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Bundesliga

08.04.2013 - 14:40 Uhr


Drei Transfer-Trümpfe für den Titel

Drei Volltreffer für den neuen Meister: Dante (l.), Mario Mandzukic (M.) und Javier Martinez haben sich schnell zu Stammspielern im Starensemble des FC Bayern München entwickelt

Während Abwehrchef Dante (l.) und Mittelfeldspieler Martinez die Defensive des Rekordmeisters stabilisieren, ist...

...Stürmer Mandzukic mit 15 Saisontreffern der Top-Torschütze im Team von Trainer Jupp Heynckes

München - Wie macht man eine gute Mannschaft zu einer sehr guten, sprich zur Meisterelf? Mit harter Trainingsarbeit, der passenden Taktik und hungrigen Neuzugängen! Nach einer enttäuschenden Saison mit drei Vizetiteln hat der FC Bayern München im vergangenen Sommer die richtigen Schlüsse gezogen und das rot-weiße Starensemble ganz gezielt verstärkt - in der Breite und in der Spitze.
bundesliga.de stellt drei neu verpflichtete Akteure des Rekordmeisters vor, die in der Rekordsaison 2012/13 auf Anhieb zu Leistungsträgern in Abwehr, Mittelfeld und Angriff avanciert sind.
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Dante

Dass Dante ein exzellenter Verteidiger ist, war bereits in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu bewundern: Mit Borussia Mönchengladbach hatte der großgewachsene Brasilianer den steilen Aufstieg vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Aspiranten geschafft. Aber war der Mann mit der voluminösen Frisur wirklich gut genug für die internationalen Ansprüche des FC Bayern? Aus heutiger Sicht lautet die Antwort darauf ja, ja und nochmal ja!

Denn Dante hat in München nicht nur sofort einen Stammplatz erobert, sondern sich auch sehr schnell zum absoluten Führungsspieler entwickelt - auf und abseits des Feldes. In 27 von 28 Bundesliga-Spielen stand der 29-Jährige über die kompletten 90 Minuten auf dem Platz und seine Bayern kassierten dabei nur elf Gegentreffer.

Zudem hat der 1,88-Meter-Mann gute 62 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen und sich nur sehr wenige Fehler (ein verursachter Strafstoß) und härtere Fouls (vier Gelbe Karten) geleistet. Stark ist auch Dantes erstaunliche Präzision in der Spieleröffnung, denn bislang kamen 92 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an - ein herausragender Wert.

Allein vor dem gegnerischen Tor könnte der kopfballstarke Abwehrspieler, der erst einen Treffer für den Rekordmeister erzielt hat, künftig noch mehr Angst und Schrecken verbreiten. Dennoch hat sich sein Wechsel vom Niederrhein an die Isar allemal ausgezahlt. Immerhin ist Dante in diesem Jahr endlich zum ersten Mal in die brasilianische Nationalmannschaft berufen worden.

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Javier Martinez

Kurz vor Ablauf der Wechselperiode im August ist Athletic Bilbao dann doch noch schwach geworden und der "Königstransfer" des FC Bayern schließlich über die Bühne gegangen: Javier Martinez sollte von nun an das Münchner Mittelfeld stabilisieren und antreiben. Durch das wochenlange Pokerspiel der Vereine konnte der 24-Jährige allerdings keine richtige Vorbereitung mit seinem neuen Team absolvieren und kam daher anfangs relativ schwer in Tritt.

Trainer Jupp Heynckes baute Martinez behutsam auf und der 1,90-Meter-Hüne zahlte das Vertrauen mit immer besseren Leistungen zurück: Spaniens Welt- und Europameister kam in 24 Bundesliga-Spielen - meist an der Seite von Bastian Schweinsteiger - zum Einsatz, von denen die Bayern keines verloren (21 Siege, drei Remis). Darüber hinaus haben die Münchner in den 1.572 Minuten mit dem Rechtsfuß auf dem Rasen nur fünf Gegentore kassiert - keines davon aus dem Spiel heraus.

Mittlerweile macht Martinez eigentlich genau das, wofür er geholt wurde: Der Sechser liest und lenkt das Spiel des FCB mit großer Übersicht und beachtlicher Präzision, leistete sich bislang lediglich acht Prozent Fehlpässe. Dazu schaltet er sich immer wieder selbst mit nach vorne ein, erzielte bereits zwei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor.

Trotz solider Technik ist die körperliche Robustheit sein größter Trumpf. Mit 62 Prozent gewonnenen Zweikämpfen gehört Martinez zu den durchsetzungsstärksten Mittelfeldspielern der Liga. Das Timing im Tackling kann er aber noch verbessern, im Schnitt leistet er sich alle 40 Minuten ein Foul.

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Mario Mandzukic

Die Erwartungen waren hoch, sehr hoch sogar. Nicht weniger als eine echte "Bombe für den Sturm" hatten Bayerns Verantwortliche im vergangenen Sommer als Neuzugang angekündigt. Mario Mandzukic hatte bei der EM in Polen und der Ukraine zwar mit drei Treffern für Aufsehen gesorgt, dennoch galt der vom VfL Wolfsburg verpflichtete kroatische Angreifer zunächst nur als Ersatzmann für den damals verletzten Mario Gomez.

Wie so häufig kam dann aber doch alles ganz anders. Mandzukic schlug voll ein und avancierte mit 15 Treffern zum Top-Torjäger der Münchner. Gomez, mit 64 Treffern in 94 Bundesliga-Partien der Goalgetter der vergangenen drei Jahre schlechthin, fand sich nach seiner Rückkehr daher meist nur auf der Bank wieder.

Denn Mandzukic ist nicht bloß enorm torgefährlich, was sechs Tore bei nur sechs Rückrunden-
einsätzen belegen. Insgesamt hat er 2012/13 schon sechs Mal das wichtige 1:0 erzielt. Mit 48 Prozent gewonnenen Duellen ist der 26-Jährige zudem einer der zweikampfstärksten Stürmer der Liga und gerade in der Luft nur ganz schwer zu stoppen.

Davon zeugt nicht zuletzt die Tatsache, dass der Torjäger sechs seiner 15 Treffer per Kopf markiert hat. Fünf Mal war Mandzukic, der im Spiel immer wieder die Positionen wechselt, nach Flanken erfolgreich - ein weiterer Spitzenwert.


Stefan Missy


Das Meisterjahr des FC Bayern

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