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21.04.2013 - 18:35 Uhr


Freude in Frankfurt

Armin Veh (r.) lässt dem Spiel seine Freude raus und nimmt fortan das Ziel Europa League ins Visier

Oka Nikolov machte (l.) den Sieg mit seinem gehaltenen Handelfmeter gegen Michel Bastos erst möglich

Marco Russ (M.) erzielte den einzigen Treffer des Tages gegen den FC Schalke 04. Nach einem Freistoß stieg er am höchsten

Frankfurt - Eintracht Frankfurt zeigt eine Reaktion auf die schlechte Leistung in Augsburg und kann die heimische Niederlagenserie beenden. Mit dem 1:0 Sieg gegen Schalke 04 mischt Frankfurt bei der Vergabe um die europäischen Plätze wieder kräftig mit. Entscheidend waren dabei der älteste und der jüngste Spieler der Hessen.
Vor dem Spiel gegen Schalke machte man sich in Frankfurt keine großen Hoffnungen auf einen Sieg und begab sich gerne in die Rolle des Außenseiters. "Ich war in den letzten Tagen nicht so optimistisch, aber wir haben eine tolle kämpferische Leistung geliefert. Das ist ein Sieg zum richtigen Augenblick. Unverhofft kommt oft", so ein fröhlicher Heribert Bruchhagen nach dem Spiel. Tatsächlich ist die Eintracht mit großen Personalsorgen in die Auseinandersetzung mit Schalke gegangen.

"Gute Reaktion auf das Spiel in Augsburg"



Neben dem gesperrten Sebastian Jung sind die Stammspieler Kevin Trapp, Pirmin Schwegler und Alexander Meier verletzt ausgefallen. Eintracht-Trainer Armin Veh sagt dazu:"Normalerweise können wir so viele fehlende Spieler nicht ersetzen, aber wir haben bis zum Letzen gekämpft und sind bis zum Schluss viel gelaufen. Wir haben wirklich leidenschaftlich Fußball gespielt."

Einen großen Anteil an dem unverhofften Sieg hatte ausgerechnet eine der Ersatzkräfte: Der 38-jährige"ewige Oka" Nikolov zeigte eine Vielzahl von Paraden und hielt sogar einen Elfmeter. Das war für Armin Veh eine der Schlüsselszenen des Spiels: "Mein "Alter" hat in in dieser Situation hervorragend reagiert und war auch danach ein ausschlaggebender Spieler, um das Ergebnis bis zum Ende zu halten."

Der von den Frankfurter Fans euphorisch gefeierte Nikolov spielte seine Rolle gewohnt bescheiden herunter: "Ich habe meinen Teil zum Sieg beigetragen, aber 90 Prozent bei einem gehaltenen Elfmeter sind Glückssache. Insgesamt war es wichtig heute anders aufzutreten und nach dem Spiel in Augsburg eine Reaktion zu zeigen."

"Die Europa-League ist für uns möglich"



Neben dem "Oldie" Oka Nikolov setzte ein "Youngster" spielerische Akzente. Marc Stendera stand zum ersten Mal in der Startelf und machte überhaupt erst sein zweites Bundesligaspiel. Der 17-jährige bestach mit seinem leidenschaftlichen Einsatz und guten Standards. Einer seiner Freistöße war die Vorlage zum entscheidenden Tor. "Die Freistöße haben schon die ganze Woche im Training gut geklappt", so der Shootingstar. Trainer Armin Veh ist sich sicher, dass Stendera seine Leistung auch in Zukunft bringt: "Er kann sich in der Bundesliga durchsetzen und Stammspieler werden."

Nach dem Sieg ist die Abwärtsbewegung der Eintracht erst mal gestoppt und die Hessen sind wieder mitten im Kampf um die internationalen Plätze. Sebastian Rode, der die Eintracht als Kapitän aufs Feld führte, definiert die Ziele der Mannschaft: "Wir wollen im nächsten Jahr europäisch spielen und uns selbst für unsere guten Leistungen belohnen."

Am nächsten Wochenende geht es für die wieder selbstbewussteren Frankfurter zum Derby bei Mainz 05. Es ist die nächste Möglichkeit für die Eintracht, aus einer guten eine sehr gute Saison zu machen und sich für den kommenden internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Zwar muss Frankfurt dann auf den gelbgesperrten Carlos Zambrano verzichten, aber für Trainer Veh ist eines trotzdem klar: "Die Europa-League ist für uns möglich."

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius
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