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30.10.2012 - 08:36 Uhr


Fortuna vor Derby-Woche der Wahrheit

Nach drei Niederlagen in Serie steht Fortuna Düsseldorf unter Druck - nun wartet eine Derby-Woche auf die "Rot-Weißen"

"Unser Gesicht war 50 Minuten bis zum ersten Gegentor gut", sagte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz über die Partie gegen den VfL Wolfsburg. "Darauf müssen wir aufbauen"

Die Elf von Trainer Norbert Meier tritt am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach an, drei Tage später geht es in Leverkusen um Punkte

Düsseldorf - Nach der deftigen 1:4-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg nähert sich Fortuna Düsseldorf so langsam den Tabellenregionen, in denen der Aufsteiger von Anfang an vermutet wurde. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte, die Formkurve zeigt zuletzt nach unten.
Jetzt stehen innerhalb von vier Tagen zwei rheinische Derbys an, zunächst am Mittwoch im Pokal gegen Mönchengladbach anschließend in der Bundesliga am Samstag in Leverkusen.

Fortuna zehrt von gutem Start



Die nackten Zahlen sind ernüchternd. Drei Niederlagen hintereinander, davon zwei im eigenen Stadion, bei 1:10-Toren und zwei Platzverweisen (jeweils gegen Oliver Fink). Fortuna Düsseldorf muss aufpassen, dass die Mannschaft nach dem fabelhaften Auftakt nicht in eine Negativspirale gerät. Noch zehrt die Elf von Trainer Norbert Meier von den zehn Punkten, die in den ersten sechs Spielen ohne Niederlage eingefahren wurden.

Doch die Vorstellung gegen den VfL Wolfsburg sollte zu denken geben. Gegen den zuvor sieben Spiele sieglosen Tabellenletzten, dem in acht Spielen auch nur zwei Saisontore gelungen waren, so aufzutreten, stellt der Fortuna kein gutes Zeugnis aus. Düsseldorf-Kapitän Andreas Lambertz sieht trotzdem keinen Grund zur Besorgnis.

"Unser Gesicht war 50 Minuten bis zum ersten Gegentor gut. Bis dahin war alles gut. Darauf müssen wir aufbauen", meinte das Düsseldorfer Urgestein. "Wir haben jetzt drei Spiele verloren. Da war das Spiel in Mainz dabei, in dem wir in der 85. Minute 0:1 verlieren. Das Bayern-Spiel interessiert mich gar nicht, weil die in einer anderen Liga spielen. Und gegen Wolfsburg war bis zur 50. Minute kein Klassenunterschied zu sehen. Ich sehe keinen Negativtrend."

Zwölf Gegentore in vier Partien



Aber: Auch schon vor dem Seitenwechsel besaßen die sichtlich verunsicherten "Wölfe" die deutlich besseren Tormöglichkeiten. Eine Woche nach dem 0:5-Debakel gegen Bayern München zeigte die Fortuna nach dem ersten Gegentor dann erneut Auflösungserscheinungen.

Nachdem der Aufsteiger in den ersten fünf Spielen komplett ohne Gegentor geblieben war, klingelte es in den letzten vier Partien gleich zwölf Mal im Kasten von Fabian Giefer. "Neun Gegentore in den letzten beiden Spielen sind natürlich viel zu viel", schätzt Abwehrchef Jens Langeneke die Situation schon realistischer ein. "Wir müssen weiter an uns arbeiten, damit uns diese Fehler nicht wieder unterlaufen."

Der Trainer appelliert an die Tugenden, die die Rheinländer in den ersten Wochen der Saison so vorbildlich abgerufen haben. "Nach den Negativerlebnissen, die wir jetzt zwei Mal hatten, müssen wir unser Selbstvertrauen und den Gemeinschaftssinn beibehalten", fordert Norbert Meier. "Diese beiden Spiele tun weh, aber wir müssen nach vorne schauen. Wir haben nur als Team eine Chance. Das gilt auch wieder für den kommenden Mittwoch, wenn wir eine Leistung abliefern müssen, die Pokalcharakter in die Begegnung gegen Gladbach bringt."

Derby-Woche steht vor der Tür



Gegen den Rivalen vom Niederrhein erkämpfte sich die Fortuna am 2. Spieltag ein respektables 0:0-Unentschieden. Diese Stabilität in der Defensive wird nötig sein, will Düsseldorf nicht nur im Pokal eine Runde weiterkommen, sondern auch in der Bundesliga über dem Strich vor den Abstiegsrängen bleiben.

Drei Tage später gastiert der Bundesliga-Rückkehrer zum nächsten rheinischen Derby, diesmal um Punkte bei der heimstarken "Werkself" von Bayer Leverkusen. Es werden richtungsweisende Spiele für die Fortuna, die zeigen werden, ob die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld verbleiben kann oder doch bald mitten im Abstiegskampf steckt.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski
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