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05.04.2013 - 12:13 Uhr


Der HSV will Versöhnung, Freiburg den nächsten Big-Point

Dennis Diekmeier (M.) und Tolgay Arslan (r.) stehen ihren Mann: In der Hinrunde trennten sich Freiburg und der HSV 0:0

Lange her: Thorsten Finks Hamburger SV kassierte mit dem 2:9 in München die höchste Bundesliga-Niederlage seit 1970

Daumen hoch: Christian Streichs Freiburger beendeten mit dem 2:0 gegen Mönchengladbach eine Mini-Krise von zuvor vier sieglosen Spielen

Hamburg - Heung-Min Son? Das Sturmjuwel aus Südkorea drosch die Bälle in schöner Regelmäßigkeit weit über oder neben das Tor. Und Artjoms Rudnevs? Auch der Lette traf bei den Torschussübungen im Training am Donnerstag selbst aus zwei Metern nicht ins Schwarze. Und Thorsten Fink? Der Trainer des Hamburger SV schimpfte nicht, er nahm seine nach der Schmach von München völlig verunsicherten Spieler in den Arm, tröstete sie und versuchte, ihnen Selbstvertrauen einzureden.
"Egal, am Samstag gehen die Dinger rein", sagte Fink vor dem Spiel gegen den SC Freiburg (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), der ersten Partie nach dem historischen 2:9 beim FC Bayern.

HSV nach Debakel um Normalität bemüht



Gegen Freiburg soll, muss ein Sieg her, um sich mit den aufgebrachten Fans zu versöhnen und sich doch noch irgendwie in die Europa League zu schummeln. "Wir haben Tacheles geredet und die Mannschaft hat es kapiert", sagte ein sichtlich angespannter Fink, der auf Nachfragen zu seinem Krisenmanagement barsch reagierte. "Ich gehe den Weg, den ich für richtig halte. Wir können es nicht rückgängig machen und wollen aus dem Spiel lernen, etwas Neues, Besseres mitnehmen." Dann könne das Debakel zu einem "Weckruf für die Zukunft werden".

Der HSV war und ist nach der Pleite um Normalität bemüht. Die Spieler wurden nach der Blamage zur Überraschung vieler Experten in der Öffentlichkeit geschont. Fink kramte die Medizinbälle nicht heraus und setzte auch keine Strafläufe durch die Hamburger Wälder an. Marcell Jansen bestätigte aber, dass intern ein "schärferer Ton" angeschlagen wurde.

Fink stellt Team um



Trotz oder gerade wegen des Debakels von München, der höchsten Bundesliga-Niederlage seit 1970, haben die Hamburger den Rest der Saison zur Charakterfrage erklärt und den Kampf um Europa ausgerufen. "Wir liegen einen Punkt zurück. Die Chancen haben wir. Wir sind gefordert, Flagge zu zeigen und Platz 6 zu erreichen", sagte Club-Chef Carl-Edgar Jarchow.

Fink wird seine Mannschaft gegen Freiburg ordentlich durchmischen. Jeffrey Bruma, Milan Badelj und Tomas Rincon sitzen wohl auf der Bank, die Doppelsechs im Mittelfeld wird aufgelöst und durch eine Raute ersetzt. Im Sturm wird Fink wieder auf zwei Angreifer setzen: Rudnevs und Son. Am Samstag sollen die Dinger dann reingehen - hofft sicher nicht nur Fink.

"Das ist enorm gefährlich"



Der Sport-Club tritt derweil nach dem 2:0-Sieg gegen Mönchengladbach am letzten Samstag frisch gestärkt im Norden an. SC-Trainer Christian Streich erwartet aggressive Gastgeber. "Der HSV ist nach seinem letzten Spiel wie ein angeschossener Tiger", warnt Streich: "Das ist enorm gefährlich."

In der Hansestadt muss der Coach weiterhin auf Cedrick Makiadi (Innenband-Anriss) und Sebastian Freis (Schulteroperation) verzichten. Beide befinden sich derzeit im Aufbautraining. Fehlen wird außerdem Marco Terrazzino, dem eine geschwollene Patellasehne Probleme bereitet. Der im letzten Spiel in der Schlussphase mit muskulären Problemen ausgewechselte Pavel Krmas ist dagegen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Streich ließ offen, ob er gegen den HSV im 4-2-3-1-System oder in einem 4-4-2 mit oder auch ohne Raute spielen wird.

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