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25.02.2013 - 14:09 Uhr


Flexibel erfolgreich sein

Kam im Sommer vom VfB Stuttgart zur Eintracht und überzeugt seitdem vollauf: Stefano Celozzi

Srdjan Lakic (M.) wechselte in der Winterpause vom VfL Wolfsburg in die Mainmetropole und traf im ersten Spiel beim HSV doppelt, zuletzt in Freiburg fehlte er verletzt

Trainer Armin Veh (l.) und Manager Bruno Hübner sind die Väter des Höheflugs der Frankfurter

Freiburg - Armin Veh wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Ja, Stefano hat seine Sache heute sehr gut gemacht", betonte der Frankfurter Coach nach dem 0:0 im eiskalten Freiburger Mage-Solar Stadion.
Und schob nach: "Das sage ich nicht nur wegen der zwei Aktionen nach der Ecke." Der 24-jährige Stefano Celozzi , mit eine1,71 Metern nicht gerade ein Riese, hatte gleich zwei Mal (64./65.) Freiburger Großchancen zunichte gemacht, indem er nach Ecken Kopfbälle von Jan Rosenthal und Matthias Ginter von der Linie kratze.

Celozzi überzeugt auch offensiv



Für den ehemaligen Stuttgarter selbst waren die beiden Rettungstaten jedoch nicht der Rede wert: "Der Kleinste steht eben am Pfosten und macht weg, was auf ihn zukommt", sagte er lachend. Auch der gelernte Verteidiger Celozzi ("da waren die erstmal überrascht"), der am Samstag auf der offensiven rechten Außenbahn agierte, war allerdings froh, dass die Freiburger eine Weile brauchten, bis sie sich auf das ungewohnte Frankfurter Spielsystem eingestellt hatten:

Die Hessen waren mit einer Mittelfeldraute angetreten - zum ersten Mal in dieser Saison. "Wir haben früh gepresst und hatten deswegen nicht so weite Wege zum Freiburger Tor", analysierte Trainer Veh, der das Remis ein "gerechtes Ergebnis" nannte. "In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und hatten die Partie im Griff, in der zweiten Halbzeit war Freiburg dann besser."

Veh möchte variabel bleiben



Von den letzten zehn Heimspielen der Freiburger endeten acht ohne Gegentor - auch da war die Eintracht also in guter Gesellschaft. "Wir werden jetzt nicht immer so spielen, werden die Taktik aber sicher auch künftig manchmal verändern", kündigte Veh an. Taktische Flexibilität wird die Eintracht auch in den kommenden Wochen brauchen, schließlich war eine Erkenntnis der Partie am Freitag, dass die Alternativen im Sturm rar sind, so lange unklar ist, wann Srdjan Lakic (Rückenprobleme) wieder zur Verfügung steht.

Angreifer Olivier Occean, der in der Halbzeit für den gelb-rot gefährdeten Karim Matmour in die Partie kam, wies jedenfalls nach, dass seine Stärken im Strafraum liegen - nicht im flinken Kombinationsspiel, das die Frankfurter im ersten Durchgang zeigten. Und nicht im Pressing, das den Gästen in der ersten Halbzeit so gut gelang - und das seinen Teil zur Verunsicherung des Gegners beitrug.

Druckvolle rechte Seite - Zeit für Scherze



Besonders über die rechte Außenbahn setzte die Eintracht die Gastgeber im ersten Durchgang immer wieder unter Druck, im zweiten hatte sie genug damit zu tun, tiefer in der eigenen Hälfte einen Rückstand zu vermeiden. "Wir haben das ganz gut gemacht gegen ein gutes Freiburger Team, auch wenn wir nicht die ganz großen Tormöglichkeiten hatten", sagte Alexander Meier, der im zweiten Durchgang der Adressat der meisten langen Bälle aus dem Frankfurter Halbfeld war.

Darauf angesprochen, ob ihm im Angriff nicht allmählich die Alternativen ausgingen, ob sein Team also nicht eine Stürmerkrise befalle, flüchtete sich Armin Veh in die Ironie: "Eigentlich haben wir sogar eine echte Krise, bei 38 Punkten aus 23 Spielen." In der Tat kann Veh gut lachen, sein Team bleibt auf Rang vier. Und Veh weiß: "In dieser Saison werden wir jedenfalls keine Krise mehr bekommen."
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