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Bundesliga

14.06.2013 - 15:02 Uhr


Direkte Duelle um die Meisterschale

Felix Magath gewinnt mit dem VfL Wolfsburg in der Saison 2008/09 am letzten Spieltag die Meisterschaft

Ailton jubelt im Olympiastadion über das 3:1 gegen den FC Bayern München und damit Werder Bremens Meistertitel 2004 - und das bereits am 32. Spieltag

Michael Kutzop (l.) ist bis heute mit Werder Bremens verpasster Meisterschaft in der Saison 1985/86 verbunden. Sein Fehlschuss an den Pfosten prägt den Titelkampf

Hermann Ohlicher sorgt im Meisterkampf der Saison 1983/84 für die Vorentscheidung zugunsten des VfB Stuttgart

Franz Beckenbauer (l.) hält nach 1972 die Meisterschale in die Höhe - nach einem 5:1-Kantersieg des FC Bayern München über Schalke 04

Peter Grosser (M.) entscheidet das Schlüsselduell in der Saison 1965/66 bei Borussia Dortmund zugunsten von 1860 München - am Ende steht der Titel für den TSV

Frankfurt - Am 21. Juni werden die Spielpläne für die neue Saison vorgestellt. Bis dahin präsentiert bundesliga.de täglich viel Wissenswertes rund um den Spielplan: Wie entsteht der Spielplan eigentlich? Wie fiebern Fans, Verein und Trainer dem Tag der Veröffentlichung entgegen?

Die Ausgeglichenheit in der Bundesliga sorgt regelmäßig für sportliche Überraschungen und spannende Saisonverläufe. bundesliga.de zeigt im ersten Teil die spannendsten direkten Duelle im Meisterschaftskampf aus 50 Jahren Bundesliga.
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1965/66, 33. Spieltag: 1860 distanziert Dortmund

Borussia Dortmund und 1860 München stehen einen Spieltag vor dem Saisonende mit 47 Zählern gleichauf an der Tabellenspitze, als es zum direkten Aufeinandertreffen kommt. Die "Löwen" entscheiden dieses Schlüsselduell durch Treffer von Rudolf Brunnenmeier und Peter Grosser (Bild © Imago) mit 2:0 für sich. Damit übernimmt der TSV die Tabellenführung und gibt sie auch nicht mehr ab. Keeper-Legende Petar Radenkovic und Co. feiern den bis heute letzten Meistertitel der "Löwen" in der Bundesliga.

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1966/67, 34. Spieltag: 1860 siegt, doch der Titel bleibt aus

Erneut hat 1860 München vor dem letzten Spiel noch die Chance auf den Titel, doch dieses Mal sind die "Sechziger" auf Schützenhilfe angewiesen. Mit zwei Punkten Rückstand auf Eintracht Braunschweig gehen die "Löwen" in die Begegnung mit Eintracht Frankfurt, die in der Tabelle obendrein auch noch gleichauf mit dem TSV liegt. Die "Blauen" erledigen ihre Hausaufgaben durch einen 2:1-Sieg. Die Treffer erzielen Hans Rebele (Bild © Imago) und Hans Küppers. Doch die Schützenhilfe des 1. FC Nürnberg bleibt aus, der BTSV gewinnt souverän und ist somit Meister.

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1971/72, 34. Spieltag: Stadion-Einweihung mit Titel für FCB

Es kann spannender kaum sein vor dem letzten Spieltag der Saison 1971/72. Der FC Schalke kommt mit zwei Zählern Rückstand zum Spitzenreiter FC Bayern München. Für beide Teams ist somit noch alles drin, doch am Ende ist es eine klare Sache - für den FCB! Mit 5:1 fegt der heutige Rekordmeister um Kapitän und Torschütze Franz Beckenbauer (Bild © Imago) die "Königsblauen" aus dem Olympiastadion. Es ist das erste Spiel in der neuen Spielstätte und gleich feiern die "Roten" ihren ersten großen Triumph.

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1983/84, 34. Spieltag: Stuttgart feiert trotz Niederlage

Der VfB Stuttgart legt die Basis für den Titelgewinn bereits am vorletzten Spieltag bei Werder Bremen. Beim direkten Konkurrenten von der Weser siegen die Schwaben mit 2:1. Hermann Ohlicher (Bild © Imago) trifft acht Minuten vor dem Ende entscheidend. Damit hat Stuttgart am letzten Spieltag zwei Zähler Vorsprung und noch dazu das bessere Torverhältnis. Nur eine 0:5-Pleite gegen den Hamburger SV kann den VfB noch den Titel kosten. Doch so weit kommt es nicht - nicht einmal ansatzweise. Am Ende gewinnen die Hanseaten zwar, aber eben "nur" mit 1:0 und somit herrscht am Neckar Partystimmung - trotz Niederlage.

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1985/86, 33. Spieltag: Kutzops Fehlschuss, Werders Trauer

Es war dieser eine Schuss, der Werder Bremens Michael Kutzop (Bild © Imago) berühmt gemacht hat. Doch darauf könnte dieser wohl verzichten. Denn sein Strafstoß am vorletzten Spieltag im Spiel gegen den FC Bayern München sollte die Meisterschaft vorentscheiden. Beim Stand von 0:0 setzt der Bremer den Ball an den Pfosten. Mit einem Sieg wäre der Titel perfekt gewesen, doch das Spiel endet torlos. Eine Woche später zerplatzen auch die letzten Meisterträume. Die Schale geht nach München (6:0 gegen Borussia Mönchengladbach), weil Bremen beim VfB Stuttgart mit 1:2 unterliegt.

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2003/04, 32. Spieltag: Bremens Machtdemonstration

Werder Bremen kommt als Tabellenführer ins Olympiastadion zum Verfolger FC Bayern München. Die offensiv ausgerichtete Elf von Trainer Thomas Schaaf liefert an der Isar eine weitere Glanzleistung ab und demontiert den Rekordmeister vor eigenem Publikum mit 3:1. Dabei ist ein Tor schöner als das andere. Ailton (l.) schlenzt das Leder beispielsweise links oben in den Winkel - Oliver Kahn ist chancenlos. Durch den Sieg an der Isar besiegeln die "Grün-Weißen" den Meistertitel und gleichzeitig das Ende von FCB-Coach Ottmar Hitzfeld bei den Münchnern. Wenige Tage später holt der SVW sogar noch den DFB-Pokal an die Weser.

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2008/09, 34. Spieltag: "Wölfe"-Wunder, Bayern Zweiter

Der FC Bayern München hat sich wenige Wochen zuvor von Trainer Jürgen Klinsmann getrennt und Jupp Heynckes zurück an die Isar geholt. Mit dem erfahrenen Coach rückt der Rekordmeister nochmals an die Tabellenspitze heran, hat vor dem letzten Spieltag den VfB Stuttgart vor der Brust und den Tabellenführer VfL Wolfsburg im Kopf. Doch die "Wölfe" unter Felix Magath (Bild) behalten die Ruhe und besiegen Werder Bremen souverän mit 5:1. Somit ist das Thema Meisterschaft für den FCB schnell erledigt. Es geht darum, Platz 2 zu sichern. Am Ende schaffen es die "Roten" durch einen 2:1-Sieg über die Schwaben - und die Niedersachsen feiern den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte.

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