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26.02.2013 - 23:14 Uhr


Die neuen Bayern als BVB 2.0 - Teil 1

Der FC Bayern München hat sich im Vergleich zu den Vorjahren stark verbessert. So haben Javi Martinez (l.) und Co. das von Borussia Dortmund praktizierte Umschaltspiel nahezu perfektioniert

Die Defensive gewinnt Meisterschaften: Die neuformierte Viererkette des Rekordmeisters um Dante (r.) kassierte 19 Gegentore weniger als die der "Schwarz-Gelben"

Auch auf den Außenpositionen hat der FCB gegenüber dem BVB Boden gutgemacht: David Alaba (r.) und sein Pendant Philipp Lahm spielen in dieser Saison stark wie noch nie!

München - Im siebten Anlauf soll es endlich klappen: Nach sechs sieglosen Partien gegen Borussia Dortmund in Liga und DFB-Pokal will der FC Bayern München im Viertelfinale des Pokals am Mittwochabend den Bock umstoßen. Ein Erfolg über den Erzrivalen würde nicht nur den Einzug in die Vorschlussrunde mit sich bringen, sondern gewissermaßen die bestandene Meisterprüfung bedeuten.
bundesliga.de hat vorab die Statistiken beider Teams aus den vergangenen Jahren ausgewertet und beleuchtet, wo sich der Rekordmeister gegenüber dem Titelverteidiger verbessert hat. In Teil 1 geht es um das Verhalten bei Kontern, die Defensivreihen und besonders die Außenverteidiger.


Hier geht's zu Teil 2: Laufleistung, individuelle Fehler und Jokertore

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Konter: Einst Dortmunds Stärke

Der FCB hat das Umschaltspiel klar verbessert, und zwar in beide Richtungen. Die Münchner erzielten in dieser Saison die meisten Kontertore (elf) und kassierten als einziges Team noch kein Kontergegentor. Beim BVB sieht das ganz anders aus: Die Westfalen mussten mehr Gegentore nach schnellen Gegenangriffen schlucken (sieben) als sie selbst erzielten (fünf). In der Entwicklung ist klar zu erkennen, dass die einstige Stärke des Meisters - das Umschaltspiel - nun einer der großen Vorzüge des Spiels der Münchner ist. Ein Grund hierfür ist sicher, dass sich die Teams mittlerweile auf das Dortmunder Spiel eingestellt haben.

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Rollentausch in der Defensive

Meisterschaften werden bekanntlich in der Abwehr gewonnen: In den vergangenen beiden Spielzeiten erzielte Dortmund zusammengerechnet 147 Tore und kassierte nur 47 Gegentore - der FC Bayern traf sogar 158 Mal, musste aber 62 Gegentore hinnehmen. Satte 40 davon setzte es in der Saison 2010/11 unter Louis van Gaal (und später Andries Jonker - BVB 22). In der vergangenen Saison waren es schon historisch gute 22 Gegentreffer (BVB 25). Offensiv haben die Münchner auch in dieser Saison wieder die Nase vorn (acht Tore mehr) - defensiv ist die Kluft zwischen den beiden Bundesliga-Giganten eklatant - nun mit der deutlich besseren Bilanz für den Rekordmeister (acht Bayern- gegenüber 27 Dortmunder Gegentoren).

Auf den Außenverteidiger-Positionen hatte der BVB in den vergangenen Jahren Vorteile: Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer gaben zusammen in den letzten zweieinhalb Jahren 32 Torvorlagen (FCB: 20). In dieser Spielzeit hat sich die Sache gedreht (s.u. die Daten von Lahm, Alaba, Piszczek und Schmelzer, v. l.). Besonders FCB-Kapitän Philipp Lahm sticht heraus. Er bereitete bereits sieben Treffer vor - persönlicher Rekord und genauso viele wie in den letzten beiden Jahren zusammen. Zudem gewann er diese Saison 61 Prozent seiner Zweikämpfe, in der Vorsaison nur 54 Prozent - der schwächste Wert seiner FCB-Karriere. Auch sein Pendant David Alaba war in dieser Spielzeit schon an fünf Toren beteiligt - ebenfalls persönlicher Rekord. In dieser Saison hat der FCB defensiv außen das stärkere Duo - auch wenn Piszczek immer noch der gefährlichste der Vier ist.

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