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Bundesliga

06.12.2012 - 18:43 Uhr


Findet 1899 unter Kramer in die Spur?

Maximilian Beister (r.), der am vergangenen Spieltag beim Remis in Wolfsburg traf, fehlt Hamburg am Freitag

Frank Kramer steht vor seinem ersten Spiel als Trainer der 1899-Profimannschaft

Frust: Hoffenheims Spieler nach dem 1:4 gegen Werder Bremen letzte Woche

Hamburg - Thorsten Fink hatte sich auf Markus Babbel gefreut. Ein nettes Pläuschchen mit seinem alten Bayern-Spezi, mit dem er als Spieler 1999 und 2000 den Gewinn der Deutschen Meisterschaft feierte, war fest eingeplant. Doch Babbel ist als Chefcoach bei 1899 Hoffenheim Geschichte, der Trainer des Hamburger SV wird am Freitagabend (Freitag, ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) stattdessen einem ihm Unbekannten die Hand drücken: Frank Kramer feiert bei den Kraichgauern sein Bundesliga-Debüt.
40 Jahre ist Kramer alt, war als Spieler unter anderem in der Regionalliga beim TSV Vestenbergsgreuth und dem SC Weismain aktiv. Taktische Überraschungen fürchtet Fink derweil nicht.

Son und Arslan zurück beim HSV



"Es ist immer schwierig, in ein paar Tagen alles zu ändern", sagte Fink: "Also denke ich mal, dass sich nicht viel ändert." Das war es dann auch schon fast, was der HSV-Trainer zum Gegner sagen mochte. Denn wer selbstbewusst ist, der schaut nur auf seine eigene Leistung. Und die hat beim Bundesliga-Dino gegen Schalke (3:1) und in Wolfsburg (1:1) über weite Strecken gestimmt.

Noch ohne den verletzten Spielmacher Rafael van der Vaart, aber mit Top-Torjäger Heung-Min Son in der Startelf soll nun der dritte Heimsieg in Serie her. So könnten die Hanseaten weiter in Richtung Europapokal schielen. Maximilian Beister steht wegen eines Muskelfaserrisses nicht zur Verfügung. Tolgay Arslan hingegen kehrt nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre wohl ins offensive Mittelfeld zurück. Als Linksverteidiger wird entweder Zhi Gin Lam oder Dennis Aogo agieren.

Hoffenheimer Schwäche bei Standards



Davon sind Kramer und seine Hoffenheimer meilenweit entfernt. Für den Debütanten geht es in erster Linie darum, mit einer motivierenden Ansprache in die Köpfe seiner Spieler vorzudringen. 1899 will sich in Hamburg "Selbstbewusstsein erarbeiten" und nach zuletzt vier Niederlagen ein Lebenszeichen senden. Unter anderem holte Kramer den unter Babbel suspendierten früheren Nationalspieler Tobias Weis in die Mannschaft zurück. Außerdem nahm er sich eines großen Hoffenheimer Problems an: der Standard-Situationen.

"Wenn man sich die Statistik anschaut, ist die Baustelle nicht wegzudiskutieren", sagte Kramer, der seine Mannschaft für einen "sehr konzentrierten, aufmerksamen und willigen" Auftritt in den ersten Trainingseinheiten lobte.

Wirkt der Trainerwechsel?



Der HSV will den mentalen Effekt des Trainerwechsels beim Gegner keinesfalls unterschätzen. "Jeder, der das schon einmal mitgemacht hat, weiß, dass da schon etwas passiert. Jeder Spieler will sich neu beweisen, will zeigen, dass er in die Mannschaft gehört", sagte Hamburgs Aogo.

Sebastian Rudy steht nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder im Kader der Hoffenheimer. Dagegen werden aufgrund von Verletzungen Chris, Stefan Thesker, Jannick Vestergaard sowie Tim Wiese nicht zur Verfügung stehen.

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