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25.01.2013 - 15:46 Uhr


Djurdjic: "Kann Samstag kaum erwarten"

Noch kein Pflichtspiel-Einsatz: Zehn Tage musste Nikola Djurdjic mit dem Mannschaftstraining aussetzen

In Freundschaftsspielen ist der 26 Jahre alte Offensivspieler (2.v.r.) aber schon für seinen neuen Verein zum Einsatz gekommen

Zuletzt spielte Djurdjic für den norwegischen Club Helsingborgs IF

Fürth - Noch gar nicht gespielt, doch bereits Hoffnungsträger: Nikola Djurdjic ist der prominenteste Winter-Transfer der SpVgg Greuther Fürth. Der Angreifer kam mit der Empfehlung von 14 Treffern in 19 Spielen vom norwegischen Club Helsingborgs IF. Am Samstag, im Spiel gegen Mainz 05 (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), dürfte der 26-jährige Serbe sein Bundesliga-Debüt für den Tabellenletzten geben.
bundesliga.de: Herr Djurdjic, wie sind Ihre ersten Eindrücke in den neuen Umgebung?

Nikola Djurdjic: Bisher läuft alles prima. Ich habe eine schöne Wohnung in Fürth gefunden und bin von allen Seiten gut aufgenommen worden. Der Verein ist ja sehr familiär strukturiert, das hat mir den Anfang hier leicht gemacht. Jeder ist sehr nett zu mir. Aber es dauert sicher noch eine Weile, bis ich alle Abläufe kenne.

bundesliga.de: Sie waren kaum in Deutschland angekommen, da ging es schon ins Trainingslager nach Belek in der Türkei.

Djurdjic: Ja, aber das störte mich wirklich gar nicht. Im Gegenteil: Mir war es ja wichtig, schnell Kontakt zu den Kollegen zu bekommen und mich einzufügen. Ich glaube, das ist ganz gut gelungen.

bundesliga.de: Was ja auch ganz gut geklappt hat. Sie haben in drei Testspielen zwei Mal getroffen.

Djurdjic: Ja, mag sein. Und ich kann auch nicht so tun, als ob mich das selbst nicht gefreut hätte. Aber letztlich wichtig ist doch nur, was in den Pflichtspielen passiert, ob man trifft, wenn es um Punkte geht. Umso mehr habe ich mich geärgert, dass ich dann gleich krank wurde.

bundesliga.de: Sie hatten vergangene Woche eine Mandel- und Stirnhöhlenvereiterung und haben so das Spiel gegen Bayern München verpasst. Waren Sie wenigstens im Stadion?

Djurdjic: Nein, ich habe das Spiel im Fernsehen gesehen.

bundesliga.de: Wie waren Ihre Eindrücke?

Djurdjic: Ich finde, wir haben uns gar nicht so schlecht geschlagen. Gegen eine Mannschaft, die sicher zu den drei besten Europas gehört, kann man 2:0 verlieren, denke ich. Hier hat sich jedenfalls keiner aufgegeben, da bin ich sicher.

bundesliga.de: Auch wenn Sie erst ein Spiel Ihrer Mannschaft gesehen haben - sind Ihnen Unterschiede zum Fußball in Skandinavien aufgefallen?

Djurdjic: Das Tempo ist auf jeden Fall mal deutlich höher. Physisch sind die Ligen in Skandinavien auch nicht zu verachten, hier scheint mir der Fußball aber noch einmal ein wenig athletischer geprägt zu sein.

bundesliga.de: Sie waren in Schweden bei Helsingborgs IF, dann in Norwegen beim FK Haugesund - und haben in Fürths Freundschaftsspielen nahtlos da weitergemacht, wo Sie aufgehört haben. Sie scheinen ein sehr flexibler Mensch zu sein, der überall, wo er ist, Tore am Fließband schießt.

Djurdjic: Ob ich hier treffe? Ich kann es nur hoffen. Es kann aber schon sein, dass ich flexibel bin. Die Mentalitätsunterschiede zwischen Norwegen und Schweden sind aber auch nicht so groß und bisher habe ich den Eindruck, dass Deutschland und Skandinavien auch keine Welten trennen.

bundesliga.de: Apropos Flexibilität. Ist Ihnen das Spielsystem egal oder sind Sie wie viele Stürmer ein Fan des 4-4-2?

Djurdjic: Ich habe zwar in meinem Leben meist neben einer weiteren Spitze gespielt, aber das ist zweitrangig. Hauptsache, ich spiele überhaupt.

bundesliga.de: Sind Sie denn wieder gesund?

Djurdjic: Ja, Gott sei Dank. Aber natürlich entscheidet der Trainer (Mike Büskens, Anm. d. Red.), ob ich spiele oder nicht. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, bis Samstag ist.

Interview: Christoph Ruf
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