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15.05.2013 - 09:11 Uhr


FC Augsburg: Mit Rekordaufholjagd zum Klassenerhalt?

Verhalten optimistisch, dennoch warnt Markus Weinzierl (r.) vor dem finalen Duell: "Fürth hat sich noch nicht aufgegeben, die werden kämpfen"

Matthias Ostrzolek (r.) glaubt seine Augsburger selbstbewusst

Am Ende jubelten die Frankfurter: Dank eines Sieges am letzten Spieltag schaffte die Eintracht 2000 den Klassenerhalt, Gegner Ulm stieg ab

München - Bei Eintracht Frankfurt denken sie noch heute an den rettenden 5:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern am finalen Spieltag der Saison 1998/99 als größten Coup im Kampf gegen den Abstieg - dabei sollte den Hessen eine Spielzeit später ein noch historischeres Heldenstück gelingen.
Bachirou Salou und Horst Heldt besiegelten am 20. Mai 2000 eine bislang einzigartige Aufholjagd, die am 34. Spieltag im entscheidenden 2:1-Erfolg über den direkten Konkurrenten SSV Ulm und Rang 13 mündete. All das, nachdem die Eintracht mit zehn Zählern Rückstand gegenüber dem damals auf Platz 15 stehenden SSV in die zweite Saisonhälfte gestartet war (einen Zwei-Punkte-Abzug inbegriffen).

Dass der FC Augsburg am kommenden Wochenende die Möglichkeit hat, diesen Bestwert zu toppen, ist der aktuellste Beweis der außergewöhnlichen Leistungssteigerung der Schwaben nach der Winterpause. Gerade einmal neun Punkte hatte Markus Weinzierls Mannschaft nach 17 Partien, inzwischen sind es 30. Das sind zwar so viele wie Frankfurt 1999/2000 unter Felix Magath allein in der Rückrunde sammelte - doch zwischenzeitlich elf Punkte Rückstand, wie ihn Augsburg bei Erreichen des 15. Platzes am 34. Spieltag aufgeholt hätte, mussten selbst die Hessen nicht überwinden.

"Die Düsseldorfer zittern"



Dass es für den historischen Schlussspurt möglicherweise nicht einmal eines Sieges bedarf - der 15. Fortuna Düsseldorf liegt nur noch fünf Tore vorn - scheint den Augsburgern Rückendwind zu verleihen. "Wie man gesehen hat, fangen die Düsseldorfer an zu zittern", sagte Matthias Ostrzolek auch angesichts der mageren Ausbeute der Fortuna von nur neun Punkten in 2013. Selbst nach der 0:3-Pleite vom vergangenen Wochenende beim Meister FC Bayern München meinte der FCA-Linksverteidiger: "Das Spiel gibt uns Selbstvertrauen."

Gut möglich jedenfalls, dass sich Weinzierl bei der Einstimmung auf das finale Duell mit dem Tabellenletzten Greuther Fürth am Samstag Frankfurts historischem Erfolg bedient. "Wir haben jetzt ein Endspiel, und darauf freuen wir uns", sagt er. Seinen Optimismus im nervenbelastenden Schlussakt füttert derweil unter Umständen auch der Faktor Erfahrung: im Jahr 2000 unterlag mit Ulm der Aufsteiger. Und Neuling ist schließlich die Fortuna.

Felix Seaman-Höschele

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