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17.05.2013 - 22:00 Uhr


Düsseldorf, Augsburg und Hoffenheim: Fernduell um den Klassenerhalt

Die Luft brennt: Der FC Augsburg hat am letzten Spieltag die SpVgg Greuther Fürth zu Gast und braucht im Abstiegskampf jeden Punkt. Die Fuggerstädter liefern sich einen Dreikampf...

...mit Fortuna Düsseldorf, das bei Hannover 96 ran muss...

...und 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer gastieren beim Vizemeister Borussia Dortmund

München - Aus dem Vierkampf ist ein Dreikampf geworden. Werder Bremen hat sich dank eines 1:1 gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Spieltag aus dem Abstiegskampf verabschiedet, weil Düsseldorf, Augsburg und Hoffenheim allesamt leer ausgingen. Während Werder also nächstes Jahr definitiv in der Bundesliga spielen wird, muss das Trio noch zittern.
Fortuna Düsseldorf kämpft am 34. Spieltag bei Hannover 96 um den Ligaverbleib, der FC Augsburg empfängt die SpVgg Greuther Fürth und 1899 Hoffenheim gibt seine Visitenkarte beim Vizemeister Borussia Dortmund ab (alle drei Partien ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Dem FC Augsburg wird es am letzten Spieltag nicht erspart bleiben, mit einem Auge auch auf andere Plätze zu schielen. Mit 30 Punkten liegt die Mannschaft von Markus Weinzierl auf Relegationsplatz 16, punktgleich mit dem Rivalen Fortuna Düsseldorf, der nur aufgrund der besseren Tordifferenz die Nase vorne hat. Fünf Tore haben die Rheinländer Vorsprung. Sollte Düsseldorf also in Hannover gewinnen, ist die direkte Rettung für den FCA fast nicht zu schaffen. (Was wäre, wenn...? - Alle möglichen Szenarien im Abstiegskampf)

In diesem Fall würde den Schwaben nur ein Kanter-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth helfen. Und der ist angesichts der achtbaren Ergebnisse, die die "Kleeblätter" zuletzt auswärts erzielten, sehr unwahrscheinlich. "Sie haben die letzten beiden Auswärtsspiele ohne Gegentreffer gewonnen, haben auswärts bewiesen, dass sie bundesligareif sind", warnt Weinzierl vor dem Tabellenletzten. "Wir brauchen unsere beste Leistung, um Fürth zu schlagen." Personell muss der 38-Jährige nur auf Sebastian Langkamp (Leisten-OP) und Knowledge Musona (krank) verzichten.

"Wir könnten das Zünglein an der Waage sein", weiß Fürths Trainer Frank Kramer, der von seinen Schützlingen noch einmal volle Leistungsbereitschaft erwartet. "Auf diese Partie ist der Fokus gerichtet. Wir wollen ein entsprechendes Gesicht zeigen, wenn ganz Deutschland hinschaut." Die Franken, die um den Einsatz von Rechtsverteidiger Bernd Nehrig (Sprunggelenksverletzung) bangen, stehen als Absteiger schon länger fest. Nach einem Jahr ist das Gastspiel der SpVgg in der Bundesliga schon wieder vorbei.


Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Ein Sieg in Hannover würde Fortuna Düsseldorf mit hoher Wahrscheinlichkeit den Klassenerhalt sichern. Dann müsste der FC Augsburg mit mindestens sieben Toren Abstand gegen die SpVgg Greuther Fürth gewinnen, um noch eine Chance zu haben. "Wir stehen nach wie vor über dem Strich und das wollen wir auch nach dem 34. Spieltag", sagt Trainer Norbert Meier. "So gehen wir die Aufgabe in Hannover an."

Unter der Woche zogen sich die Rheinländer in ein Kurztrainingslager zurück, um sich auf das Finale im Abstiegskampf zu fokussieren. "Wir haben mit der Fahrt ins Trainingslager keinen Aktionismus betrieben, sondern die Zeit genutzt, um der Mannschaft Ruhe zu geben und die letzten Erlebnisse zu verarbeiten", erklärte Meier, der bei den Niedersachsen Tobias Levels (5. Gelbe Karte), Martin Latka und Leon Balogun (beide Muskelfaserriss) ersetzen muss.

Was Hannover für gewöhnlich auszeichnet, ist in den vergangenen Wochen zunehmend abhanden gekommen: die Heimstärke. Die "Roten" holten zuletzt aus vier Partien vor eigenem Publikum nur drei Punkte. Die plötzliche Schwächephase in der AWD-Arena ist einer der Gründe, warum es mit der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in dieser Saison nichts wird. "Wir wollen zeigen, dass wir es besser können als in den letzten Heimspielen", appellierte 96-Trainer Mirko Slomka vor dem Duell mit der Fortuna an seine Elf. Dem 45-Jährigen werden Mohammed Abdellaoue (Muskelfaserriss), Franca, Szabolcs Huszti (beide im Aufbautraining) und Felipe fehlen.


Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Ähnlich wie vor zwei Jahren greift Borussia Dortmund auch in dieser Saison gewichtig in den Abstiegskampf ein. 2011 schickte die Borussia Eintracht Frankfurt mit einem 3:1 in die 2. Bundesliga. Am 34. Spieltag der laufenden Saison steht mit 1899 Hoffenheim erneut eine Mannschaft vor der Tür, für die im Kampf um den Klassenerhalt nur ein Sieg zählt.

Nach dem Durchhänger in Wolfsburg (3:3) und eine Woche vor dem Champions-League-Finale geht es für Trainer Jürgen Klopp darum, "den Rhythmus wieder aufzunehmen". Allerdings sieht der 45-Jährige in der letzten Ligapartie der Saison keine Generalprobe für Wembley: "Das eine ist ein Bundesligaspiel, das andere ein Finale. Da geht man mit noch höherer Intensität ins Spiel." Mario Götze und Patrick Owomoyela werden gegen die TSG nicht im "schwarz-gelben" Kader stehen.

Es ist die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Hoffenheim muss in Dortmund gewinnen und auf einen Patzer der Konkurrenz hoffen. Die Schwere der Aufgabe ist Trainer Markus Gisdol bewusst. "Ich denke, der BVB wird in Bestbesetzung spielen und jeder Spieler wird versuchen, sich zu zeigen, um auch im Champions-League-Finale zu starten", prophezeit der 43-Jährige. "Wir werden nicht viele Gelegenheiten erhalten, aber bei den wenigen müssen wir fokussiert agieren." Tobias Weis wird aufgrund einer Bauchmuskelentzündung fehlen, dagegen stehen Eugen Polanski (nach Rotsperre) und Daniel Williams (nach Sprunggelenksverletzung) wieder im Kader.


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