bei den Fans bedanken. Sie haben uns nicht ausgepfiffen. Das war fantastisch, wie sie uns die Stange gehalten haben. Sie haben uns zu verstehen gegeben, dass sie uns auch dann unterstützen, wenn wir absteigen. Kompliment an die Fans.

Frage: Unmittelbar nach dem Schlusspfiff ertönten dann aber die Rufe. "Wir woll'n den Derbysieg", sangen die Fans. Am kommenden Sonntag geht's zum Derby nach Nürnberg.

Fürstner: Das ist jetzt die Herausforderung, unsere Fans im nächsten Spiel vielleicht für das zu entschädigen, was wir ihnen in der gesamten Saison nicht haben zeigen können.

Aus Fürth berichtet Christoph Ruf
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