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07.05.2013 - 09:02 Uhr


Düsseldorf mächtig unter Druck

Fortuna Düsseldorf ist seit nunmehr zehn Spielen ohne Sieg. Der Punktevorsprung auf Augsburg ist vollends aufgebraucht

Genki Omae (r.) und die Düsseldorfer lieferten in Frankfurt eine blutleere Vorstellung ab und verloren mit 1:3 am Main

Im kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg ist ein Sieg Pflicht, wenn man die Klasse halten möchte

Frankfurt - Robbie Kruse hatte schon recht: "Wir spielen einfach nicht gut im Moment", sagte der Offensivspieler von Fortuna Düsseldorf nach dem 1:3 bei der Frankfurter Eintracht . Auch der Australier hatte einen ganz schlechten Tag, vor allem in der ersten Halbzeit agierten die Düsseldorfer ohne Mut in der Offensive und mit zu vielen Lücken in der Defensive.
"Wir konnten froh sein, dass es nur 0:1 zur Pause stand", gestand auch Fortuna-Trainer Norbert Meier. Nach dem 0:2 schien sich ein Debakel anzudeuten, doch nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch den eingewechselten Dani Schahin (78.) war die bis dahin einseitige Partie plötzlich spannend. Erst der zweite Treffer von Alexander Meier (87.) entschied die Partie dann endgültig.

Wenig Selbstvertrauen



Die Düsseldorfer waren insgesamt einfach zu harmlos und sind nun bereits seit zehn Spielen ohne Sieg. Die Fortuna steht bei noch zwei ausstehenden Spielen gegen Nürnberg und in Hannover, nur noch zwei Punkte vor dem Tabellenvorletzten Hoffenheim. Wie sich die Mannschaft nach all den negativen Erlebnissen nun gegen den steten Abwärtssog stemmen will, ist eine spannenden Frage. "Das das Selbstvertrauen bei einer Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt kleiner ist, als bei einer, die um die internationalen Plätze spielt, ist ja nichts Neues", sagt Meier.

Und zuletzt kam neben mannschaftsinternen Reibereien auf dem Trainingsplatz auch noch Verletzungspech dazu. "Man hat die Abstimmungsprobleme heute gemerkt bei uns, gerade zu Beginn", gab Fortuna-Trainer Meier zu. So ganz überraschend kam die schwache erste Halbzeit der Fortuna also nicht, verletzungsbedingt musste Meier eine völlig neue Abwehrformation bauen, drei der etatmäßigen Verteidiger fehlten (Latka, van den Bergh, Balogun).

Stattdessen spielte beispielsweise Juanan erstmals von Beginn an Linksverteidiger und zum ersten Mal seit 142 Tagen wieder Routinier Jens Langeneke. Die vielen Umstellungen sind sicher nicht förderlich für die Harmonie auf dem Platz. Auch der überraschend aufgebotene Japaner Genki Omae konnte in der Offensive keine Akzente setzen. Besser wurde das Spiel erst, als der angeschlagene Kapitän Andreas Lambertz und Dani Schahin für die enttäuschenden Oliver Fink und Stefan Reisinger eingewechselt wurden (58.).


Heimsieg gegen Nürnberg Pflicht



Doch für die große Wende waren die Mitaufsteiger aus Frankfurter an diesem Tag einfach zu gut und die Düsseldorfer nicht stark genug. Rechtsverteidiger Tobias Levels antwortete auf die Frage, ob die Mannschaft, die nötige Qualität für den Abstiegskampf habe: "Wir hatten nach der Vorrunde 21 Punkte. Da stelle ich mich doch jetzt nicht hin und sage, wir haben keine Qualität."

Etwas differenzierter drückte Trainer Meier seine Hoffnungen im Abstiegskampf aus: "Wir müssen die Köpfe der Spieler freikriegen und vielleicht kommt ja der ein oder andere verletzte Spieler wieder zurück." Doch am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg zählt nur ein Sieg, denn auch Meier weiß: "Wir müssen punkten, das ist das, was uns übrig bleibt." Und Stürmer Reisinger ergänzte: "Gegen Nürnberg müssen wir gewinnen - egal wie."

Aus Frankfurt berichtet Tobias Schächter
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