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16.04.2013 - 12:14 Uhr


Düsseldorf setzt im Endspurt auf positive Ansätze

Die Enttäuschung war bei der Fortuna nach dem 2:2-Remis gegen Bremen groß. Der Vorsprung auf auf den 16. Augsburg beträgt nur noch drei Punkte

Trotz zweier Tore von Stefan Reisinger reichte es nicht zum Sieg. "Es war mehr drin. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", so der Routinier

"Wir hätten gerne gewonnen. Es gab viele Aktionen im Spiel, in denen man sieht, dass wir unsere Qualitäten haben", erklärte Torhüter Fabian Giefer nach dem Spiel

Düsseldorf - Es wird eng und enger für Fortuna Düsseldorf. Während die Rheinländer gegen Werder Bremen nicht über ein 2:2-Unentschieden hinauskamen und seit sieben Spielen auf einen "Dreier" warten, macht der FC Augsburg kontinuierlich Boden gut. Der Kampf um Platz 15 ist voll entbrannt, das einstmals stattliche zwölf-Punkte-Polster des Aufsteigers ist auf dünne drei Zähler geschmolzen.
Jetzt geht die "Party" erst richtig los. Die Tendenz spricht derzeit eindeutig gegen die Düsseldorfer, denen im Gegensatz zu Augsburg und auch 1899 Hoffenheim die Erfolgserlebnisse fehlen. Seit dem 1:0-Erfolg gegen Greuther Fürth am 22. Spieltag wartet die Fortuna auf einen Sieg. Trotz einer wie immer engagierten Leistung und zweimaliger Führung konnte die Elf von Norbert Meier auch gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus dem Norden den Bock nicht umstoßen.

Wie die "Geißböcke"?



Die derzeitige Situation weist frappierende Parallelen zum Abstieg des 1. FC Köln im vergangenen Jahr auf. Auch die "Geißböcke" wähnten sich lange Zeit sicher, gerieten dann in einen Negativstrudel, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnten. Die Kölner spielten 2011/12 am 29. Spieltag gegen damals wie heute schwächelnde Bremer, dominierten klar und verpassten doch den Sieg. Die Hoffnung, auf dieser starken Leistung im Endspurt aufbauen zu können, erwies sich als trügerisch. Am Ende stand der Abstieg.

Vorzuwerfen ist der Fortuna allerdings nicht viel. Die Truppe reizt ihre Möglichkeiten aus, hängt sich in jedem Spiel voll rein, kämpft, rackert und bringt sich dann in tragischer Regelmäßigkeit selbst um die Früchte der couragierten Auftritte.

Gegen Bremen unterlief den Rheinländern bereits das dritte Eigentor in der Rückrunde. Hinzu kommen die beiden selbst verschuldeten Gegentore gegen Augsburg zum Rückrundenauftakt. Ob Pech oder Unvermögen dahinter steckt, ist sekundär. Entscheidend ist, dass die Patzer bereits reichlich Punkte gekostet haben. So bleibt den Fortunen nichts anderes übrig, als auf das Prinzip Hoffnung und die durchaus vorhandenen positiven Aspekte des Bremen-Spiels zu setzen.

"Man sieht, dass wir Qualität haben", sagt Torwart Giefer



"Wir hätten gerne gewonnen, haben aber zumindest jetzt endlich die 30-Punkte-Marke geknackt", sagte der erneut stark haltende Fortuna-Keeper Fabian Giefer. "Daran hatten wir in den letzten Wochen ein bisschen geknabbert. Es gab viele Aktionen im Spiel, in denen man sieht, dass wir unsere Qualitäten haben."

Ins gleiche Horn stieß Doppeltorschütze Stefan Reisinger. "Wir sind froh, dass wir nach den letzten Niederlagen wieder etwas Zählbares geholt haben. Aber es war mehr drin. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", meinte der Routinier. "Wir haben noch fünf Endspiele und ein schweres Restprogramm."

Nächste Woche beim HSV



Die kommenden Aufgaben werden für Düsseldorf in der Tat nicht einfacher. Auf dem Papier war Bremen der leichteste Gegner der abschließenden sechs Spieltage. Am kommenden Samstag gastiert die Fortuna beim Hamburger SV, danach kommt Borussia Dortmund zwischen seinen beiden Champions-League-Halbfinalspielen in die Esprit-Arena, bevor es nach Frankfurt geht. Zum Abschluss warten noch das Heimspiel gegen Nürnberg und die Auswärtspartie in Hannover.

In der Hinrunde holte der zweimalige Pokalsieger zehn Punkte aus diesen fünf Spielen. So viele werden wohl für den direkten Klassenerhalt nicht nötig sein. Den Anfang können die Düsseldorfer jedenfalls in Hamburg machen. "Ich hoffe, dass sich der HSV nach dem Sieg in Mainz gegen uns wieder ausruht", meinte Reisinger augenzwinkernd in Anspielung auf die wenig konstant auftretenden Hanseaten. Doch darauf sollten sich die Rheinländer lieber nicht verlassen.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski
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