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Bundesliga

23.01.2013 - 10:17 Uhr


Eiskalt im Eisschrank

Mario Götze (r.) und Marco Reus erzielten beim 5:0 bei Werder Bremen jeweils ihr siebtes Saisontor

Reus traf zum dritten Mal mit einem direkt verwandelten Freistoß ins Netz

Stürmer Robert Lewandowski ist mit elf Saisontoren Borussia Dortmunds erfolgreichster Schütze

München - Borussia Dortmund hat sich den Witterungsbedingungen im Weser-Stadion am Samstag optimal angepasst. Vor des Gegners Tor überzeugte der BVB bei minus fünf Grad Außentemperatur mit eiskalter Effizienz - ein Trend, der sich schon gegen Ende der Hinrunde andeutete.
Dem 3:1 bei 1899 Hoffenheim am 17. Spieltag folgte das 5:0-Schützenfest bei Werder Bremen zum Rückrundenauftakt - beide Male verwerteten Robert Lewandowski und Co. 100 Prozent ihrer Großchancen. Beim Gastspiel in der Hansestadt stellte der Deutsche Meister früh die Weichen auf Sieg. "Am Anfang waren wir sehr effizient. Zwei Einzelaktionen von Marco Reus und Mario Götze haben uns 2:0 in Führung gebracht", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

"Haben richtig geilen Fußball gezeigt"



Reus' Freistoßtreffer zum 1:0 in der neunten Minute war der erste Dortmunder Torschuss der Partie - schon zum dritten Mal in dieser Saison traf der BVB gleich mit dem ersten Schuss ins Schwarze. "Wir haben von der ersten Minute an richtig geilen Fußball gezeigt, unseren BVB-Fußball", sagte Kevin Großkreutz. Der Frühstart ist keineswegs Zufall, denn schon zum siebten Mal netzten die Dortmunder in der Anfangsviertelstunde ein und liegen mit dieser Statistik im Ligavergleich auf Platz 1.

Eine frühe Führung gibt bekanntlich Sicherheit, die beim BVB in Bremen in einen Torrausch mündete. Von 15 Torschüssen fand jeder dritte den Weg ins Netz - effektiver war die Borussia bislang noch nie in dieser Saison. "Dass wir nach vorne gut Fußball spielen können, ist mir schon aufgefallen, aber wir haben mit unserer brutalen Qualität relativ wenig Tore nach Kontern oder Schnellangriffen erzielt - da haben wir heute unsere Quote deutlich verbessert", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp. In der Tat verwerteten die Dortmunder an den ersten 16 Spieltagen im Schnitt nur jeden achten Torschuss (32 von 257).

Offensiv-Quartett mit Top-Quoten



"Es gab Spiele, in denen wir deutlich stärker waren, und die wir nicht gewonnen haben", sagte Klopp nach dem Sieg gegen Hoffenheim. Dabei weisen die Dortmunder insgesamt in der Bundesliga die drittbeste Quote bei der Verwertung ihrer Großchancen auf: 20 von 33 führten zu Toren - nur Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach waren in dieser Hinsicht besser.

"Wir haben am Ende eiskalt gekontert und die Tormöglichkeiten perfekt abgeschlossen", analysierte Kapitän Sebastian Kehl - und das auch dank des effizienten Offensiv-Quartetts um Lewandowski, Reus, Götze und Jakub Blaszczykowski. Lewandowski nutzte in dieser Spielzeit acht von neun Großchancen, Götze drei von vier, Reus eine von zwei und "Kuba" fünf von sieben. "Wir standen kompakt, haben schnell nach vorne gespielt und wieder eiskalt zugeschlagen", sagte Großkreutz. Und wenn der BVB diese Coolness vor dem gegnerischen Kasten auch bis in den Frühling retten kann, müssen sich die Konkurrenten an der Tabellenspitze schon bald warm anziehen.

Maximilian Lotz
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