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12.03.2013 - 08:45 Uhr


Effizienz fehlt - und jetzt kommen die Bayern

Bayer Leverkusens Top-Torjäger Stefan Kießling erwischte beim 0:1 beim 1. FSV Mainz 05 vor den Augen von Bundestrainer Jogi Löw einen gebrauchten Tag

Frust pur bei Manuel Friedrich (l.), Kießling und Co.: Ein Handelfmeter sorgt in der Coface Arena für die Entscheidung

Auch Andre Schürrle (r., hier gegen Nicolai Müller) konnte an seiner alten Wirkungsstätte kaum Akzente setzen

Mainz - Lars Bender eilte direkt nach dem Abpfiff fluchend in die Kabine. Durch einen Handelfmeter hatten er und Bayer Leverkusen mit 0:1 beim 1. FSV Mainz 05 verloren und damit die Chance verpasst, auf Platz 2 vorzurücken.
Doch noch mehr ärgerte die Rheinländer, nicht mehr aus der eigenen Überlegenheit gemacht zu haben. "Wir waren in unseren Offensivaktionen - im Abschluss oder beim letzten Pass - nicht zwingend genug", analysierte Trainer Sascha Lewandowski: "Das ist eine brutal ärgerliche Niederlage, die mich total nervt."

Durchschlagskraft fehlt



So ähnlich sah das auch Nationalspieler Andre Schürrle: "Wir haben uns manchmal gut durchgespielt, aber einfach keinen Abnehmer in der Mitte gefunden, der den Ball reinmacht", konstatierte der Flügelspieler nach dem Auftritt an alter Wirkungsstätte, an der er im direkten Duell auf den alten Kumpel Stefan Bell aus Mainzer Junioren-Zeiten traf. Er freue sich für Stefan, meinte Schürrle über das Startelfdebüt des alten Weggefährten.

Den Leverkusenern fehlte in der Coface Arena einfach die Durchschlagskraft und nötige Wucht im Offensivspiel. Kapitän Simon Rolfes analysierte: "Wir waren in der Hinserie effizient, in der Rückrunde spielen wir schöner, aber weniger kaltschnäuzig."

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw lieferte Bayers Top-Torjäger Stefan Kießling eine für seine Verhältnisse schwache Leistung ab. Dennoch bemängelte Lewandowski: "Es gab genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden." Allerdings verteidigten die Mainzer nach der Führung durch den verwandelten Elfmeter von Andreas Ivanschitz (61.) auch sehr verbissen. Nach dem Rückstand wirkte das Leverkusener-Spiel noch weniger druckvoll als zuvor.

Vorsprung schmilzt



Die "Werkself" verlor an diesem Spieltag nicht nur das Spiel. Der Abstand des Tabellendritten zum Tabellenvierten Schalke 04 beträgt nun nur noch sechs Punkte. Hätte man in Mainz gewonnen, wären man auf Rang 2 vorgerückt.

"Das muss uns egal sein, wie Dortmund spielt. Wir müssen unsere Punkte holen", forderte Schürrle. Und Sportdirektor Rudi Völler wusste bereits direkt nach dem Abpfiff, wohin der Blick bei Bayer in den nächsten Wochen gehen muss: "Wir wissen schon, woher die Musik kommt, wie weit Schalke entfernt ist." Kapitän Rolfes meinte aber, die Mannschaft sei stark genug, um auf sich selbst schauen zu können.

Für die Leverkusener heißt es also, weiter fleißig punkten, die Konkurrenz um die direkte Qualifikation für die Champions League rückt näher. Dass nun ausgerechnet der weit enteilte Tabellenführer FC Bayern München am nächsten Wochenende Gast in der BayArena ist, macht die Aufgabe nicht gerade leichter.

Optimismus vor Bayern-Spiel



Bayer liegt schon 21 Punkte hinter dem wahrscheinlichen neuen Meister. Doch vielleicht erinnern sich die Leverkusener Spieler ja an die Hinrunde, als sie den FCB besiegten - als nach wie vor einzige Mannschaft in dieser Saison.

Rolfes jedenfalls versprüht Optimismus vor dem Auftritt gegen den Rekordmeister: "Das war ein Highlight der Hinrunde. Wir freuen uns alle auf das Spiel. In Leverkusen ist es was ganz Besonders, gegen die Bayern zu spielen", sagte der Mittelfeldspieler. Mit einem weiteren Sieg? Rolfes: "Wenn uns das nächste Woche gelingen würde, wäre das natürlich grandios."

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter
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